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Polizisten sichern am Abend ein Wohnhaus in einem Plattenbauviertel in Chemnitz
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Polizisten sichern am Abend ein Wohnhaus in einem Plattenbauviertel in Chemnitz

Terroralarm in Chemnitz - das Protokoll

Leichte Entwarnung in Chemnitz

Gefährliches Sprengstoff-Gemisch wurde kontrolliert gesprengt +++ Entwarnung am Hauptbahnhof Chemnitz +++ Hauptverdächtiger Syrer ist weiter auf der Flucht +++ Der Tag im Minutenprotokoll

Aktuelle Entwicklungen im Ticker

21.34 Uhr: Im Zuge des Terror-Alarms in Chemnitz werden in den sozialen Netzwerken auch viele ausländerfeindliche Meinungen verbreitet. Die Polizei Sachsen hat darauf auf Twitter reagiert. "An alle Kleingeister, welche Ressentiments und Sinnlos-Meldungen verbreiten. Es ist einfach nur respektlos gegenüber der Lage in #Chemnitz!", schreibt das Social-Media-Team der Polizei.

An alle Kleingeister, welche Ressentiments und Sinnlos-Meldungen verbreiten. Es ist einfach nur respektlos gegenüber der Lage in #Chemnitz!

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen)

8. Oktober 2016

21.25 Uhr: Immer mehr Bewohner im Fritz-Heckert-Viertel können in ihre Wohnung zurückkehren. Die Polizei hat einen Sperrkreis aufgehoben. Wohnungen in unmittelbarer Nähe der gestürmten Wohnung sollen allerding zunächst leer bleiben. Bereits am Morgen mussten rund 80 Menschen ihr Zuhause verlassen. Am Abend kamen - in Folge der Sprengung - noch Bewohner sechs weiterer Wohnungen hinzu.

21.12 Uhr: Der Zugverkehr am vorübergehend gesperrten Hauptbahnhof Chemnitz soll sich in Kürze wieder normalisieren. Ein von einem Roboter untersuchtes Gepäckstück hat sich als ungefährlich erwiesen, teilte die Polizei mit.

19.51 Uhr: LKA-Sprecher Tom Bernhardt berichtet in einem Video-Interview über die "Entsorgung" des Sprengstoffs. Dabei habe es eine "erhebliche Detonation" gegeben. Bernhardt ob erneut die Brisanz des Gemisches hervor. Es habe sich um einen "hochbrisanten Sprengstoff" gehandelt, von dem eine "vergleichsweise geringe Menge extremen Schaden anrichten kann". Es sei "weit gefährlicher" als das bekannte TNT. Im Zuge der Fahndung nach dem flüchtigen Syrer Dschaber Al-Bakr riet der LKA-Sprecher erneut zur Vorsicht. Man solle "keine Heldentaten" versuchen, sondern die Polizei informieren, wenn man den 22-Jährige sehe.

19.32 Uhr: Die Polizei hat das in der Chemnitzer Wohnung gefundene Sprengstoffgemisch kontrolliert gesprengt. Dies gab die Polizei Sachsen per Twitter bekannt. Die Sperrungen in der Plattenbausiedlung sollen aber zunächst weiter gelten. Beamte hatten zuvor mehrere Löcher an dem Haus im im Fritz-Heckert-Viertel ausgehoben.

Die Sprengung vor Ort ist soeben erfolgt. Die Sperrung bleibt weiter bestehen.

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen)

8. Oktober 2016

19.17 Uhr: Über mögliche Anschlagsziele ist weiterhin nichts bekannt. Weder der Geheimdienst noch die Polizei wollten sich zu einem «Focus»-Bericht äußern, wonach ein deutscher Flughafen angegriffen werden sollte. An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wurden allerding die Sicherheitsvorkehrungen erhöht.

