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Lauterbach will verhindern, dass Investoren aus Profitgier Arztpraxen übernehmen

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Von: Yannick Hanke

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Im großen Bild gestikuliert und spricht Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) während einer Sitzung im Deutschen Bundestag. Im kleinen Bild weist ein Schild auf den Parkplatz einer Arztpraxis hin.
Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) will 2023 „absolute Profitgier“ in Arztpraxen unterbinden. Ob ihm das gelingt? © Stefan Sauer/dpa/Montage

2023 will Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) radikal durchgreifen. Der Sozialdemokrat plant große Reformen im Gesundheitssystem. Profitgier in Arztpraxen am Pranger.

Berlin – Was das neue Jahr bereithält? Nun, wenn es nach Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) geht, wird sich 2023 im deutschen Gesundheitssystem so einiges ändern. Denn der Sozialdemokrat will mit aller Härte gegen Missstände vorgehen. Bedeutet: Per Gesetz soll schon Anfang des neuen Jahres verhindert werden, dass Investoren mit „absoluter Profitgier“ Arztpraxen aufkaufen können. Den Einstieg „dieser Heuschrecken“ will Lauterbach rigoros verbieten.

Karl Lauterbachs Pläne für 2023: SPD-Gesundheitsminister will „absolute Profitgier“ in Arztpraxen verbieten

„Ich schiebe einen Riegel davor, dass Investoren mit absoluter Profitgier Arztpraxen aufkaufen“, heißt es von Karl Lauterbach im Gespräch mit der Bild am Sonntag. Per Gesetz will der Gesundheitsminister dafür sorgen, dass Finanzinvestoren in Deutschland weiterhin Arztpraxen übernehmen. Ihm sei das Profitstreben in der ambulanten Versorgung der Patienten ein Dorn im Auge.

„Es gibt den fatalen Trend, dass Investoren medizinische Versorgungszentren mit unterschiedlichen Facharztpraxen aufkaufen, um sie anschließend mit maximalem Gewinn zu betreiben“, fasst Lauterbach, Befürworter von Gesundheitskiosken in ganz Deutschland, zusammen. Diese Gewinnmaximierung will er bereits im ersten Quartal per Gesetzentwurf unterbinden. Der „Einstieg dieser Heuschrecken in Arztpraxen“ soll damit verhindert werden.

Schluss mit „absurden Profitzielen“ durch Promi-Ärzte: Lauterbach kündigt großen Praxisketten Kampf an

Doch auch den großen Praxisketten im Land kündigt Lauterbach den Kampf an. „Die Praxen müssen denen gehören, die dort tatsächlich arbeiten“, heißt es vom Gesundheitsminister. Seiner Ansicht nach müsse Schluss damit sein, „dass ein Promi-Arzt seinen Namen für dutzende Praxen hergibt, in denen junge Ärzte Hamsterradmedizin mit unnützen Behandlungen in schlechter Qualität betreiben, um absurde Profitziele zu erreichen“.

Lauterbach will 2023 „Discounter-Gewinne“ im deutschen Gesundheitswesen abschaffen

Grundsätzlich hält Lauterbach Renditen im zweistelligen Bereich im Gesundheitsbereich „nicht für vertretbar“. Der Gesundheitsminister ist davon überzeugt, dass „wenn Sie zehn Prozent Rendite oder mehr rausholen, dann ist das mit seriöser Medizin kaum möglich“. Dementsprechend müsse das „absurde Gewinn-Konzept“ im deutschen Gesundheitssystem auch geändert werden.

Heißt konkret: Kliniken dürften nicht zum Einheitspreis abrechnen. Denn andernfalls mache das Krankenhaus mit der schlechten Billig-OP viel Gewinn, während die Uni-Klinik mit der Hightech-OP aber ein Minus einfahre. Das bringt den Gesundheitsminister zur folgenden Aussage: „Die Discounter-Gewinne gehören abgeschafft. Aber mit Top-Qualität soll eine Klinik Gewinne erwirtschaften“. Worte, an denen sich der zum Rücktritt gedrängte Lauterbach 2023 messen lassen muss.

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