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AFD-Chef Lucke (r.) mit Martin Schulz (l.).

Europaparlament

Lucke scheitert mit Ausschuss-Kandidatur

Bernd Lucke, Chef der AFD, ist mit seiner Kandidatur für den Posten eines der Vize-Vorsitzenden im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments gescheitert.

Der Chef der eurokritischen Alternative für Deutschland (AfD), Bernd Lucke, ist mit seiner Kandidatur als Vize-Vorsitzender im Wirtschafts- und Währungsausschuss des Europaparlaments gescheitert. Wie eine Sprecherin des Parlaments am Montag mitteilte, erhielt der AfD-Vorsitzende keine Mehrheit in dem Ausschuss, der unter anderem für die Währungspolitik der Euro-Zone zuständig ist. Gegen den Deutschen stimmten demnach 30 Abgeordnete, 21 votierten für ihn, sechs enthielten sich.

Lucke war von der europaskeptischen Fraktion der "Europäischen Konservativen und Reformer" vorgeschlagen worden, der sich die sieben AfD-Abgeordneten angeschlossen haben. Die Ausschussposten im Europaparlament werden üblicherweise gemäß der Fraktionsstärke im Konsens verteilt. Lucke aber könne nicht Vizechef des Währungsausschusses im Europaparlament sein und gleichzeitig weiter die "vertragswidrige Spaltung der Eurozone betreiben", erklärte der deutsche Grünen-Politiker Sven Giegold.

Die Fraktion der "Europäischen Konservativen und Reformer" wurde aufgefordert, bis kommenden Montag einen anderen Kandidaten vorzuschlagen. Zum neuen Chef des einflussreichen Ausschusses wurde der italienische Sozialdemokrat Roberto Gualtieri gewählt. (afp)

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