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RKI-Chef Lothar Wieler will sich zu der aktuellen Corona-Situation in Deutschland äußern.
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RKI-Chef Lothar Wieler will sich zu der aktuellen Corona-Situation in Deutschland äußern.

Robert Koch-Institut

Live-Ticker zur Corona-Lage in Deutschland: RKI fordert Hygienebeautragte an Schulen

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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In der Corona-Pandemie läuft es auf einen längeren Teil-Lockdown bis zum 10. Januar hinaus. Das Robert Koch-Institut will sich auf einer Pressekonferenz äußern.

  • Der wegen der Corona-Pandemie* geltende Teil-Lockdown soll verlängert werden.
  • Grund dafür ist die hohe Zahl der Neuinfektionen in Deutschland*.
  • Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), hat sich in einer Pressekonferenz live geäußert. Der Live-Ticker.
  • Die Zahl der neuen Corona-Fälle in Deutschland muss laut RKI-Chef Lothar Wieler stärker gesenkt werden.
  • Es sei mit „vielen weiteren Todesfällen“ wegen der Corona-Krise zu rechnen.
  • Die Gesundheitsämter in Deutschland seien zusehends erschöpft.
  • Wieler rief auch eindringlich dazu auf, Regeln zu Abstand, Hygiene und Alltagsmasken „immer und überall“ zu beherzigen.
  • Das RKI hält Tests und Hygienebeauftragte an Schulen für sinnvoll.
  • Besonders dramatisch sei die Situation in Pflegeheimen, „jeder Fünfte“ sterbe im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

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+++ 11.00 Uhr: Die Pressekonferenz ist beendet.

+++ 10.54 Uhr: Die Corona-Lage sei weiterhin „angespannt“, so ein Journalist vor Ort. Gäbe es einen Trend, der Hoffnung macht? „Das hat Frau Rexroth gut dargestellt. Sie sehen, dass die Inzidenzen in allen Altersgruppen sinken. Wir sehen diese Erholungen. Dieser Trend zeigt eindeutig in die richtige Richtung. Ich wäre wirklich glücklich, wenn alle von uns diese Krankheit so ernst nehmen, dass sie sich alle an diese Regeln halten.“ Ein Großteil der Bevölkerung könne die Corona-Regelungen einhalten. „Diese Pandemie lebt von unserem Verhalten“.

+++ 10.48 Uhr: Die Süddeutsche Zeitung fragt nach den geplanten Corona-Impfungen. Warum müsse man für die Feinabstimmungen, wer zuerst geimpft werde, warten? „Es gibt drei klinische Phasen“, so RKI-Chef Wieler. „Die dritte kommt erst zustande, wenn die ersten beiden erfolgreich durchgelaufen sind.“ Die Daten, auf die derzeit gewartet werde, seien „extrem wichtig“ und auf den Daten „beruhe die gesamte Zulassung“. Deshalb müsse man zunächst Geduld haben.

RKI im Live-Ticker: „Es gibt immer noch Menschen, die leugnen diese Krankheit“

+++ 10.41 Uhr: Habe Deutschland es verpasst, eine schnellere Reduktion der Zahlen zu schaffen? Auf die Frage eines Journalisten der Associated Press antwortet RKI-Chef Wieler: „Wir gucken immer in Zeiträumen. Auch wenn Deutschland im Frühjahr als Beispiel genutzt wurde, kriegen wir die Zahlen derzeit nicht runter. Die Gründe dafür sind die Verhaltensweisen der Menschen. Es gibt immer noch Menschen, die leugnen diese Krankheit. Doch da das Virus auch immer häufiger in Bekanntenkreisen auftritt, bin ich mir sicher, dass die Compliance steigen wird.“

+++ 10.35 Uhr: Auf die Frage hin, inwieweit die Maßnahmen des Teil-Lockdowns zum Schutz vor dem Coronavirus beitragen, antwortet Wieler: „Die Corona-Zahlen von Frau Rexroth zeigen ja genau, dass ältere Menschen eine hohe Inzidenz haben. Die Maßnahmen einer gesamten Kontaktreduktion sind durchaus sinnvoll. Wir können ältere Menschen tatsächlich nur durch unser Verhalten schützen. Egal, welche Regeln wir aufstellen werden, wenn die Compliance nicht stimmt, wird es nichts nutzen.“

+++ 10.31 Uhr: Ein Reporter vom NDR fragt nach Impfzentren. Wieler erklärt, warum Impfzentren benötigt werden. Es sei eine „riesige logistische Aufgabe“, so viele Menschen impfen zu wollen. Deshalb brauche man zentrale Einrichtungen.

Corona-Krise in Deutschland: RKI: „Schnelltests sind nicht 100 Prozent sicher“

+++ 10.30 Uhr: Eine Journalistin fragt nach Schnelltests, um Veranstaltungen zeitnah wieder zu ermöglichen. Wieler antwortet: „Die Schnelltests dienen dazu, schnell Menschen zu identifizieren, die positiv oder negativ sind. Wenn sie positiv getestet werden, dann müssen sie in Isolation. Diese Schnelltests sind Momentaufnahmen. Alle Zusammenkünfte beinhalten ein Risiko, da diese Schnelltests auch nicht 100 Prozent sicher sind. Ich halte die Maßnahme, dass man Zusammenkünfte vieler Menschen unterbindet, für die effektivste Maßnahme.“

+++ 10.28 Uhr: Wieler plädiert für „Hygienebeauftragte an den Schulen.“ In den Bildungseinrichtungen seien Testungen im Rahmen des Hygienekonzeptes und zur Bekämpfung des Coronavirus angebracht. Wieler hält es für sinnvoll, „wenn ein bestimmter Lehrer zum Hygienebeauftragten ernannt würde, dieser natürlich auch entsprechend weitergebildet wird von den lokalen Behörden, um dann diese Tests sinnvoll einzusetzen.“

+++ 10.26 Uhr: Die Deutsche Presse-Agentur fragt nach einer möglichen Inzidenz unter 50. Sie wolle wissen, ob dieses Ziel über Weihnachten erreicht werden könne. Rexroth antwortet: „Wir haben gute Beispiele. Hamburg hat zum Beispiel 69 aus 100.000. Natürlich geht es nicht wahnsinnig schnell. Das dauert seine Zeit. Wir brauch ein wenig Geduld, um zu sehen, ob die Maßnahmen wirken.“

RKI-Chef Wieler: „Bitte, lassen Sie uns alle unsere Kontakte reduzieren“

+++ 10.23 Uhr: Auf die Frage eines Journalisten nach den Hygienekonzepten in Pflegeheimen erläutert Wieler die Details des Konzeptes und spricht über Corona-Tests unter den Pflegekräften. „Die Testungen dienen der Überprüfung, ob das Hygienekonzept funktioniert. Der Test selber, selbst wenn er negativ ausfällt, bedeutet ja keinen Schutz vor der Krankheit. Dieser Sicherheit darf man sich nicht hingeben.“

+++ 10.18 Uhr: RKI-Chef Wieler fasst die Situation zusammen. Das Ziel sei es nach wie vor, neue Infektionen zu verhindern. Das werde es auch während der gesamten Pandemie bleiben. Dieses Ziel könne man nur gemeinsam schaffen. Man stehe Sars-Cov-2 nicht hilflos gegenüber. Die Gesamtstrategie bestehe daraus, dass die gesamte Bevölkerung mitmacht. Der erste Schritt sei die Eindämmung, also die Verhinderung einer weiteren Ausbreitung. Der zweite Schritt sei der Schutz von besonders schützenswerten Gruppen. „Das Risiko ist immer da. Jeder und jeder einzelne von uns kann dazu beitragen, die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Bitte, lassen Sie uns alle unsere Kontakte reduzieren.“

RKI-Chef Lothar Wieler im Live-Ticker: „Wir müssen unsere ältesten Mitmenschen daher dringend schützen“

+++ 10.12 Uhr: RKI-Chef Lothar Wieler ergreift das Wort. Er spricht davon, dass aktuell vor allem Bewohner von Pflegeheimen sich einem hohen Infektionsrisiko aussetzen. Besonders dramatisch schildert WIeler die Lage in Pflegeheimen. Dort sei die Sterblichkeit unter den Bewohnern besonders hoch. „Jeder Fünfte stirbt“ von den Bewohnern, die sich mit Covid-19 infizieren. Die Corona-Ausbrüche würden sich auf einem ähnlich hohen Niveau bewegen wie zu Beginn der Pandemie. Die in Alten- und Pflegeheimen eingeführten Maßnahmen seinen „nicht im gleichen Maße erfolgreich“ wie in Krankenhäusern. „Wir müssen unsere ältesten Mitmenschen daher dringend schützen.

Die Alten- und Pflegeheime müssten „mithilfe der Gesundheitsämter unterstützt werden.“ Es sei jedoch jeder einzelne in der Verantwortung, die ältesten Menschen zu schützen. „Das Virus kennt keine Grenzen und keine Uhrzeiten.“

RKI-Chef Lothar Wieler im Live-Ticker: „Das Virus kennt keine Grenzen und keine Uhrzeiten“

+++ 10.09 Uhr: „Viele ältere Menschen sind von einer Corona-Infektion betroffen. Auch hier steigt die Inzidenz, und das ist wirklich besorgniserregend, weiter an. Dazu sehen wir auch immer mehr Ausbrüche in Pflegeheimen. Viele Menschen müssen ins Krankenhaus. Dadurch steigt auch die Zahl der Menschen, die intensivmedizinisch betreut werden müssen. Fast 3019 Menschen befinden sich bundesweit in intensivmedizinischer Behandlung.“ Rexroth gibt an, dass 17.602 Menschen an den Folgen an einer Corona-Erkrankung verstorben sind.

