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Das US-Verteidigungsministerium Pentagon. Joe Biden autorisierte Luftangriffe gegen operative Zentren und Waffenlager von pro-iranischen Milizen.US airstrikes in Iraq, Syria target 'facilities used by Iran-backed militia groups': Pentagon
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Das US-Verteidigungsministerium Pentagon. Joe Biden autorisierte Luftangriffe gegen operative Zentren und Waffenlager von pro-iranischen Milizen.

Pentagon

Luftschlag gegen pro-iranische Milizen: Joe Biden startet „Defensiv-Angriff“

  • VonDavid Suárez Caspar
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Der Präsident der USA Joe Biden startet einen „präzisen Defensiv-Angriff“ gegen pro-iranische Milizen. Dabei kommt es auch zu Toten und Verletzten.

Washington DC - Die US-Armee hat nach Angaben des Pentagon gezielte Luftangriffe auf Einrichtungen pro-iranischer Milizen in der syrisch-irakischen Grenzregion ausgeführt. US-Präsident Joe Biden habe die „präzisen Defensiv-Angriffe” autorisiert, teilte der Pressesprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby, am Sonntagabend (27.06.2021) mit. Den Angriffen seien Drohnenangriffe von pro-iranischen Milizen vorausgegangen. Nach Angaben von Aktivist:innen wurden bei den Angriffen mindestens fünf Miliz-Streitkräfte getötet.

Laut Kirby griffen die US-Streitkräfte zwei Ziele in Syrien und ein Ziel im Irak an. Ihm zufolge handele es sich um von pro-iranischen Milizen wie den schiitischen Hisbollah-Brigaden genutzte Waffenlager und operative Zentren. Die USA werfen den Milizen vor, in Drohnenangriffe auf US-Personal und -Einrichtungen im Irak verwickelt zu sein.

Joe Biden: Luftangriff auf pro-iranische Miliz tötet mindestens fünf Menschen

Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, bei einem Angriff von US-Kampfflugzeugen im Osten Syriens seien mindestens fünf pro-iranische Milizen getötet worden. Mehrere weitere seien verletzt worden. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana meldete ein totes Kind durch die US-Angriffe. Darüber hinaus habe es mindestens drei Verletzte gegeben.

Die jüngsten Luftangriffe markieren den bisher zweiten Vergeltungsschlag von Joe Biden gegen pro-iranische Milizen seit seinem Amtsantritt vor fünf Monaten. Bei Angriffen der US-Streitkräfte im Osten Syriens im Februar waren nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle mehr als 20 Kämpfer:innen getötet worden. Immer wieder gibt es Bomben- und Raketenangriffe auf US-Streitkräfte und Personal im Irak. Pro-iranische Gruppen lehnen die US-geführte Koalition vehement ab, die den Irak seit 2014 im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterstützen soll. Die USA sind mit rund 2500 Soldatinnen und Soldaten im Irak vertreten.

Biden autorisiert Luftangriffe: Wiederbelebung des Atomabkommens in Gefahr?

Der Zeitpunkt der US-Luftschläge ist aus diplomatischer Sicht äußerst heikel. In Wien laufen derzeit Gespräche über eine Wiederbelebung des internationalen Atomabkommens mit dem Iran, an denen die USA indirekt beteiligt sind. Zuvor hatte Bidens Vorgänger Donald Trump das Abkommen im Jahr 2018 einseitig aufgekündigt. Kritiker:innen von Biden sagen, man könne dem Iran nicht trauen und verweisen auf die Drohnenangriffe als weiteren Beweis dafür, dass der Iran und seine Vertretungen niemals eine US-Militärpräsenz im Irak oder in Syrien akzeptieren werden.

US-Beamt:innen glauben, dass der Iran hinter einem Anstieg in zunehmend anspruchsvollen Drohnenangriffe und regelmäßige Raketenfeuer gegen US-Personal und Einrichtungen im Irak steckt. Zwei US-Beamt:innen, die mit der Nachrichtenagentur Reuters unter der Bedingung der Anonymität sprachen, sagten, dass vom Iran unterstützte Milizen seit April mindestens fünf Drohnenangriffe gegen US-Einrichtungen durchgeführt haben. (dsc mit afp)

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