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Stefan Liebich.
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Stefan Liebich.

Abschied vom Bundestag

Linken-Politiker Stefan Liebich: „Ich würde gerne mal im Ausland arbeiten“

  • Peter Riesbeck
    VonPeter Riesbeck
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Der 48-jährige Linken-Politiker Stefan Liebich verlässt nach drei Legislaturperioden den Bundestag.

Der Linken-Abgeordnete Stefan Liebich, 48, verlässt den Bundestag nach drei Legislaturperioden. „Ich möchte einfach gerne nochmal etwas anderes machen“, erklärt er. „Ich habe mich immer viel mit Außenpolitik befasst, nun würde ich gerne mal im Ausland arbeiten.“

Liebich ist in Greifswald und Ostberlin aufgewachsen, „in einem Elternhaus, dass die DDR positiv gesehen hat“, wie er sagt. An seinem 18. Geburtstag, 1990, trat er in die PDS ein. „Auch aus Protest darüber, dass sich die Vereinigung damals als Übernahme vollzogen hat.“ Heute seien es vor allem „Gerechtigkeitsfragen“, die ihn als Linken-Politiker bewegen, „von der Wohnungs- und Mietenpolitik bis hin zu sozialen Fragen wie dem Mindestlohn.“

Was hat er bewegt? Der leidenschaftliche Außenpolitiker nennt zuerst die Landespolitik. 2001 wurde er in Berlin Vorsitzender der Linken, gleich darauf wurde in der Stadt der erste rot-rote Senat gebildet. Mit Gregor Gysi als Wirtschaftssenator. „Das mit auf den Weg zu bringen und zu zeigen, dass der Senat keine rein Westberliner Veranstaltung ist, war schon eine große Leistung“, sagt Liebich. Nicht nur für den Erfahrungshorizont im Westen der Stadt. Im Osten Berlins fühlten sich viele endlich angekommen.

Im Bundestag verschrieb sich Liebich vor allem der Außenpolitik. Als erster Politiker der Linken wurde er in den Kreis der Atlantik-Brücke aufgenommen, eine erlesene Runde aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, die sich mit Fragen der Beziehungen zu den USA befasst. Protest aus der eigenen Partei folgte. Als politischen Erfolg auf überregionaler Ebene verbucht er das Aus für eine deutsche Ausbildungsmission für Sicherheitskräfte in Kamerun – trotz schwerer Menschenrechtsverletzungen des Regimes dort. Durch „Fragen und Nervereien“ habe er zum Ende der Mission beigetragen. Auch die Debatte um den Völkermord deutscher Kolonialtruppen an den Herero im heutigen Namibia hat Liebich befördert.

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