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Wahlkampf in den USA - Lara Trump
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Lara Trump, die Schwiegertochter von Donald Trump, könnte 2022 republikanische Senatorin werden.

North Carolina

Donald Trump: Schwiegertochter Lara wirbelt Wahlkampf um US-Senatssitz durcheinander

  • Alexander Seipp
    vonAlexander Seipp
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Der Wahlkampf um einen frei werdenden Senatssitz hat begonnen. Als Favoritin wird Lara Trump gehandelt. Erfahrung hat sie allerdings nicht.

Washington – Es klingt kurios: Seit 14 Jahren lebt Donald Trumps Schwiegertochter Lara Trump nicht mehr in North Carolina. Sie hat noch nie ein öffentliches Amt bekleidet oder gesagt, ob sie überhaupt antreten würde. Trotzdem gilt Lara Trump als eine der Favoritinnen für den offenen Senatssitz des US-Bundesstaates, berichtet der „Charlotte Observer“. Und vor allem liegt dies an einem: ihrem Nachnamen.

Lara Trump, die mit Donalds Sohn Eric Trump verheiratet ist, kommt ursprünglich aus North Carolina, und wohnt seit langem in New York. Trotzdem könnte sie für den Senatssitz in ihrem Heimatstaat kandidieren. Denn, so stellte die ehemalige Trump-Chefstrategin Kellyanne Conway klar: „Ein Pro-Trump Kandidat für einen offenen Senatssitz, in einem Staat den Trump gewann, mit dem Namen Trump hat riesige Vorteile.“

Nur wenige Republikaner wollen Wahlkampf gegen Trump machen

Lara Trump hat sich allem Anschein nach aber noch nicht endgültig für eine Kandidatur entschieden. Derzeit ist sie für den rechtskonservativen TV-Sender „Fox News“ tätig. Dieser hatte angekündigt, Lara Trump in jedem Fall zu unterstützen, auch wenn sie den Sender für die Kandidatur verlassen sollte. Lara Trump liebäugelt bereits seit Monaten mit einer Kandidatur in North Carolina, konkretisiert hat sie dies allerdings nie.

Manche Republikaner aus North Carolina, wie das Mitglied des Repräsentantenhauses Ted Budd, könnten sich zwar sehr gut vorstellen, im Rennen um den Senatssitz anzutreten. Nur eben nicht gegen die Frau mit dem mächtigen Nachnamen, so der „Charlotte Observer“. Beobachter vermuten, dass Lara Trump, trotz ihres späten Eintretens in den Wahlkampf genug Unterstützer:innen mobilisieren könnte, um die Kandidatur zu gewinnen.

Donald Trumps Beliebtheit an der Basis kann entscheidend sein

Wichtige republikanische Unterstützer sind ebenfalls noch in der Abwartehaltung. Der Präsident des „Club for Growth“, David McIntosh, sagte etwa, dass es das beste sei, wenn entweder Ted Budd oder Lara Trump antreten würden. Nicht beide. Die konservative Wahlvereinigung hatte 2016 Budds Wahlkampf für das Repräsentantenhaus mit 500.000 Dollar unterstützt und könnte daher entscheidend sein.

Ausschlaggebend für Lara Trumps Favoritenrolle ist die noch immer enorme Popularität ihres Schwiegervaters Donald Trump an der republikanischen Basis. Und der, so berichtet der „Charlotte Observer“, sei ein großer Unterstützer seiner Schwiegertochter. Dieser Rückenwind von der noch immer wichtigsten Schlüsselposition der Republikaner könnte entscheidend sein.

Donald Trump-Berater: „Die Basis will Lara“

Drei andere Republikaner haben bereits ihre Aspirationen für den Sitz angekündigt und überschlagen sich mit Loyalitätsbekundungen an Donald Trump. Insbesondere Mark Walker, dessen Kampagne ihn als „the most pro-trump member“ bezeichnet. Doch alle Stiefelleckerei könnte nichts nutzen, wenn am Ende ein Mitglied der Trumps selbst antritt.

In einer ersten Umfrage gaben 40 Prozent der Republikaner „unentschlossen“ als Antwort an. Dies könnte jedoch auch daran liegen, dass es bis zur eigentlichen Entscheidung noch lange hin ist, schließlich fällt diese erst im Dezember. Jason Miller, einer der wichtigsten Berater Donald Trumps, deutet dies dennoch als Entscheidung für eine Kandidatur von Lara Trump. „Die Basis will, dass Lara antritt“. (als)

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