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Christian Lindner und FDP Generalsekretär Volker Wissing wollen am Sonntag mit der Union sondieren.
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Christian Lindner und FDP Generalsekretär Volker Wissing wollen am Sonntag mit der Union sondieren.

News-Ticker

Chaos um Sondierungsgespräche: FDP und Union sondieren jetzt doch

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Die Union erlebt bei der Bundestagswahl 2021 eine schwere Niederlage. Dennoch kommt sie als Regierungspartei infrage. Der News-Ticker.

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+++ 10.28 Uhr: CDU, CSU und FDP wollen sich am Sonntagabend zu ersten Sondierungen über eine mögliche Regierungszusammenarbeit treffen. Das vereinbarten die drei Parteivorsitzenden Armin Laschet (CDU), Markus Söder (CSU) und Christian Lindner (FDP) am Mittwochabend, berichtet aktuell die afp. Sie will es aus Unionskreisen erfahren haben. Ein Gespräch zwischen Union und Grünen ist demnach für Anfang kommender Woche geplant.
 

Sondierungsgespräche: FDP und Union finden keinen Termin - „Weiß nicht, wen man anrufen soll“ 

Update vom Donnerstag, 30.09.2021, 9.45 Uhr: Das Zustandekommen eines ersten Gesprächs zwischen FDP und Union über eine mögliche Regierungsbildung ist laut FDP-Generalsekretär Volker Wissing noch unklar. „Noch hat die CDU keinen festen Gesprächstermin mit uns vereinbart“, sagte Wissing am Mittwochabend im ZDF.

Zuvor hatte FDP erklärt, sie habe das Gesprächsangebot der Union angenommen und einen Termin am Samstag angeboten. Im ZDF sagte Wissing, dieser Termin könne jetzt aber von der Union aus wohl nicht so stattfinden. „Jetzt muss man schauen, wann das genau sein wird“, fügte Wissing hinzu. Am Sonntag werde die FDP mit der SPD sprechen.

FDP: Union ist noch nicht raus

FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae sagte am Donnerstagmorgen im RBB-Inforadio, „wenn wir momentan die Union anrufen wollten, wüsste ich nicht auf Anhieb sicher, welche Telefonnummer ich wählen soll“. Die Union habe jetzt „eine schwere Aufgabe“ zu meistern. „Von daher warten wir mal ab, wie die Union über diese Klippe kommt, ob sie über die Klippe kommt“, sagte Thomae.

„Aber die Union ist nicht raus“, betonte der FDP-Politiker zugleich mit Blick auf eine mögliche Zusammenarbeit.

Union nach der Bundestagswahl: Laschet „wird Woche nicht überstehen“

+++ 17.00 Uhr: Für Wolfgang Kubicki ist das Ende von Armin Laschets Karriere als Parteichef bereits besiegelt. „Ich vermute mal, dass Armin Laschet diese Woche nicht überstehen wird, weil die öffentlichen Beeinträchtigungen von ihm massiv sind – die immer stärker werden. Es gibt Rücktrittsforderungen jetzt zunächst von nachrangigen Persönlichkeiten. Das wird aber immer stärker“, sagte der FDP-Politiker dem NDR.

Bundestagswahl 2021: Luft für Armin Laschet wird dünner

Kubicki begründete seine Einschätzung mit der Infragestellung von Laschets Autorität: „Ich kann mir schwer vorstellen, wie er mit einer Union, die nicht komplett zu 100 Prozent hinter ihm steht, die Herausforderungen der nächsten Tage überstehen will.“ Er betonte zudem, dass er ein Jamaika-Bündnis für unwahrscheinlich halte.

+++ 16.00 Uhr: Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat seinem SPD-Rivalen Olaf Scholz per Brief zu den Stimmenzuwächsen der Sozialdemokraten bei der Bundestagswahl gratuliert. Der CDU-Chef hatte am Montag nach den Gremiensitzungen seiner Partei in Berlin allen demokratischen Parteien gratuliert, die Stimmenzuwächse verzeichnen konnten. Danach habe Laschet auch Olaf Scholz in einem persönlichen Brief gratuliert, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch auf Anfrage. Dem CDU-Chef war vorgehalten worden, Scholz nach der Wahl nicht gratuliert zu haben.

Bundestagswahl 2021 Live: „Armin Laschet wird bestimmt nicht als Fraktionsvorsitzender kandidieren“

+++ 14.30 Uhr: Die FDP will am Wochenende auch mit der Union und dann mit der SPD eine mögliche Beteiligung an einer neuen Bundesregierung sondieren. Zuvor werde es am Freitag eine weitere Gesprächsrunde mit den Grünen geben, sagte FDP-Generalsekretär Volker Wissing am Mittwoch in Berlin nach ersten Gesprächen mit den Grünen am Abend davor.

Kanzlerkandidat Armin Laschet (l.) und Fraktionsvorsitzender Ralph Brinkhaus (r.).

+++ 11.30 Uhr: Ralph Brinkhaus, Fraktionsvorsitzender der Union im Bundestag, hat sich kritisch gegenüber Kanzlerkandidat Armin Laschet geäußert. Angesprochen auf die Ambitionen Laschets, falls die Union in die Opposition gehen müsse, sagte Brinkhaus in den „Tagesthemen“ der ARD: „Armin Laschet wird bestimmt nicht als Fraktionsvorsitzender kandidieren, wenn wir in die Opposition gehen.“ Als Parteivorsitzender sei man schließlich „gut beschäftigt“, so der Fraktionsvorsitzende weiter.

Brinkhaus wurde am Dienstagabend mit 164 von 196 Stimmen erneut zum Fraktionschef der Union gewählt. Zuvor hatte sich Laschet diesbezüglich geäußert und eine „kommissarische“ Funktion vorgeschlagen.

+++ 9.00 Uhr: Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther sieht die CDU in einer sehr ernsten Lage. „Die Situation ist aus meiner Sicht dramatisch. Eine CDU, die weniger als 25 Prozent holt, hat selbstverständlich Reformbedarf“, sagte er im Interview der Kieler Nachrichten. 

Wenn die Union dauerhaft Volkspartei bleiben wolle, dann heiße das definitiv Erneuerung, also „wichtige Themen zu besetzen und als Union wieder erkennbarer zu werden. Es muss jedem klar sein, dass dieser Prozess jetzt eine extrem wichtige Bedeutung hat.“ Die Union müsse aber in der Mitte verortet bleiben, sagte Günther. „Dann gewinnen wir wieder die Herzen der Menschen. Genau mit diesem Weg wird man auch die AfD wieder kleinbekommen.“

Bundestagswahl 2021 Live: Neue Umfrage – Mehrheit fordert Laschet-Rücktritt

Update vom Mittwoch, 29.09.2021, 8.15 Uhr: Eine deutliche Mehrheit der Menschen in Deutschland würde einen Rücktritt von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet von allen seinen politischen Ämtern begrüßen. Demnach sprechen sich 68 Prozent dafür aus, wie aus einer am Mittwoch (29.09.2021) veröffentlichten YouGov-Umfrage hervorgeht. 13 Prozent lehnen das ab. 

Bundestagswahl 2021 Live: Debakel für Union – Laschet „wie Blei“

+++ 13.35 Uhr: Der neue Chef der sächsischen Landesgruppe im Bundestag, Carsten Körber, sieht nach der Bundestagswahl keinen Regierungsauftrag für seine Partei. Die Union solle sich auf die Opposition vorbereiten, so Körber am Dienstag bei MDR Aktuell. Man stehe aber bereit, wenn die SPD keine Koalition bilden könne.

Körber machte den Unions-Kanzlerkandidaten Armin Laschet für die Wahlniederlage von CDU und CSU verantwortlich. „Die Personalie Laschet lag wie Blei auf unserem Wahlkampf.“ Zugleich verteidigte der sächsische Politiker seinen Vorgänger Marco Wanderwitz, den er am Montag als Landesgruppenchef abgelöst hatte. Dieser hatte mit Äußerungen über die Diktatur-Sozialisierung der Ostdeutschen für Dikussionen gesorgt. „Es ist keinesfalls so, wenn man sich das desaströse Ergebnis der CDU in Sachsen anschaut, dass man sich das allein mit diesen Äußerungen erklären kann“, sagte Körber dazu. In der Sache sei es richtig, was Wanderwitz gesagt habe. „Vom Ton her kann man geteilter Meinung sein.“

Bundestagswahl 2021: Julia Klöckner mischt sich ein

Update vom Dienstag, 28.09.2021, 11.55 Uhr: Kurz vor der konstituierenden Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag ruft die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner ihre Partei zur Mäßigung auf. „Wir sind eine staatstragende Partei, dazu gehört nicht Kopflosigkeit, sondern Berechenbarkeit“, sagte die scheidende Landesvorsitzende von Rheinland-Pfalz der Rheinischen Post.

Eine Aufarbeitung der Wahl und eine Erneuerung des Parteiauftretens seien angesichts des Ergebnisses unumgänglich. „Wovon ich aber nichts halte, ist jetzt ohne Plan das Dach abzudecken und die Wände einzureißen“, betonte Klöckner.

Bundestagswahl 2021: Armin Laschet will Jamaika - Olaf Scholz stellt Verhandlungsteam auf

+++ 16.30 Uhr: Die SPD will schnell mit den Gesprächen über eine Regierungskoalition beginnen. Dementsprechend wurde bereits am Tag nach der Wahl festgelegt, wer an den Sondierungsgesprächen mit anderen Parteien teilnehmen soll, berichtet die Nachrichtenagentur dpa, die aus einer SPD-Parteivorstandssitzung erfahren hat, dass neben Kanzlerkandidat Olaf Scholz und den SPD-Parteichefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans auch Generalsekretär Lars Klingbeil, Fraktionschef Rolf Mützenich und die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer sondieren sollen.

Scholz hatte zuvor angekündigt, mit den Grünen und der FDP über die Bildung einer „sozial-ökologisch-liberalen“ Regierung zu sprechen, die Union um Kanzlerkandidat Armin Laschet macht an FDP und Grüne das „Angebot“ einer Jamaika-Regierung. Die Grünen wollen sich dagegen zuerst und primär mit der SPD unterhalten (s. Update von 15.24 Uhr). Es kristallisiert sich heraus, dass die Parteichefs von FDP und Grünen, Christian Lindner, Annalena Baerbock und Robert Habeck „Kanzlermacher“ werden dürften – an Grünen und FDP führt bei einer Regierungskoalition kein Weg vorbei.

Bundestagswahl 2021: Grüne wollen mit SPD über Koalition reden

+++ 15.24 Uhr: Während Armin Laschet ein Angebot über Gespräche für eine „Jamaika“-Koalition machen will, blitzt der Unions-Kanzlerkandidat bei den Grünen erst einmal ab. Bei einer Pressekonferenz nach dem Wahltag macht Annalena Baerbock zwischen den Zeilen deutlich, dass man sich zuerst und primär mit der SPD unterhalten werde.

+++ 14.15 Uhr: Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet gibt auf einer Pressekonferenz zu, dass die Union verloren hat. „Die Gründe sind vielschichtig“, so Laschet. Er wisse, dass auch er seinen „persönlichen Anteil“ daran habe. Mehr dazu lesen Sie im Live-Ticker zum Auftritt von Armin Laschet.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Union hat keinen zwingenden Anspruch auf Regierungsführung

+++ 12.13 Uhr: Nach der knappen Niederlage der Union bei der Bundestagswahl beansprucht die CSU keinen Auftrag zur Regierungsbildung mehr. CSU-Chef Markus Söder betonte nach Teilnehmerangaben am Montag (27.09.2021) in einer Sitzung des Parteivorstands, dass die Union nach dem Absturz bei der Bundestagswahl keinen zwingenden Anspruch auf die Regierungsführung erheben könne.

Die Union sei auf Platz zwei und nicht eins gelandet, es gebe daraus keinen Anspruch auf die Regierungsführung - allerdings ein Angebot für Gespräche, sagte Söder nach Teilnehmerangaben. Ein solches Angebot mache man - aber es werde kein „Anbiedern um jeden Preis“ bei Grünen und FDP geben, stellte er klar.
 

Bundestagswahl 2021 live - Laschet rudert nach Debakel zurück: „Haben keinen Regierungsauftrag“  

+++ 11.45 Uhr: Wende bei der Union: Medienberichten zufolge soll Armen Laschet seine Aussage zurückgenommen haben, von einem „klaren Regierungsauftrag“ auszugehen. Am Wahlabend war dies eines seiner ersten Statements gewesen. Nun berichtet die Bild unter Bezugnahme auf Präsidiumskreise, Laschet gehe nicht mehr von einem Regierungsauftrag aus.

Demnach habe das Springer-Blatt eine Aussage von Armin Laschet zugespielt bekommen. Er soll behauptet haben, dass „in den Medien geschrieben wird, dass wir einen Regierungsanspruch formuliert haben“. Dies sei nicht der Fall, lediglich habe er auf die Ergebnisse und ein neues Parteiensystem verwiesen. Der Bild zufolge muss die Stimmung bei dem Unionstreffen aufgeladen gewesen sein. „Müssen ehrlich analysieren, dass wir als Union diese Wahl nicht gewonnen haben. Der Kandidat ist hierbei als Erstes zu nennen. Er hat jedes Fettnäpfchen mitgenommen, das es gab“, soll etwa JU Bayern-Chef Christian Doleschal gepoltert haben.

Nach der Bundestagswahl 2021: Olaf Scholz bekräftigt Regierungsauftrag

+++ 11.35 Uhr: SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat am Morgen nach der Bundestagswahl den Anspruch der Sozialdemokraten zur Regierungsbildung bekräftigt. Die SPD habe den Auftrag bekommen, die Regierung zu bilden - im Bund, und bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin, sagte Scholz am Montag (27.09.2021) im Willy-Brandt-Haus in Berlin.

Wer wird Kanzler? Vorläufiges Endergebnis zeigt Debakel für Laschet

+++ 6.40 Uhr: Der Bundeswahlleiter hat das vorläufige Endergebnis der Bundestagswahl 2021 bekannt gegeben. Demnach erhielt die SPD 25,7 Prozent der Stimmen. Die Union erreichte 24,1 Prozent. Die Grünen kamen mit 14,8 Prozent auf Platz drei, gefolgt von der FDP mit 11,5 Prozent und der AfD mit 10,3 Prozent. Die Linke verfehlte mit 4,9 Prozent der Stimmen die Fünf-Prozent-Hürde. Da sie aber drei Wahlkreise direkt gewann, greift die sogenannte Grundmandatsklausel. Das bedeutet, dass die Linke mit der vollen Zahl von 39 Abgeordneten in den Bundestag einzieht, die ihr laut dem Zweitstimmenergebnis zusteht. Einen Sitz im neuen Bundestag bekommt zudem der Südschleswigsche Wählerverband (SSW).

Bundestagswahl 2021 live: Wer wird Bundeskanzler? Debakel für Laschet

+++ 5.23 Uhr: Alle 299 Wahlkreise sind ausgezählt. Nach der Auszählung hat die SPD die Bundestagswahl 2021 klar vor der Union gewonnen. Die Sozialdemokraten legen zu und kommen auf 25,7 Prozent, wie der Bundeswahlleiter auf der Website bekannt gab. Die Union aus CDU und CSU hingegen kommen nur auf 24,1 Prozent – Rekordtief. Das Ergebnis im Überblick:

  • SPD: 25,7 Prozent (+5,2 Prozent)
  • Union: 24,1 Prozent (-8,9 Prozent)
  • Grüne: 14,8 Prozent (+5,8 Prozent)
  • AfD: 10,3 Prozent (-2,3 Prozent)
  • FDP: 11,5 Prozent (+0,7 Prozent)
  • Linke: 4,9 Prozent (-4,3 Prozent)

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Scholz und Laschet wollen schnelle Regierungsbildung

+++ 2.13 Uhr: Sowohl Olaf Scholz als auch Armin Laschet haben angekündigt, Bundeskanzler werden und schnellstmöglich eine Regierung bilden zu wollen. Nun stehen Deutschland langwierige Koalitionsgespräche bevor. Vor allem die „Ampel“ aus SPD, FDP und Grüne ist im Gespräch. Skepsis kommt allerdings von Kevin Kühnert, SPD-Vize und dem linken Flügel seiner Partei zuzuordnen.

Die Steuerpläne der FDP seien seiner Meinung nach nicht mit dem Ziel stabiler Staatsfinanzen vereinbar. Das Wahlprogramm der FDP sei mit Hinblick auf Finanzen ein „ziemliches Voodoo-Programm“, sagte Kühnert in der ARD. „Steuern runter, auch für Superreiche. Investitionen hoch, aber gleichzeitig Schuldenabbau“, davon werde irgendwas nicht funktionieren. „Und wenn die FDP mitregieren möchte, dann wird sie sich, glaube ich, in den nächsten Tagen zu solchen Fragen noch mal verhalten müssen.“

ParteiInfratest dimapForschungsgruppe Wahlen
SPD25,8 %26,0 %
CDU/CSU24,1 %24,2 %
Grüne14,6 %14,3 %
FDP11,5 %11,5 %
AfD10,5 %10,6 %
Linke4,9 %5,0 %
Sonstige8,6 %8,4 %
Hochrechnung von 23.21 UhrHochrechnung von 23.34 Uhr

Update vom Montag, 27.09.2021, 0.50 Uhr: Neben den Parteien, die bereits im Parlament vertreten sind, wird auch der Spitzenkandidat des SSW in den Bundestag einziehen. „Das ist eine Riesensensation für unsere kleine, aber fantastisch tolle Partei“, sagte Stefan Seidler am Wahlabend.

Bundestagswahl 2021: Wer wird der nächste Bundeskanzler? Koalitionsverhandlungen stehen an

+++ 19.05 Uhr: Auch SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz tritt nach den ersten Ergebnissen der Bundestagswahl vor seine Parteigenoss:innen – angesichts des Ergebnisses unter großem Jubel. Das Wahlergebnis sei „ein großer Erfolg“, so Scholz. Viele
Wählerinnen und Wähler hätten deutlich gemacht, dass sie einen „Wechsel in der Regierung“ wollten und dass der nächste Kanzler Olaf Scholz heißen solle.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock sprach vor ihren Parteianhänger:innen vom „historisch besten Ergebnis“. „Wir wollten mehr“, räumte sie ein. Das habe nicht geklappt, auch aufgrund eigener Fehler – ihrer Fehler, wie sie präzisierte. Doch wer wird nun der nächste Bundeskanzler? Erst einmal stehen nun Koalitionsverhandlungen an – die nicht einfach werden dürften.

Wer wird Bundeskanzler nach der Bundestagswahl 2021? Laschet und Scholz wollen regieren

+++ 18.50 Uhr: Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet tritt vor seine Parteianhänger:innen und spricht von einem „Kopf-an-Kopf-Rennen“. „Dieser Abend ist eine Ausnahmesituation.“ Mit dem Ergebnis könne die Union nicht zufrieden sein, auch wenn der Ausgang der Wahl noch völlig unklar sei. „Das Wahlergebnis stellt Deutschland, die Union und alle demokratischen Parteien vor große Herausforderungen“, so Laschet. Es bedürfe einer großen Kraftanstrengung aller Demokratinnen und Demokraten. „Wir als Union haben von unseren Wählerinnen und Wählern einen klaren Auftrag erhalten“, betont der CDU-Kanzlerkandidat. Die Union werde alles daran setzen, eine Bundesregierung unter Führung der Union zu bilden.

+++ 18.47 Uhr: Die Hochrechnung von Infratest Dimap für die ARD (18.43 Uhr): SPD 24,9 Prozent, Union 24,7 Prozent, Grüne 14,8 Prozent, AfD 11,3 Prozent, FDP 11,2 Prozent, Linke 5,0 Prozent, Sonstige 8,1 Prozent.

Bundestagswahl 2021: Olaf Scholz und Armin Laschet liegen eng beieinander

+++ 18.45 Uhr: Die erste Hochrechnung von Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF: CDU 24,2 Prozent, SPD, 25,8 Prozent, AfD 10,1 Prozent, FDP 11,8 Prozent, Linke 5,0 Prozent, Grüne 14,7 Prozent, Andere 8,4 Prozent.

