+
Die Lohngrenze verläuft mitten durch Berlin, illustriert am einstigen Grenzübergang Sonnenallee.

Lohnentwicklung

Lohnlücke schließt sich nicht

  • schließen

Im Osten verdient man fast ein Drittel weniger Geld - nach wie vor.

Zwischen Ost- und Westdeutschland gibt es nach wie vor erhebliche Lohnunterschiede. So lag der mittlere Monatslohn von Vollzeitbeschäftigten im Osten Ende 2017 bei 2600 Euro brutto. Im Westen waren es 3339 Euro, und damit gut 28 Prozent mehr als im Osten, wie das Bundesarbeitsministerium auf eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion es darstellt. Dabei ist die Spreizung der Löhne erheblich. Am geringsten war das mittlere Monatsentgelt von Vollzeitarbeitnehmern Ende 2017 mit 2391 Euro in Mecklenburg-Vorpommern, am höchsten in Hamburg 3619. In Berlin waren es 3126 Euro.

Bei Betrachtung der „Berufshauptgruppen“ fällt auf, dass die mittleren Bruttolöhne in den Reinigungsberufen am geringsten sind. Ende 2017 waren es 1923 Euro bei Vollzeitbeschäftigten West und 1690 Euro Ost. Besonders gut wird in der IT-Branche bezahlt. Dort lag das mittlere Monatsentgelt 2017 bei 4048 Euro im Osten und bei 5072 Euro im Westen. Die Daten zeigen, dass in Ostdeutschland in 28 Berufsgruppen weniger gezahlt wird als das bundesweite Lohnmittel von 3209 Euro. Im Westen ist das nur in 19 Berufsgruppen der Fall.

FDP-Sozialexperte Johannes Vogel forderte den Bund angesichts dessen auf, die Deutschen „endlich“ stärker zu entlasten. Die zweithöchste Steuer- und Abgabenlast nach Belgien besonders für kleinere Einkommen sei „ein Armutszeugnis“.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion