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Störversuch bei TV-Gottesdienst der ARD: Kirche lässt „Letzte Generation“ ins Leere laufen

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Von: Niklas Hecht

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Klima-Aktivist:innen der „Letzte Generation“ wollen einen TV-Gottesdienst der ARD stören. Am Ende stehen sie jedoch nur vor der verschlossenen Kirche.

Stuttgart - Die „Letzte Generation“ ruht auch während der Weihnachtszeit nicht bei ihrer Mission, die deutsche Gesellschaft auf die drohende Klimakatastrophe aufmerksam zu machen. Doch nachdem die Klima-Aktivist:innen es zuletzt trotz Polizeiaufgebot geschafft hatten, die Spitze des Weihnachtsbaumes vor dem Brandenburger Tor in Berlin abzusägen, lief eine Protestaktion nun grandios ins Leere. Wie die Polizei mitteilte, plante die „Letzte Generation“ offenbar die Störung eines TV-Weihnachtsgottesdienstes der ARD in Stuttgart.

Der evangelische Gottesdienst sollte am Samstag (24. Dezember) live aus einer Stuttgarter Kirche heraus übertragen werden, doch als Hinweise über die geplante Protestaktion der Klima-Aktivist:innen zur Kirche durchdrangen, entschloss diese sich kurzerhand, den Gottesdienst schon am Freitag abzuhalten und fürs Fernsehen aufzuzeichnen. „An Heiligabend fanden sich gegen 15.00 Uhr acht Personen der Gruppierung vor der verschlossenen Kirche ein, woraufhin das Pfarramt die Polizei verständigte“, schrieb die Polizei Stuttgart. Die Beamten stellten bei ihrem Eintreffen noch zwei potenzielle Störer fest, die nach Erteilung eines Platzverweises entlassen worden seien.

Letzte Generation
Ein Aktivist der Gruppe „Letzte Generation“ blockiert eine Kreuzung. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

„Letzte Generation“: Tempolimit auf Autobahnen und ein 9-Euro-Ticket

In den vergangenen Monaten war die „Letzte Generation“ immer wieder mit Protestaktionen aufgefallen. Sie blockierten Straßen und Brücken und drangen in Flughäfen in München und Berlin ein, um den Flugverkehr zu stören. Die Aktivist:innen fordern von der Bundesregierung schnelle Maßnahmen für den Klimaschutz, wie beispielsweise ein Tempolimit von 100 km/h auf den Autobahnen und die Einführung eines 9-Euro-Tickets für den öffentlichen Nahverkehr. Zuletzt sorgte die „Letzte Generation“ für Schlagzeilen, als bekannt wurde, dass sie Mitglieder und Unterstützer:innen dazu aufruft, sich bei der Staatsanwaltschaft in Neuruppin selbst anzuzeigen. (nhe)

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