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Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

  • VonAlexandra-Katharina Kütemeyer
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an diesem Internationalen Frauentag schauen wir auf das Geschlecht im ursprünglichen Sinne, die Vulva. Und wir reden über Make-up, Körper-Normen und andere Attribute, die mit dem Weiblichen verbunden werden. Denn auch (vermeintliche) Oberflächlichkeiten machen strukturelle Probleme sichtbar.

Im Januar gab es zwei wichtige Beschlüsse: Die große Koalition hat eine verbindliche Frauenquote für die Vorstände großer Unternehmen auf den Weg gebracht. Und das Bundesarbeitsgericht hat entschieden, dass ungleiche Bezahlung ein ausreichendes Indiz für die Diskriminierung von Frauen ist; es sei denn, der Arbeitgeber beweist das Gegenteil.

Beide Beschlüsse stärken Frauen. Beide zeigen aber auch, dass Frauenrechte noch immer nicht sind, was sie sein sollten: selbstverständlich.

Der Internationale Frauentag wird in diesem Jahr zum 110.-mal am 8. März gefeiert. Mehr als 100 Jahre für mehr Gleichberechtigung und gegen bestehende Diskriminierung. Und die Forderungen verändern sich, natürlich. Weil sich die Gesellschaft verändert und weiterentwickelt und damit die Ansprüche der Individuen.

Gerade deshalb schauen wir in unserem diesjährigen Schwerpunkt auf das, was schon immer war und den Ursprung des Unterschieds ausmacht: das Geschlecht im ursprünglichen Sinne, die Vulva. Allein an diesem Körperteil offenbart sich, wie sehr unsere Gesellschaft durch Jahrhunderte des Patriarchats geprägt ist. Wie wichtig allein die korrekte Benennung ist und wie richtig es ist, dass wir darüber reden – auch und gerade weil es ein derart intimes und noch immer in weiten Teilen der Gesellschaft tabuisiertes Thema ist.

Aber auch ganz öffentliche Attribute der Weiblichkeit wie Make-up, Kleidung und natürlich das Gewicht sind Themen, die, gerade bei Frauen und Transgender-Personen mit weiblichen Merkmalen, immer wieder gegen sie verwandt werden. So banal es klingt, über vermeintliche Oberflächlichkeiten zu sprechen, ist so essenziell, weil auch sie strukturelle Probleme sichtbar machen.

Alexander-Katharina Kütemeyer, Ressortleiterin Politik

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