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„Unterlassene Hilfeleistung“: Linkspartei fordert Wintergeld für Haushalte in Deutschland

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Von: Constantin Hoppe

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Angesichts der steigenden Energiekosten fordert die Linkspartei ein Wintergeld für alle Deutschen. Kritik hagelt es in Richtung der Ampel-Parteien.

Berlin – Die steigenden Lebensmittel- und Energiekosten sorgen für große Sorgen in vielen Haushalten. Dazu kommt die von der Bundesregierung beschlossene Gasumlage, für die Bürgerinnen und Bürger noch tiefer ins Portemonnaie greifen müssen. Deshalb fordert Die Linke direkte Entlastungen für die deutsche Bevölkerung.

„Richtig wäre ein Wintergeld für alle privaten Haushalte: 1500 Euro und 600 Euro für jedes weitere Haushaltsmitglied“, sagte Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch der Rheinischen Post. Davon würden nach Bartsch vor allem Rentnerinnen und Rentner sowie Studierende profitieren, „die in aller Regel nicht auf Rosen gebettet sind“. Bartsch warf den Ampel-Parteien in der Entlastungsdebatte Untätigkeit und Zynismus vor.

Linke fordert Wintergeld: Ampel-Koalition soll tätig werden

„Es ist Fünf nach Zwölf. Statt den Menschen mit zynischen Spartipps und peinlichen Diskussionen über Waschlappen den Nerv zu rauben, müssen die Ampel-Parteien zum Ende der parlamentarischen Sommerpause ein wirksames drittes Entlastungspaket vorlegen, das auch Rentner und Studierende berücksichtigt“, verlangte der Linken-Fraktionschef. Damit bezog er sich auf den stark kritisierten „Waschlappen-Tipp“ des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann.

Das Gas wird teurer, die Regierung plant unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer – ein Tropfen auf dem heißen Stein?
Gas wird teurer, die Regierung plant unter anderem die Senkung der Mehrwertsteuer als Entlastung. Nicht genug, findet die Linksparte. © Rolf Kosecki/Imago

Die Ampel-Koalition diskutiert derzeit über ein neues Entlastungspaket. Forderungen nach Direktzahlungen kommen dabei auch von Grünen und SPD. Die FDP dringt vor allem auf Steuererleichterungen. Unterschiedliche Meinungen gibt es auch zu einer Nachfolgeregelung für das 9-Euro-Ticket, was die FDP ablehnt.

„Verharrt die Ampel in ihren permanenten Diskussionen, die null Komma null bei den Kostenexplosionen helfen, wäre das eine unterlassene Hilfeleistung, die das Land zerreißt“, warnte Bartsch mit Blick auf die Diskussionen innerhalb der Ampel-Koalition. (con/AFP)

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