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Frauen haben viel erreicht, aber noch längst nicht genug!

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Wir verabschieden uns aus dem Jahr der Frau ? aber nicht von unserer Botschaft: Frauenfragen sind Menschheitsfragen!

Frauenrechte sind Menschenrechte! Gerechtigkeit heißt Gerechtigkeit für alle Geschlechter. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, werden Sie denken, aber die Realität ist weit von diesen Zielen entfernt.

Wenn am kommenden Montag die UN-Menschenrechtscharta ihren 70. Geburtstag feiert, sollten wir uns deutlich vor Augen führen, dass Frauen weltweit noch immer darauf warten, gleichberechtigt am politischen und sozialen Leben teilnehmen zu können. Dass sie noch immer darauf warten, am Weltvermögen beteiligt zu werden und Zugang zu Bildung, Macht und Einfluss zu bekommen.

Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte wurde am 10. Dezember 1948 verkündet – doch erst über dreißig Jahre später verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Konvention, die sich gegen jede Art von Diskriminierung von Frauen wandte. Dennoch werden die Rechte von Frauen vielerorts und ständig verletzt, werden ihnen Grundfreiheiten verweigert, gehört die Erfahrung von Gewalt  zu ihrem Alltag.

Das muss sich ändern! Wir müssen es ändern! Daran hängt in hohem Maße die zivilisatorische Weiterentwicklung unserer Gesellschaften. Das war die Idee und der Ansporn, als wir in der Frankfurter Rundschau für 2018 das Jahr der Frau ausgerufen haben. Wir wollten das 100. Jubiläum des Frauenwahlrechts feiern und das Feld weiblicher Emanzipationsbestrebungen ausleuchten. Haben Heldinnen und Verführerinnen vorgestellt, Schwestern und Streiterinnen, Schlampen und Schöpferinnen. Und auf den vorliegenden Sonderseiten – unserer Abschlussausgabe der Serie – widmen wir uns den Partnerinnen. Denn wer behauptet, dass bei allen Differenzen, die wir austragen müssen, Zusammenleben und Partnerschaft für Frauen nicht wichtig sind?

So unterschiedlich die Themen, ist die Erkenntnis doch klar: Frauen haben viel erreicht, aber noch längst nicht genug! Nichts kann das Machtgefälle zwischen den Geschlechtern rechtfertigen. Und: Wenn wir Gleichberechtigung wollen, müssen wir bereit sein, dafür zu streiten. So verabschieden wir uns aus dem Jahr der Frau – aber nicht von unserer Botschaft: Frauenfragen sind Menschheitsfragen!

Herzlich

Ihre Bascha Mika

für die FR-Chefredaktion

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