Bundestagswahl 2021: CDU und SPD liegen laut erster Prognose nah beieinander

+++ 18.15 Uhr: Nach den ersten Prognosen zur Bundestagswahl 2021 gibt es bereits erste Statements von Politikern. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht einen klaren Regierungsauftrag für die Sozialdemokraten. „Wir liegen vorne, wir haben es auf Platz Nummer eins gebracht“, sagte Klingbeil am Sonntagabend wenige Minuten nach Schließung der Wahllokale im ZDF. „Olaf Scholz soll Kanzler werden“, hob Klingbeil weiter hervor.

Bundestagswahl 2021: Wer wird Bundeskanzler? So sehen die Prognosen aus

+++ 18.05 Uhr: Die Prognose der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF sieht die SPD leicht vorne:

CDU/CSU24
SPD26
AfD10
FDP12
Linke5
Grüne14,5
Sonstige8,5
Quelle: Prognose 18 Uhr, Forschungsgruppe Wahlen (ZDF)

Bundestagswahl 2021: Wer wird der nächste Bundeskanzler?

+++ 17.39 Uhr: Wer wird neuer Bundeskanzler oder neue Bundeskanzlerin in Deutschland? Fest steht: Angela Merkel wird es nicht mehr sein. Die Noch-Kanzlerin ist gegen 17 Uhr vor der CDU-Parteizentrale, dem Konrad-Adenauer-Haus, vorgefahren. Gleich ist es soweit: Die Wahllokale schließen, dann werden erste Zahlen bekanntgegeben werden.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Wer wird der nächste Bundeskanzler?

+++ 14.20 Uhr: Während die Bundestagswahl in Deutschland läuft und es noch dauert, bis die Stimmverteilung bekannt ist, gibt es nur ein Thema: Der Fauxpas von Armin Laschet bei seiner Stimmabgabe in Aachen. Der CDU-Kanzlerkandidat hatte seinen Stimmzettel so gefaltet, dass seine Kreuze deutlich erkennbar waren. Das Presseteam des Bundeswahlleiters nimmt nun dazu auf Twitter Stellung und erklärt: „Ein bundesweit bekannter Politiker hat wie erwartet seine eigene Partei gewählt. Eine Wählerbeeinflussung kann darin nicht gesehen werden“.

Bundestagswahl 2021 heute: Wer wird Bundeskanzler? Laschet mit Fauxpas

+++ 11.34 Uhr: Auch Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat am Sonntag an seinem Wohnort in Aachen gewählt. Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident gab am Vormittag kurz nach 11.00 Uhr seine Stimme für die Bundestagswahl ab. Laschet kam mit seiner Ehefrau Susanne zu dem Wahllokal in einer städtischen katholischen Grundschule. Zahlreiche Medienvertreter verfolgten Laschets Gang zur Wahlurne im Wahllokal 4101 im Stadtteil Burtscheid. Bei der Stimmabgabe von Laschet kam es jedoch zu einem Fauxpas. Denn der CDU-Politiker faltete seinen Stimmzettel so, dass seine Kreuze auf einem Foto deutlich zu erkennen sind.

Bundestagswahl 2021 live: Die Wahllokale haben jetzt geöffnet

Update vom Sonntag, 26.09.2021, 08.47 Uhr: Wer wird der neue Bundeskanzler oder die neue Bundeskanzlerin? Armin Laschet (CDU), Olaf Scholz (SPD) und Annalena Baerbock (Grüne) sind angetreten, laut aktuellen Umfragen wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Scholz und Laschet.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: TV-Panne in der ARD

+++ 16.22 Uhr: Erste Hochrechnungen schon vor der Bundestagswahl? Genau das hat es am Freitagabend in der ARD gegeben. Aufgrund einer TV-Panne blendete die ARD Hochrechnungen zur Bundestagswahl ein - zwei Tage vor dem eigentlichen Termin. Das Wahl-Laufband war während Quizshow „Gefragt, gejagt“ gegen 18.30 Uhr kurz im TV zu sehen. Später kam heraus: Es war ein Testlauf des Senders, der versehentlich live ging.

+++ 13.08 Uhr: Wird die deutsche Bevölkerung Angela Merkel (CDU) vermissen? Dieser Frage ist das Meinungsforschungsinstituts Civey nachgegangen. Laut einer Umfrage wird über der Hälfte der Deutschen Merkel nicht fehlen. Demnach gaben 52 Prozent der Befragten auf die Frage „Werden Sie Angela Merkel nach ihrer Amtszeit als Bundeskanzlerin vermissen?“ die Antwort „Nein, auf keinen Fall“ oder „Eher nein“.

Update vom Samstag, 25.09.2021, 09.54 Uhr: Egal, wer nach Sonntag die Nachfolge von Angela Merkel antritt: Aktivistin Luisa Neubauer warnt im FR-Interview vor „Ausredensucherei“ nach der Bundestagswahl. So prognostiziert sie, dass die „weniger ökologisch orientierten Parteien“ nach der Wahl „Gründe produzieren werden, warum Klimapolitik nun nicht mehr so wichtig sei“. Allerdings stünden alle Parteien nun mehr denn je in der Verantwortung, sich dem 1,5-Grad-Ziel zu verschreiben.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Letzte Umfragen sehen SPD knapp vorne

Update vom Freitag, 24.09.2021, 15.14 Uhr: Wer folgt auf Noch-Bundeskanzerlin Angela Merkel? Diese Frage klärt sich in zwei Tagen, denn dann steht die Bundestagswahl 2021 an. Die letzten Umfragen vor der Bundestagswahl sehen die SPD knapp vor der Union, es dürfte ein enges Rennen zwischen SPD-Kandidat Olaf Scholz und CDU-Mann Armin Laschet werden.

Bundestagswahl 2021 im Live-Ticker: Wer wird Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin?

Erstmeldung vom Freitag, 24.09.2021, 10.54 Uhr: Berlin – Drei Spitzenkandidat:innen können sich derzeit Hoffnung auf das Amt des Bundeskanzlers oder der Bundeskanzlerin machen. Der Nachfolger oder die Nachfolgerin wird am 26. September bei der Bundestagswahl 2021 bestimmt. Wird es die grüne Annalena Baerbock, CDU-Mann Armin Laschet oder Olaf Scholz von der SPD?

Am Wahltag haben die Wahllokale von 8:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet. Zudem gibt es die Möglichkeit zur Briefwahl. Diese konnte bereits weit im Vorfeld beantragt werden. Allerdings muss die Stimme mindestens drei Tage vor der Wahl zur Post gebracht worden sein, um rechtzeitig um spätestens 18 Uhr im Wahllokal vorzuliegen. Die Auszählung der Stimmen beginnt am Wahltag um 18:00 Uhr.

Bundestagswahl 2021: Welche Parteien antreten

Bei der Bundestagswahl 2021 treten 47 Parteien an. 40 von ihnen haben Landeslisten aufgestellt, sieben Parteien schicken nur Direktkandidierende um den Einzug in den Bundestag ins Rennen. Unter den Parteien sind auch die bereits im Bundestag vertretenen Parteien:

Wer wird Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin? 2017 war es Angela Merkel

Bei der letzten Wahl zum Deutschen Bundestag am 24. September 2017 waren insgesamt 61.688.485 Personen wahlberechtigt. Die Wahlbeteiligung lag bei dieser Wahl bei circa 76,2 Prozent. Damit lag sie um 5 Prozentpunkte höher als bei der Bundestagswahl 2013.

Bei der Bundestagswahl 2017 holte die Union die meisten Stimmen mit 26,8 Prozent, womit sie im Vergleich zu 2013 um 7,3 Prozent verlor. Ihr folgte die SPD, die auf insgesamt 20,5 Prozent der Wähler:innenstimmen kam. Die AfD holte deutschlandweit 12,6 Prozent, die FDP 10,7 Prozent. Die Linke konnte 9,7 Prozent der Wähler:innen von sich überzeugen, die Grünen insgesamt 8,9 Prozent. Die CSU holte 6,2 Prozent der Wähler:innenstimmen, auf sonstige Parteien und Wähler:innenbündnisse entfielen 5 Prozent.

Am Sonntag (26.09.2021) lesen Sie hier alles zu den ersten Ergebnissen, dem Endergebnis und den Hochrechnungen zur Bundestagswahl 2021. Zudem finden Sie in unserem Live-Ticker zur Bundestagswahl 2021 alle endgültigen Ergebnisse und News - auch über den Wahlabend hinaus. (Joshua Schößler, Nico Scheck, Tanja Banner, Lukas Rogalla mit AFP/dpa)

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