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Porträt

Lord Hutton

Unabhängiger Jurist mit 24 Jahren Erfahrung

London (dpa) - Als höchster Richter Nordirlands stand Brian Hutton lange auf der Abschussliste der IRA. Jetzt steht er mit 72 Jahren im Mittelpunkt der schwersten Krise der Regierung Blair. Der Lord soll herausfinden, warum sich der Waffenexperte David Kelly das Leben genommen hat.

Hutton ist der sechsthöchste der zwölf Lordrichter des Oberhauses, der höchsten Berufungs- und Revisionsinstanz Großbritanniens. Er hat 24 Jahre Erfahrung als Richter und soll nun die Unabhängigkeit der Kelly-Untersuchung gewährleisten. Der hagere Mann mit den Silberschläfen legt größten Wert auf Unbefangenheit. So kritisierte er 1999 seinen Kollegen Lordrichter Hoffmann, weil dieser den Fall des in London festgesetzten Ex-Diktators Augusto Pinochet mitbehandelt hatte, ohne über seine Verbindungen zu Amnesty International Auskunft zu geben.

Manche halten Hutton für einen soliden Pfeiler des englischen Establishments, doch er hat auch schon Urteile gefällt, die gegen die Benachteiligung von Schülerinnen oder die rabiate Behandlung von Häftlingen in Nordirland Stellung bezogen. Schon vor Beginn der Kelly-Untersuchung hat er klargestellt, dass er allein entscheide, mit welchen Fragen er sich befasse. Das war eine Antwort auf Premierminister Tony Blair, der betont hatte, die offizielle Rechtfertigung des Irak-Krieges dürfe bei Huttons Nachforschungen keine Rolle spielen.

Als sicher gilt, dass Hutton keine ausführliche Prüfung der von Blair angeführten Kriegsgründe vornehmen wird. Das würde klar über seinen Auftrag hinausgehen. Und Hutton ist wohl ein viel zu korrekter Jurist der alten Schule, als dass er sich solche Freiheiten herausnehmen würde. Aber gängeln lassen wird er sich von Blair auch nicht.

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