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USA lösen irakische Armee auf

Zivilverwalter schafft Wehrpflicht ab / Erdölverträge nichtig

BAGDAD / NEW YORK , 23. Mai (ap/dpa/rtr). Der Beschluss der US-Zivilverwaltung bedeutet das Ende der bisherigen irakischen Armee, der Elitetruppe Republikanische Garde sowie des Verteidigungsministeriums und des Informationsressorts. Bremer erklärte, alle diese Einrichtungen seien "an den repressivsten Aktivitäten des Regimes von Saddam Hussein beteiligt" gewesen. Von dem Beschluss sind rund 400 000 Soldaten und Zivilangestellte im ganzen Land betroffen.

Mit sofortiger Wirkung ist auch die Wehrpflicht in Irak vorerst abgeschafft. Nach US-Angaben werde stattdessen ein professionelles "Neues Irakisches Korps" aufgebaut mit der Aufgabe, die Landesverteidigung zu übernehmen. Sie soll unter ziviler Kontrolle stehen, verlautete weiter.

UN-Hilfsorganisationen forderten von den Besatzungsmächten USA und Großbritannien, nach Aufhebung der UN-Sanktionen nun rasch Recht und Ordnung in Irak wieder herzustellen. "Die Zivilbevölkerung - und vor allem die Kinder - ist noch immer gefährdet, besonders, wenn sich die Sicherheitslage nicht verbessert", sagte die stellvertretende UN-Generalsekretärin Louise Frechette in New York.

Nach Angaben von US-Außenminister Colin Powell werden die Besatzungstruppen möglicherweise noch ein bis zwei Jahre in Irak bleiben. Die Dauer hänge davon ab, wie schnell es gelinge, Sicherheit im Land zu gewährleisten und eine stabile Regierung aufzubauen, sagte Powell im französischen Fernsehen. "Ich kann nicht sagen, ob ein Jahr oder zwei Jahre. Ich weiß es nicht", so Powell. "Jeder, der behauptet, er wisse es, kann es auch nicht wissen."

Syriens UN-Botschafter Mikhail Wehbe begrüßte im Nachhinein die Aufhebung der UN-Sanktionen. Syrien hatte am Donnerstag nicht an der Abstimmung im Sicherheitsrat teilgenommen. Sein Fehlen begründete Wehbe damit, dass ihm nicht genügend Zeit gegeben worden sei, die Vorlage zu prüfen.

Nach Angaben von Diplomaten sind mit der neuen Resolution die Lieferverträge für Erdöl ungültig, die Konzerne mit dem Saddam-Regime in Bagdad geschlossen hatten. "Sie werden nicht anerkannt", hieß es. Russland will laut Außenminister Igor Iwanow aber darauf bestehen, dass seine Öl-Verträge mit Irak erfüllt werden.

US-Soldaten entdeckten nach einer Mitteilung des US-Zentralkommandos in einem Lastwagen Gold im Wert von möglicherweise 500 Millionen Dollar. Die rund 2000 jeweils 20 Kilo schwere Barren seien sei bei einer Verkehrskontrolle nahe El Kaim an der Grenze zu Syrien in einem Kleintransporter entdeckt worden.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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