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Wer es dieser Tage in den USA mit Donald Trump hält, der feuert auch einen mysteriösen „Brandon“ an.
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Wer es dieser Tage in den USA mit Donald Trump hält, der feuert auch einen mysteriösen „Brandon“ an.

USA

„Let‘s go Brandon“ - Ein neuer Slogan macht unter Trump-Fans die Runde

  • Daniel Dillmann
    VonDaniel Dillmann
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Der Dunstkreis von Donald Trump feuert in den vergangenen Tagen einen mysteriösen Brandon an. Was hinter dem Spruch steckt, den die Rechten in den USA derzeit skandieren.

Washington D.C. – Der Spruch soll sogar schon Tumulte an Bord eines Flugzeugs ausgelöst haben. Der Pilot einer Maschine der Southwest Airlines hatte mit „Let‘s go Brandon“ die Begrüßung der Passagiere abgeschlossen. Die Fluggesellschaft untersucht laut Angaben des TV-Senders CNN mittlerweile den Fall. Doch was steckt hinter diesem Spruch, der in den USA derzeit die Runde macht?

Folgt man rechtskonservativen Protagonisten in den sozialen Medien dürfte einem der Spruch „Let‘s go Brandon“ bereits untergekommen sein. Donald Trump Jr. postete ihn mehrfach über Kanäle wie Instagram und Twitter. Senator Ted Cruz nannte ihn „eines der witzigsten Dinge, die ich jemals gesehen habe“. Donald Trump selbst hat sich bislang noch zurückgehalten, was aber wohl daran liegt, dass er keine Social Media-Konten mehr besitzt.

„Let‘s go Brandon“ in den USA: Der Spruch der Rechten kommt aus dem Nascar

Seinen Ursprung hat „Let‘s go Brandon“ passenderweise im Nascar-Sport, mit Eishockey der weißeste Profisport der USA. Eine Reporterin des Nachrichtensenders NBC interviewte nach einem der Autorennen in Alabama den Fahrer Brandon Brown. Im Hintergrund waren Sprechchöre zu hören. „Sie hören die Leute hinter mir, wie sie ‚Auf gehts Brandon‘ rufen“, sagte die Reporterin. Die weißen Männer aus dem stramm republikanischen Südstaat riefen aber nicht „Let‘s go Brandon“, sondern „Fuck Joe Biden!“

Donald Trump und sein Umfeld machten aus dieser Angelegenheit einen Beweis für die Machenschaften der Fake News, die den eigentlichen Volkswillen kaschieren und in ihrer Berichterstattung eine liberale Agenda gegen den Willen der Mehrheit durchsetzen würden. Gedanklich ist es von dort nicht mehr weit zur hundertfach widerlegten Verschwörungstheorie des großen Wahlbetrugs, der angeblich bei der US-Wahl 2020 stattgefunden – und der Joe Biden den Sieg eingebracht habe.

„Let‘s go Brandon“ verdeutlicht die steigende Unzufriedenheit mit Joe Biden

Der Spruch erfreut sich seit seiner Geburt steigender Popularität. „Explodiert“ sei er förmlich, schreibt die Washington Times und führt aus: „Let‘s go Brandon bewaffnet rechte Konservative mit einem täuschend harmlosen Herzensschrei, der sarkastische Seitenhiebe gegen Präsident Biden und die Mainstream-Medien ermöglicht, ohne mit der technologischen Zensur in Konflikt zu geraten.“

„Let‘s go Brandon“ gibt es seitdem auf T-Shirts, Stickern und Gesichtsmasken. Er symbolisiert die Unzufriedenheit mit Joe Biden, die sich in der amerikanischen Bevölkerung derzeit breitmacht. Seine Zustimmungswerte sind laut Angaben des Handelsblatts landesweit auf 43 Prozent zurückgegangen. Beim ersten Stimmungstest nach der Präsidentschaftswahl in Virginia siegte der Republikaner Glenn Youngkin – eine klare Schlappe für Joe Biden. Und bald schon stehen die Midterms, die Halbzeitwahlen im US-Kongress, an. Bis dahin wird „Let‘s go Brandon“ kaum verschwinden. (Daniel Dillmann)

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