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Der libysche General Chalifa Haftar ruft zum Sturm auf Tripolis - erneut.

Marsch auf Hauptstadt

Libyscher General Haftar kündigt Entscheidungsschlacht um Tripolis an

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Der mächtige General Chalifa Haftar hat den Start einer „entscheidenden“ Schlacht um die libysche Hauptstadt Tripolis angekündigt. Regierungschef Fajis al-Sarradsch wies die Ankündigung umgehend als leere Drohung zurück.

„Die Stunde Null ist gekommen“, sagte Haftar in einer Rede, die der Rebellen-nahe Fernsehsender Libija al-Hadath übertrug. „Heute verkünden wir die entscheidende Schlacht und den Vormarsch auf das Herz der Hauptstadt.“ Er sprach von der Stunde „der massiven Einfälle, die jeden befreien und ehrenwerte Libyer sowie unsere Bürger in Tripolis sehnlich erwarten“.

Lybiens Regierungschef Fajis al-Sarradsch wies die Ankündigung Haftars umgehend zurück: „Glaubt nicht den Lügen der Träumer und auch nicht ihren Gerüchten“, sagte der Chef der von den UN anerkannten Regierung am Freitag in einer Ansprache. Es gebe keine Stunde Null, außer für „Fantastereien“. Es gebe auch keinen Sturm auf die Hauptstadt.

Libyen: Acht Jahre Bürgerkrieg

In dem ölreichen Land herrscht seit dem vom Westen unterstützten Sturz des Langzeitherrschers Muammar al-Gaddafi 2011 Bürgerkrieg. Haftar beherrscht große Gebiete im Osten und Süden Libyens und will die Macht über das ganze Land. Seine selbst ernannte Libysche Nationalarmee (LNA) hatte im April eine Offensive auf Tripolis begonnen.

Zuletzt rückte Haftar nach Angaben des UN-Sonderbeauftragten Ghassan Salamé mit Hilfe russischer Kräfte - „egal, ob sie Söldner oder Contractors genannt werden“ - in Richtung der Hauptstadt vor. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan bot Al-Sarradsch die Entsendung von Truppen an. Salamé nannte als „neue regionale Akteure“ in Libyen neben Russland auch die Türkei, Ägypten, den Tschad und Saudi-Arabien. Deutschland plant zu dem libyschen Bürgerkrieg ein Gipfeltreffen im Januar in Berlin. (dpa/tom)

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