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Hinrichs von der „Letzte Generation“ reagiert auf „absurde“ Hausdurchsuchung

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Von: Moritz Serif

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Bei Carla Hinrichs, Sprecherin der „Letzte Generation“, fand eine Durchsuchung statt. Sie kritisiert, dass das eigentliche Problem unter den Tisch gekehrt werde.

Berlin – Ermittler haben in ganz Deutschland Räume der Klima-Aktivisten der „Letzte Generation“ durchsucht. Laptops, Handys und Pakete seien beschlagnahmt worden. Der Vorwurf der Behörden lautet: „Bildung einer kriminellen Vereinigung“. Auch bei Carla Hinrichs, Sprecherin der „Letzte Generation“, fand eine Durchsuchung statt.

Daher hat die Frankfurter Rundschau die Klimaaktivistin um ein Statement gebeten. „Heute Morgen wurde mein Zuhause durchsucht. Es wird ermittelt wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung. Ich war nicht zu Hause, aber meine Eltern haben mir erzählt, wie mein ganzes Zimmer durchsucht wurde. Natürlich ist das beängstigend, aber ehrlich gesagt finde ich es primär absurd“, sagte sie.

Hinrichs von der „Letzte Generation“: „Was ist hier eigentlich kriminell?“

Voraussetzung für den demokratischen Prozess sei es, sich frei und öffentlich zu versammeln, sich als Gruppe zusammenzuschließen und auch Widerstand zu leisten. Die eigentliche Gefahr werde stattdessen unter den Tisch gekehrt. „Dass wir in einer Klimakrise sind“, sagt Hinrichs. Diese gefährde unser aller Leben. Hinrichs stellt stattdessen die Frage: „Was ist hier eigentlich kriminell? Und uns dann gemeinsam dagegen auflehnen. Das bedeutet Widerstand zu leisten für unser Überleben. Ich werde mich nicht einschüchtern lassen“, so die Aktivistin. Bei Twitter kündigte sie bereits an, dass sie den Protest fortführen werde.

Die „Letzte Generation“ fordert als erste Maßnahmen gegen die Klimakrise ein Tempolimit von 100 Km/h und die Fortsetzung des 9-Euro-Tickets. Hinrichs sagte im Interview mit der FR bereits, dass die Klimagruppe den Protest selbstverständlich unterbrechen werde, wenn die Forderungen von der Bundesregierung erfüllt werden. „Dann gehen wir von der Straße und unterbrechen unseren Protest. Unsere Forderungen wären erfüllt. Wenn die Regierung den Notstand nicht in den Griff bekommt, gehen wir auf die Straße zurück“, sagte Hinrichs.

„Letzte Generation“
Die Polizei hat bundesweit Objekte von Mitgliedern der „Letzten Generation“ untersucht. © Swen Pförtner/dpa/Symbolbild

„Das könnte in einen Weltkrieg münden“

Sie warnt vor Ernteausfällen, Hunger und massenhaften Fluchtbewegungen, wenn das 1,5-Grad-Ziel verfehlt wird. Bei einer Erderhitzung um zwei bis vier Grad bis zum Ende des Jahrhunderts drohten dann Kriege um Ressourcen. „Diese könnten in einen Weltkrieg münden“, sagte die Sprecherin der Aktivistengruppe. (Moritz Serif)

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