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Wieler
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Lothar Wieler, Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI).

Coronavirus

RKI-Chef Lothar Wieler über harten Lockdown – „Dann sehe ich keine andere Möglichkeit“

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Wegen der steigenden Corona-Zahlen in Deutschland äußert sich das Robert Koch-Institut in einem Briefing . Der Live-Ticker.

  • Das Robert Koch-Institut nimmt zu den steigenden Corona*-Neuinfektionen in Deutschland Stellung.
  • Bereits vergangene Woche sprach RKI-Chef Lothar Wieler über die „vielen weiteren Todesfälle“.
  • Inzwischen sind mehr als 20.000 Menschen in Deutschland an den Folgen einer Corona-Erkrankung gestorben.
  • RKI-Chef Lothar Wieler nennt den Anstieg von Corona-Fallzahlen „besorgniserregend“.
  • Zuletzt meldete das Institut einen neuen Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland.
  • Falls die Infektionsrate nicht zurückgehe, sehe Wieler „keine andere Möglichkeit“ als einen harten Lockdown in Deutschland.
  • Wieler appellierte außerdem daran, an Weihnachten „nicht zu reisen“, um eine mögliche Steigerung des Infektionsgeschehens zu verhindern.

>>>Ticker aktualisieren<<<

+++ 11.04 Uhr: Das Briefing des Robert Koch-Instituts ist beendet.

+++ 11.01 Uhr: Sei es nicht sofort Zeit, den nächsten Lockdown zu fordern, statt nach Weihnachten? Auf die Frage eines Journalisten hin antwortet Wieler: „Ich denke, die wichtige Maßnahme ist die, dass Lockerungen über Weihnachten nicht kommen. Die Maßnahmen, die beschlossen werden, sind aber politische Maßnahmen und werden von Bund und Ländern beschlossen. Ich kann nur alle Mitbürger*innen bitten, sich an die Kontaktbeschränkungen zu halten. Leugner dieser Krankheit wird vermutlich niemand belehren können, doch ein Großteil der Mitbürger*innen versteht die Dringlichkeit der Situation.“

+++ 10.52 Uhr: Laut RKI-Chef Lothar Wieler gebe es keinen Ort, an dem man sich nicht anstecken könne. Viele Infektionen seien daher nicht nachvollziehbar.

RKI-Chef Lothar Wieler im Live-Ticker: Nicht an Weihnachten reisen

+++ 10.48 Uhr: Ein Journalist fragt nach Maßnahmen, die erst für die Zeit nach Weihnachten angekündigt sind. „Wir wissen, dass das kein hilfreiches Szenario wäre. Es ist möglich, dass die Zahlen über Weihnachten nach oben gehen werden.“ Deshalb appelliere man daran, nicht quer durch die Bundesrepublik zu reisen und damit die Fallzahlen zu steigern. „Ich kann alle Mitmenschen nur bitten, dass sie an Weihnachten nicht reisen werden.“

+++ 10.42 Uhr: Es gebe eine Reihe von Gründen für die steigenden Ausbrüche in Pflegeheimen, wie Lothar Wieler auf Nachfrage erklärt. Die Senioren seien eine extrem vulnerable Gruppe, weswegen bei einer Infektion die Sterberate sehr hoch sei. Die Rate liege bei über 80 Jahre alten Bewohnern von Pflegeheimen bei 15 bis 20 Prozent.

+++ 10.39 Uhr: Die Entwicklung in Deutschland sei „nicht so, wie ich mir das gewünscht habe“, so RKI-Chef Lothar Wieler. Insbesondere die Risikowahrnehmung habe sich verändert. So denken viele Menschen, sie würden sich an die Maßnahmen halten, täten es aber eigentlich nicht. Auf die Nachfrage hin, ob nur ein harter Lockdown helfen könne, sagte Wieler. „Wenn die Menschen nicht alleine die 60-Prozent-Kontaktreduktion schaffen, muss man sicherlich entsprechende Maßnahmen ergreifen. Dann sehe ich keine andere Möglichkeit.“ 

RKI-Chef Lothar Wieler appelliert: „Das Jahr 2020 ist bald vorbei - nicht aber unsere Solidarität.“

+++ 10.34 Uhr: Ute Rexroth erläutert, dass die Todesfälle in Deutschland regional unterschiedlich verteilt sind. Insbesondere die südlichen Bundesländer seien von hohen Todeszahlen betroffen. 