Corona in Deutschland: „Vor allem junge Erwachsene betroffen“

+++ 10.06 Uhr: Anhand einer Grafik gibt Rexroth einen Überblick über die Corona-Situation in Deutschland. Außerdem erläutert sie die Inzidenz nach Altersgruppen. „In den letzten Wochen waren vor allem die jungen Erwachsenen und Erwachsenen im Alter von 19 bis 59 Jahren von der Corona-Krise betroffen.“

+++ 10.04 Uhr: Ute Rexroth, Leiterin des Fachbereich Surveillance des RKIs, spricht jetzt. „Die Fallzahlen sind weiter auf einem hohen Niveau. Sie sinken deutschlandweit nicht spürbar.“ Der 7-Tageswert würde seit Wochen schwanken und liege nun bei 0,89.

+++ 10.02 Uhr: Wieler betont, dass die Zahl der Neuinfektionen deutlich gesenkt werden muss. „Es ist mit vielen weiteren Todesfällen zu rechnen“ Allerdings sei man „diesem Virus nicht hilflos ausgeliefert.“ Covid-19 sei eine „vermeidbare Erkrankung“. Abstand halten, Hygieneregeln und Masken seien nach wie vor die besten Regeln im Kampf gegen das Coronavirus.

RKI: „Zahl der Todesfälle steigt von Woche zu Woche“

+++ 10.00 Uhr: Die Pressekonferenz beginnt. RKI-Chef Lothar Wieler betritt die Bühne. „Es infizieren sich immer mehr Menschen mit dem Coronavirus. Wir schaffen es nicht mehr zu ermitteln, wo das Virus genau ausbricht. Es wird schwieriger, Menschen in Pflegeheimen zu schützen. Auch Krankenhäuser stoßen an ihre Belastungsgrenzen. Wir sehen auch, dass die Zahl der Todesfälle von Woche zu Woche steigt.“

+++ 09.50 Uhr: In wenigen Minuten wird Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, sich zu der aktuellen Corona-Situation in Deutschland äußern. Die Pressekonferenz ist für 10 Uhr terminiert.

Erstmeldung vom Donnerstag, 03.12.2020, 09.45 Uhr: Berlin – Der wegen der Corona-Pandemie verhängte Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Museen, Theatern und Freizeiteinrichtungen wird bis zum 10. Januar verlängert. Das beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihren Beratungen am Mittwoch. „Im Grundsatz bleibt der Zustand, wie er jetzt ist, mit Ausnahme natürlich der Weihnachtsregelungen, die noch extra getroffen wurden“, sagte Merkel nach den Beratungen.

Live-Ticker zur RKI-PK: Wegen hoher Neuinfektionen – Teillockdown soll bis Januar verlängert werden

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen hatten vor allem Merkel, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Schalte für eine Verlängerung des Teil-Lockdowns wegen der Corona-Krise bis einschließlich 10. Januar plädiert. Laschet wurde aus der Runde mit den Worten zitiert: „Wir sorgen für Klarheit.“ Am 4. Januar wollen Bund und Länder dann darüber beraten, wie es anschließend weitergehen soll.

Der Teil-Lockdown gilt seit Anfang November und war in der vergangenen Woche zunächst bis kurz vor Weihnachten verlängert worden. Merkel verwies am Mittwoch aber darauf, dass man im Durchschnitt noch weit von dem Ziel entfernt sei, zu einer Inzidenz von 50 Neuinfektionen mit dem Coronavirus je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zu kommen.

Live-Ticker: Robert Koch-Institut meldet Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) zuletzt innerhalb von 24 Stunden 479 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus, wie merkur.de* berichtet. Am Mittwoch war mit 487 Todesfällen der höchste Tageswert seit Beginn der Pandemie erreicht worden. Zudem stecken sich in Deutschland nach wie vor vergleichsweise viele Menschen mit dem Virus an.

22.046 Neuinfektionen wurden gemeldet, wie aus RKI-Zahlen vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Das war nur knapp unter dem Niveau eine Woche zuvor. Das RKI will nun in einer Pressekonferenz Stellung zu der Corona-Situation in Deutschland nehmen. (Marvin Ziegele mit Agenturen) *fr.de und merkur.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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