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Katja Riemann auf dem roten Teppich bei der Verleihung des 63. Deutschen Filmpreises "Lola".

Verleihung des Deutschen Filmpreises in Berlin

Lola-Glanz: 1.800 Promis auf rotem Teppich

Die Lola gilt als deutscher Oscar - rund 1.800 Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende feiern bei der Gala zum 63. Deutschen Filmpreis in Berlin die Besten der Branche.

Die Lola gilt als deutscher Oscar - rund 1.800 Schauspieler, Regisseure und andere Filmschaffende feiern bei der Gala zum 63. Deutschen Filmpreis in Berlin die Besten der Branche.

Lola ist die begehrteste Frau an diesem Abend. Wohl jeder der geladenen 1.800 Gäste aus der deutschen Filmbranche hätte sie gerne: die zierliche, goldene Filmpreis-Trophäe mit dem um den Leib geschlungenen Filmband. Der Regisseur, Schauspieler und Autor Werner Herzog („Aguirre, der Zorn Gottes“, „Fitzcarraldo“) ist am Freitagabend in Berlin der Einzige, dem die Schöne schon vor dem Start der Gala zum 63. Deutschen Filmpreis sicher war: Der 70-jährige, in Los Angeles lebende Filmemacher wird bei der Gala im Friedrichstadt-Palast mit der Lola für sein Lebenswerk geehrt.

"Cloud Atlas" und "Oh Boy" als Favoriten

Die Nominierten mussten beim Gang über den roten Teppich dagegen noch bangen. In der Königskategorie wurde ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den Preis für den besten Spielfilm erwartet. Die zwei großen Favoriten sind mit neun Nominierungen Tom Tykwers „Cloud Atlas“ und Jan Ole Gersters acht Mal nominierter Berlin-Film „Oh Boy“. Chancen auf die Goldene Lola hat mit sechs Nominierungen aber auch Margarethe von Trottas Filmbiografie „Hannah Arendt“.

Spannend wird es in den Darsteller-Kategorien: „Oh Boy“-Titelheld Tom Schilling geht in der Sparte Bester Schauspieler gemeinsam mit Sabin Tambrea („Ludwig II.“) und Edin Hasanovic („Schuld sind immer die anderen“) ins Rennen. Martina Gedeck („Die Wand“), Barbara Sukowa („Hannah Arendt“) und Birgit Minichmayr („Gnade“) treten in der Kategorie Beste Schauspielerinnen gegeneinander an.

Ungewöhnlich ist die Konkurrenz in der Sparte Bester Männlicher Nebendarsteller: Der 71-jährige Michael Gwisdek ist für seine Rolle in „Oh Boy“ nominiert, sein 29-jähriger Sohn Robert Gwisdek für seine Leistung in „Das Wochenende“. Dennoch erschienen beide traut vereint am Roten Teppich.

Drei Millionen Euro Preisgelder

Ganz entspannt können die vielen geladenen Schauspieler, Regisseure, Kameraleute, Autoren, Produzenten, Kostümbildner und Filmkomponisten mit ihren nominierten Kollegen mitfiebern. Es kamen Schauspieler wie Ulrich Matthes, Margarita Broich mit Mann Martin Wuttke („Tatort“), Jürgen Vogel, Christiane Paul, Wolfgang Stumph, Sibel Kekilli und Henry Hübchen. Von den Regisseuren ließen sich Oskar Roehler und Vorjahres-Sieger Andreas Dresen sehen.

Katja Eichinger, Witwe des 2011 verstorbenen Erfolgsproduzenten, kam mit männlicher Begleitung. Jasmin Tabatabai versteckte ihren Babybauch unter einer eleganten weißen Robe. Und Matthias Schweighöfer wurde von den einigen hundert Fans besonders begeistert begrüßt, obwohl er nicht für den Preis nominiert war.

Für Stimmung soll bei der Gala Marius Müller Westernhagen mit seiner Band sorgen. Für das Anstoßen mit den Gewinnern stehen 800 Flaschen Champagner bereit, wie die Filmpreis-Veranstalter mitteilten.

Mit rund drei Millionen Euro Preisgeldern ist die Lola die höchst dotierte Auszeichnung für den deutschen Film. Über die Gewinner der Filmpreise entscheiden die 1.400 Mitglieder der Deutschen Filmakademie. Die knapp drei Millionen Euro Preisgelder stellt Kulturstaatsminister Bernd Neumann aus seinem Etat zur Verfügung. Im vergangenen Jahr wurde Andreas Dresens Krebsdrama „Halt auf freier Strecke“ zum besten Spielfilm gekürt.

Die diesjährige Filmpreis-Gala wird noch am Freitagabend um 22.15 Uhr zeitversetzt im ZDF ausgestrahlt.(dpa)

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