Wohnungslosigkeit vermeiden

Linke: „Wohnungslosigkeit ist keine frei gewählte Lebensform“

Die Linke fordert kurzfristige Maßnahmen für Obdachlose in Pandemie.

Die gesundheitspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke im Hessischen Landtag, Christiane Böhm, hat angesichts der Covid-19 Pandemie kurzfristige Maßnahmen für wohnungs- und obdachlose Menschen gefordert. So müssten Notfallambulanzen und Notunterkünfte mit ausreichenden Schutzausrüstungen versorgt werden, sagte sie am Mittwoch in Wiesbaden. „Wir müssen eine angemessene und sichere Unterbringung sowie den Zugang zu Hygieneprodukten und dem Gesundheitswesen für alle Menschen sofort ermöglichen“, sagte sie. 

Zudem sei ein zügiger Ausbau der Notunterkünfte notwendig,um Einzelunterbringungen zu ermöglichen und die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Angesichts der finanziellen Folgen von Kurzarbeit insbesondere bei Menschen mit niedrigen Einkommen müsse neue Wohnungslosigkeit mit allen Mitteln verhindert werden, sagte Böhm. „Wohnungslosigkeit ist keine frei gewählte Lebensform“, betonte Stefan Gillich, Leiter des Arbeitskreises Armut und soziale Integration. „Statt Ausgrenzung zu erfahren, bedürfen diese Menschen unseres besonderen Schutzes.“ (dpa)

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