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„Schwachsinnig“: Ehefrau von Ex-Staatssekretär wütet gegen Liz Truss

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Von: Stefan Krieger

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Liz Truss fackelt nicht lange. Kurz nach der Amtsübernahme entlässt die neue Premierministerin große Teile des Kabinetts Johnson.

London – Felicity Cornelius-Mercer, Ehefrau des in Großbritannien entlassenen Ministers Johnny Mercer, hat die neue Regierungschefin Liz Truss nach der Entlassung ihres Mannes auf Twitter als „schwachsinnig“ bezeichnet. Felicity Cornelius-Mercer, teilte im Kurznachrichtendienst mit, das Kabinettssystem „stinkt“ und „behandelt die Menschen entsetzlich“. Dies geschah als Reaktion darauf, dass ihr Mann von der neuen Premierministerin als Minister für Veteranenangelegenheiten abgesetzt worden war.

Mercer, Abgeordneter für den Bezirk Plymouth Moor View, hatte sich verärgert über Truss‘ Schritt gezeigt und gesagt, er sei „enttäuscht“, akzeptiere aber, dass die Premierministerin „das Recht hat, ihre Anhänger zu belohnen.“

Liz Truss
Liz Truss trifft nach ihrem Sieg bei der Wahl zur Vorsitzenden der Konservativen Partei in deren Zentrale in Westminster ein. © Kirsty Wigglesworth/AP/dpa

Liz Truss: „Brutale“ Regierungsumbildung

Truss hatte am Dienstagabend (6. September) fast alle Kabinettsposten neu besetzt. Die ansonsten mit Wertungen eher zurückhaltende Nachrichtenagentur PA nannte die Regierungsumbildung „brutal“. Die Nachfolgerin von Boris Johnson ernannte fast ausschließlich Vertraute, Loyalisten und Vertreter des rechten Flügels ihrer Konservativen Partei. Außerdem entließ Liz Truss alle Unterstützer ihres parteiinternen Widersachers Rishi Sunak.

Entlassener Minister: „Welcher Deiner Kumpel bekommt den Job?“

Der Schilderung Felicity Cornelius-Mercers zufolge fragte ihr Mann die neue Regierungschefin: „Warum solltest Du das tun, wer kann diese Rolle besser erledigen als ich, welcher Deiner Kumpel bekommt den Job? Du hast doch eine Leistungsgesellschaft versprochen.“ Darauf habe Truss angeblich geantwortet: „Ich weiß es nicht.“ Später teilte die Downing Street mit, dass Staatssekretär James Heappey zusätzlich Mercers Aufgaben übernimmt. 

Mercer selbst hatte eine lange Rücktrittserklärung getwittert, begleitet von den Worten: „Ich werde Zeit mit meiner Familie verbringen und keine Medienanfragen beantworten.“ (skr/dpa)

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