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Die Regierungstruppen haben am Samstag begonnen, die von den Rebellen kontrollierten Viertel der Stadt Homs anzugreifen.

Syrien

Luftangriff auf Homs

Syriens Regierungstruppen drängen die Rebellen in der Protesthochburg Homs immer weiter zurück. Die Opposition ruft die internationale Gemeinschaft auf, zu helfen und eine Flugverbotszone durchzusetzen.

Syriens Regierungstruppen drängen die Rebellen in der Protesthochburg Homs immer weiter zurück. Die Opposition ruft die internationale Gemeinschaft auf, zu helfen und eine Flugverbotszone durchzusetzen.

In der drittgrößten syrischen Stadt Homs spitzt sich die Lage dramatisch zu. Die Truppen von Präsident Baschar al-Assad weiteten am Wochenende ihre Militäroffensive auf die Oppositionshochburg aus und drängten die Rebellen immer weiter zurück. Die Regimegegner appellierten an die internationale Staatengemeinschaft und forderten eine Flugverbotszone.

"Syrien läuft Gefahr auseinanderzubrechen, jetzt wo Assads Truppen mit Unterstützung des Iran, Russlands und der Hisbollah-Milizen eine heftige Offensive in der Stadt Homs begonnen haben", erklärte die Nationale Syrische Koalition. Das Oppositionsbündnis rief die Kontaktgruppe der Freunde Syriens, der auch Deutschland angehört, auf, Militärstützpunkte der Regierungstruppen anzugreifen. Eine Militärintervention in dem seit mehr als zwei Jahren andauernden Konflikt schließt die Gruppe bislang aus.

Am Sonntag starben bei einem Luftangriff auf die Altstadt von Homs nach Angaben der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter eine Frau und zwei Kinder. Die Regierungstruppen hatten am Samstag begonnen, die von den Rebellen kontrollierten Viertel der Stadt anzugreifen. Nach Angaben syrischer Medien, die der Opposition nahestehen, wurden dabei mindestens 31 Soldaten und Kämpfer von Milizen, die aufseiten des Regimes kämpfen, getötet.

Am 5. Juni hatten die Regierungstruppen und die Hisbollah bereits die nahe gelegene und strategisch wichtige Stadt Al-Kusair erobert. Dieser militärische Erfolg des Regimes markierte eine Wende im syrischen Bürgerkrieg zugunsten der Führung in Damaskus. Homs liegt wie Al-Kusair nahe der Grenze zum Libanon und gehörte zu den ersten Städten, die sich gegen das Assad-Regime erhoben. Der Aufstand gegen die syrische Führung hat seit seinem Beginn im März 2011 nach UN-Schätzungen mehr als 93.000 Menschen das Leben gekostet. (dpa)

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