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Lindner-Hochzeit kommt im Landtag Nordrhein-Westfalen auf den Tisch

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Von: Moritz Serif

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Finanzminister Lindner und seine Franca feierten vor kurzem Hochzeit (Archivbild).
Finanzminister Lindner und seine Franca feierten vor kurzem Hochzeit (Archivbild). © Axel Heimken/dpa/picture alliance

Christian Lindners Hochzeit mit der Journalistin Franca Lehfeldt hat Kritik hervorgerufen. Nun soll eine Kleine Anfrage im Landtag offene Fragen klären.

Düsseldorf - Christian Lindners Hochzeit mit Franca Lehfeldt wird Thema im Landtag Nordrhein-Westfalens. Die AfD-Fraktion möchte laut Deutscher Presse-Agentur im Rahmen einer Kleinen Anfrage wissen, ob ehemalige oder aktuelle Regierungsmitglieder aus dem Bundesland auf Sylt waren. Außerdem solle geklärt werden, ob das Landeskriminalamt zwecks Personenschutz vor Ort war. Darüber hatte unter anderem web.de berichtet.

Ein Abgeordneter möchte Informationen darüber enthalten, ob für die „Anreise von Gästen Fahrzeuge aus den Fuhrparks der NRW-Ministerien oder sonstiger offizieller Stellen“ genutzt wurden. Armin Laschet, ehemaliger Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens, war auf Fotos der Feier zu sehen. Nun muss die Landesregierung die Kleine Anfrage innerhalb von drei Wochen beantworten.

Lindners Hochzeit: „Billige Eventkulisse“

Lindners Hochzeit hatte Kritik hervorgerufen. Vor allem die hohen Staatsausgaben für den Personenschutz erzürnen viele Menschen in Deutschland. Die Theologin Margot Käßmann störte sich daran, dass die Kirche nur eine „billige Eventkulisse“ für die Feier gewesen sei.

„Weshalb wünschen zwei Menschen eine kirchliche Trauung, die bewusst aus der Kirche ausgetreten sind, ja öffentlich erklärt haben, dass sie sich nicht als Christen verstehen?“, schrieb sie in ihrer Kolumne.

„Als Finanzminister will Lindner offenbar bei den Ärmsten den Rotstift anlegen“

Als Finanzminister will Lindner offenbar bei den Ärmsten den Rotstift anlegen, zu einer Zeit, da die steigenden Energiepreise und die Inflation die Gehälter und Sparguthaben der sogenannten kleinen Leute auffressen. In der Kombination, und nur darum geht es, lässt Lindner nicht nur nötiges Fingerspitzengefühl vermissen, offenbar sind ihm beide Hände nahezu taub geworden“, kommentierte Martin Benninghoff, Politikchef bei der Frankfurter Rundschau, für FR.de von IPPEN.MEDIA.

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Lindner reagierte auf die Kritik. „Aus einer Kirche auszutreten bedeutet schließlich nicht, aus jeder Form der Spiritualität auszutreten“, sagte der Finanzminister dem Magazin chrismon. Auf die Kritik, dass das Paar auf Kosten der zahlenden Kirchenmitglieder gefeiert habe, antwortete der Politiker: „Irritierend waren für mich Hinweise, man möge bitte eine Rechnung stellen. Wenn zwei Seelen um Segen bitten, sollte man nicht die finanziellen Gegenleistungen thematisieren, finde ich. Ein Gottesdienst ist eben keine Dienstleistung“. (mse)

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