19.02 Uhr: LKA-Sprecher Tom Bernhardt warnt vor dem flüchtigen 22-jährigen Syrer. «Wir wollen ihn so schnell wie möglich finden.» Noch sei unklar, ob er als Flüchtling nach Deutschland gekommen sei.

18.44 Uhr: Nach der wahrscheinlichen Flucht eines Terrorverdächtigen aus Chemnitz hat die Berliner Polizei ihre Kräfte in der Hauptstadt verstärkt. An den Bahnhöfen seien Beamte aus den Hundertschaften im Einsatz, sagte Polizeisprecher Winfried Wenzel am Samstagabend. Auch die Kollegen in den einzelnen Abschnitten seien mit dem Fahndungsbild des 22-jährigen Syrers unterwegs. Der Mann wird bundesweit gesucht, weil er einen Bombenanschlag vorbereitet haben soll. "Wir sind maximal sensibilisiert", sagte Wenzel.

18.22 Uhr: Bei dem Sprengstoff, der in einer Wohnung in einer Plattenbausiedlung in Chemnitz gefunden wurde, handelt es sich laut LKA um ein Gemisch verschiedener Substanzen. Es soll gefährlicher als der bekannte TNT sein. Mehrere Hundert Gramm von dem Gemisch wurden gefunden. Beamte hoben am Abend mehrere Löcher an dem Haus aus, in denen der Sprengstoff kontrolliert vernichtet werden soll.

18.06 Uhr: Die Polizei Sachsen hat auf ihrer Facebook-Seite ein weiteres Video veröffentlicht. LKA-Sprecher Tom Bernhard gibt darin Informationen zur aktuellen Lage in Chemnitz. Neben der noch laufenden Entsorgung der Sprengstoffs und Evakuierungen in der seit dem Morgen abgesperrten Plattenbausiedlung, gibt es dabei auch einer erste Entwarnung für den Hauptbahnhof Chemnitz. Der Bombenverdacht in einem roten Koffer habe sich nicht betätigt, so Bernhard.

17.41 Uhr: Nach dem Terroralarm in Chemnitz haben die Behörden am Samstag die Sicherheitsvorkehrungen am Flughafen Berlin-Schönefeld erhöht. Man habe die Einsatzkräfte dort verstärkt, sagte der Sprecher des Brandenburger Polizeipräsidiums, Torsten Herbst. Autos und Busse würden angehalten und kontrolliert, ob sich der gesuchte 22-jährige syrische Verdächtige aus Chemnitz darin befinde. Dies sei eine reine Vorsichtsmaßnahme, betonte Herbst. Es gebe keinen konkreten Hinweis, dass der Mann in Schönefeld sei. Der Lagedienst im Potsdamer Innenministerium sprach von «präventiven Maßnahmen». Mehrere Medien berichteten zuvor, dass der gesuchte Syrer Dschaber Al-Bakr geplant habe, einen Sprengstoffanschlag auf einem Flughafen zu verüben. Das LKA hat dies bislang nicht bestätigt. Informationen zu konkreten Anschlagsvorbereitungen lägen bisher nicht vor.

17.25 Uhr: Im Zuge der Anti-Terror-Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen islamistischen Bombenbauer in Chemnitz hat die Polizei den Hauptbahnhof teilweise für Reisende gesperrt. Ein Spezialroboter untersuchte dort auf einem Gleis einen roten Koffer, den zwei dort festgenommene Verdächtige bei sich hatten. Das teilte das Landeskriminalamt mit.

17.18 Uhr: Der Hauptverdächtige ist weiter auf der Flucht - und offenbar gefährlich. Unklar ist, ob Dschaber Al-Bakr bewaffnet ist. Die Polizei Sachsen ruft per Twitter die Bevölkerung in Chemnitz dazu auf, vorsichtig zu sein. Der Tweet ist dabei eine Reaktion auf Anfragen von besorgten Bürgern.

Die Fahndung nach dem Tatverdächtigen läuft. Derzeit wissen wir aber nicht, wo er sich befindet und was er bei sich trägt. Seid vorsichtig.

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen)

8. Oktober 2016

17.06 Uhr: Die Nachrichtenagentur dpa meldet unter Bezug auf Sicherheitskreise, dass es bei dem Terrorverdacht in Chemnitz einen Zusammenhang mit der Terrormiliz «Islamischer Staat» gebe. Von den Behörden gibt es dazu bislang keine offizielle Bestätigung.

17.02 Uhr: Spezialisten der Polizei bereiteten die Entsorgung des Sprengstoffs vor. Dieser sei nicht ohne weiteres transportfähig sei, so der Sprecher LKA Sachsen, Tom Bernhardt. Das Material sei gut versteckt gewesen und daher nicht sofort gefunden worden. Die Experten würden nun versuchen, den Sprengstoff an einem geeigneten Ort außerhalb der Wohnung kontrolliert abzubrennen oder zu sprengen.

16.45 Uhr: In einem Interview, dass auf der Facebook-Seite der Polizei Sachsen veröffentlicht wurde, äußert sich LKA-Sprecher Bernhard gegenüber einem ARD-Reporter zur aktuellen Lage in Chemnitz.

16.33 Uhr: Die Polizei in Chemnitz hat bei ihrem Anti-Terror-Einsatz in einer Wohnung im Fritz-Heckert-Viertel mehrere Hundert Gramm Sprengstoff gefunden. Das sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts.

16.31 Uhr: Drei Verdächtige wurden in Chemnitz nach Angaben der Polizei festgenommen. Die Männer stehen im Verdacht, Kontakt zu dem flüchtigen Hauptverdächtigen, einem 22-jährigen Syrer, gehabt zu haben, wie das Landeskriminalamt berichtete. Die Männer würden nun befragt. Zwei der festgenommenen Verdächtigen wurden am Hauptbahnhof gefasst, einer in der seit dem Morgen abgesperrten Plattenbausiedlung. Rund um den Bahnhof gebe es Sperrungen.

Foto vom Gesuchten veröffentlicht

14.44 Uhr: Bei der Durchsuchung einer Wohnung in Chemnitz hat die Polizei Spuren von Sprengstoff gefunden. Ein Verdächtiger sei auf der Flucht, sagte ein Sprecher des Landeskriminalamts am Samstag. Aus Sicherheitskreisen erfuhr die Deutsche Presse-Agentur, dass es einen islamistischen Hintergrund geben könnte.

14.31 Uhr: Die Polizei Sachsen hat weitere Informationen und ein Foto des Gesuchten veröffentlicht. Konkret wird nach dem gebürtigen Syrer Dschaber Al-Bakr gesucht. Der 22-jährige wird der Vorbereitung eines Bombenanschlags verdächtigt. Er trage einen schwarzen Kapuzenpulli mit auffälligem Aufdruck, hieß es in dem am Samstag veröffentlichten Fahndungsaufruf.

Einsatz in #Chemnitz - Wir suchen nach einem Tatverdächtigen. Hinweise an LKA Sachsen unter 0351/8554114 Infos unter

— Polizei Sachsen (@PolizeiSachsen)

8. Oktober 2016

13.03 Uhr: In Chemnitz läuft nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen ein Großeinsatz der Polizei wegen des Verdachts auf Vorbereitung eines Sprengstoffanschlages. Derzeit werde ein Haus im Fritz-Heckert-Viertel evakuiert, sagte eine Sprecherin des Landeskriminalamtes am Samstag. Details wollte sie nicht nennen. Auf Twitter sprach die Polizei von einer "statischen Gefährdungslage", die größere Sperrungen und Evakuierungen nötig mache. Sie forderte Neugierige auf, das betroffene Gebiet zu meiden. Ein großes Polizeiaufgebot sei vor Ort. (dpa/rtr/afp/FR)

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