+++ 10.27 Uhr: „Ich danke den Angstellen von Pflegeheimen, nicht nur für ihre Arbeit in den Heimen, sondern auch für ihre privaten Anstrengungen, keine Infektionen in die Häuser hineinzutragen“, so Wieler. Zum Schluss des Briefings appelliert Wieler: „Wir können die Trendwende nur gemeinsam schaffen. Das Jahr 2020 ist bald vorbei - nicht aber unsere Solidarität.“

Corona in Deutschland: „Wir werden erst einmal nicht genug Impfstoff haben“

+++ 10.20 Uhr: RKI-Chef Lothar Wieler spricht über Impfungen in Deutschland. Die Bundesregierung habe einen Entwurf für die geplanten Impfmaßnahmen veröffentlicht. Die Bundesländer haben nun die Gelegenheit, zu diesem Entwurf Stellung zu nehmen. Die Empfehlung gilt der Zulassung eines Impfstoffs und mit der Zulassung eines ersten Impfstoffes wird „sehr bald“ gerechnet. Trotzdem betont Wieler: „Wir werden erst einmal nicht genug Impfstoff haben, um jeden Einwohner Deutschlands zu impfen.“ Zunächst sollen Menschen über 80 und Arbeitnehmer mit besonders hohem Infektionsrisiko eine Impfung angeboten werden.

+++ 10.10 Uhr: Lothar Wieler ergreift das Wort. Man habe die Erfassungssysteme des RKI „stetig weiterentwickelt“, um die Erkennung des Coronavirus in Deutschland voranzutreiben. Man könne die Infektionen mit Covid-19 jedoch nur schwer eindämmen, da nur wenige Menschen immun gegen die Erkrankung seien. 

+++ 10.06 Uhr: Dr. Ute Rexroth spricht über den „Höchstwert“ der Fallzahlen. Die gemeldeten 23.679 Neuansteckungen seien ein neuer „trauriger Höchstwert“. Man sehe nach wie vor viele Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Es seien mehr Fälle als im Frühjahr. „Die Zahl der Intensivpatienten steigt dementsprechend auch weiterhin an.“ Es sei „absolut wichtig“, dass die Inzidenzen in allen Altersgruppen fallen, um gefährdete Gruppen zu schützen.

RKI-Chef Lothar Wieler im Live-Ticker: „Die Lage ist nach wie vor sehr ernst“

+++ 10.03 Uhr: „Immer noch infizieren sich zu viele Menschen mit Sars-CoV-2. Die Gesundheitsämter sind zusehends erschöpft. Wir sehen immer mehr Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen. Wir wissen, dass es auch bei Patienten, die die Krankheit gut überstehen, zu Langzeitfolgen kommen kann.“ Das Infektionsgeschehen könne rasch wieder exponentiell ansteigen. Es gelte zu verhindern, dass dies geschehe, so Wieler. 

+++ 10.00 Uhr: RKI-Chef Prof. Dr. Lothar Wieler eröffnet das Briefing des Robert Koch-Instituts. Anwesend ist auch seine Kollegin Dr. Ute Rexroth. „Die Lage ist nach wie vor sehr ernst. Sie hat sich im Vergleich zu letzter Woche sogar verschlechtert. Wir sehen wieder einen Anstieg der Fallzahlen“, sagt Wieler. Es könne schnell wieder zu einem exponentiellen Wachstum der Neuinfektionen kommen.

Erstmeldung vom 10.12.2020, 09.53 Uhr: Berlin – Das Robert Koch-Institut (RKI) will am heutigen Donnerstag (10.12.2020) ein Briefing zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland geben. Geplant ist die Pressekonferenz für 10.00 Uhr. Bereits vergangene Woche äußerte sich RKI-Chef Lothar Wieler zu den steigenden Zahl der Corona-Toten.

Live-Ticker über Corona-Krise in Deutschland: Mehr als 20.000 Menschen gestorben

In Deutschland sind mittlerweile bereits mehr als 20.000 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben. Wie das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in Berlin mitteilte, stieg die Zahl der Corona-Toten hierzulande um 440 auf 20.372 Fälle. Zugleich wurde bei den Neuinfektionen mit 23.679 Fällen der bislang höchste Stand seit Beginn der Pandemie registriert.

Bei den Neuinfektionen hatte der Höchststand zuvor bei 23.648 gelegen, die am 20. November gemeldet worden waren. Die neue Rekordzahl von 23.679 Neuansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus binnen 24 Stunden liegt um 1633 über dem Wert vor einer Woche.

Live-Ticker zur Corona-Situation in Deutschland: Kommt ein harter Lockdown?

Wegen der steigenden Fallzahlen nehmen derzeit Forderungen nach einer Verschärfung der Corona-Restriktionen zu. Damit stehen auch die für Weihnachten und Silvester beschlossenen Lockerungen des Teil-Lockdowns auf der Kippe. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Mittwoch in einer Bundestagsrede gefordert, nach Weihnachten nicht dringend benötigte Geschäfte bis zum 10. Januar zu schließen. Auch sollten die Schulferien verlängert oder auf Digitalunterricht umgestellt werden. (Marvin Ziegele mit Agenturen) *fr.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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