Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Umwelt

Luisa Neubauer über „grüne“ Atomkraft: „Lächerlicher Versuch“ der Regierung

  • Stefan Krieger
    VonStefan Krieger
    schließen

Klimaaktivistin Luisa Neubauer betont, die Wirkung von Erdgas auf das Klima sei „desaströs“. Sie fordert die Regierung zur Ablehnung der EU-Pläne auf.

Berlin – Die EU-Kommission hat vorgeschlagen, Investitionen in Atom- und Erdgas-Kraftwerke unter bestimmten Bedingungen als klima- und umweltfreundlich einzustufen. Nicht nur bei Umweltverbänden trifft das auf heftige Gegenwehr. Die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer hat nun die Bundesregierung aufgefordert, die umstrittenen Pläne der EU-Kommission abzulehnen.

„Wir fordern von der Bundesregierung eine klare Ablehnung des Vorschlags der EU-Kommission sowie einen verbindlichen Gasausstieg bis spätestens 2035“, sagte Neubauer gegenüber der dpa. Atomkraft und Gas als nachhaltig zu klassifizieren, sei „ein lächerlicher Versuch, fossile Energien als Teil der Lösung darzustellen und weiterhin die Klimakatastrophe voranzutreiben“, so Neubauer. Das sei „nicht nur verlogen, sondern auch brandgefährlich“.

Luisa Neubauer kritisiert EU-Pläne bei Atomkraft

Nach einem Vorschlag der EU-Kommission sollen Investitionen in neue Gaskraftwerke insbesondere auf Wunsch Deutschlands übergangsweise als klimafreundlich eingestuft werden können. Auch Investitionen in neue Atomkraftwerke – vor allem in Frankreich geplant – sollen unter bestimmten Voraussetzungen als grün klassifiziert werden können. Diese Einstufung, über die in den vergangenen Wochen heftig gestritten wurde, ist auch als „EU-Taxonomie“ bekannt.

Luisa Neubauer fordert eine klare Ablehnung des Vorschlags der EU-Kommission.

Neubauer warnte vor dieser Art von Finanzströmen: „Jeder Euro, der heute in Erdgasinfrastruktur fließt, ist einer, der für den dringend notwendigen Ausbau der erneuerbaren Energien fehlt.“ Die Klimawirkung von Gas sei „desaströs“, sagte sie. Die Ampel-Regierung aus SPD, Grünen und FDP müsse das anerkennen und „jetzt zeigen, dass Klimaschutz mehr als nur eine Floskel im Koalitionsvertrag ist“.

EU-Pläne stoßen auf unterschiedliche Reaktionen

In der Koalition hatte es zu den EU-Plänen unterschiedliche Reaktionen gegeben. Während Regierungssprecher Steffen Hebestreit erklärte, dass die Kriterien zur Einstufung von Gaskraftwerken „im Einklang mit der Position der Bundesregierung“ seien, gab es auf Seiten der Grünen auch Bedenken zu den Gas-Plänen. An der geplanten Einstufung von Atomenergie als nachhaltige Energiequelle gab es aus allen drei Regierungsparteien dagegen deutliche Kritik.

Die Brüsseler Kommission hatte in der Vergangenheit ihren Vorschlag mehrfach verteidigt. Mitgliedstaaten mit sehr unterschiedlichen Ausgangspositionen könnten sich so in Richtung des gemeinsamen Ziels Klimaneutralität bewegen. (skr/AFP)

Rubriklistenbild: © Christoph Soeder/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare