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Was Sie zum Stimmzettel bei der Landtagswahl in Niedersachsen wissen müssen

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Von: Joshua Schößler

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Am 9. Oktober wählt Niedersachsen einen neuen Landtag. Auf dem Stimmzettel haben Wahlberechtigte eine Erst- und Zweitstimme. Was es zu beachten gilt.

Hannover – Am 9. Oktober findet die Landtagswahl in Niedersachsen statt. Wahlberechtigte können im Wahllokal also darüber mitentscheiden, wer für die kommenden fünf Jahre in den niedersächsischen Landtag einzieht. Doch beim Umgang mit dem Stimmzettel gibt es einiges zu beachten.

Landtagswahl in Niedersachsen: Was gilt es beim Stimmzettel zu beachten?

Den Stimmzettel bekommt man mit der Wahlbenachrichtigung zugeschickt. Darin ist auch der Antrag zur Briefwahl enthalten. Bei der Landtagswahl geben Wahlberechtigte Niedersachsens auf dem Stimmzettel ihre Stimme für die Wahl ab. Dieser ist zweifarbig gegliedert. Auf der linken, schwarz gedruckten Seite befindet sich eine Liste mit den Namen der Direktbewerber:innen, die zur Wahl antreten. Zusätzlich gibt es noch Informationen zu Beruf, Anschrift und den Namen der Partei. Auf der rechten, blau gedruckten Seite finden sich die zur Wahl zugelassenen Landeslisten und Parteien mit den Namen der ersten drei Bewerber:innen.

Um bei der Landtagswahl in Niedersachsen wählen zu dürfen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein. Diese sind, dass man mindestens 18 Jahre alt ist und die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Zudem muss die Person seit mindestens drei Monaten mit dem Hauptwohnsitz in Niedersachsen gemeldet sein.

NameNiedersachsen
Einwohner8.027.031
Fläche47.709,82 km²
Bevölkerungsdichte169 Einwohner pro km²
HauptstadtHannover
Amtierender RegierungschefStephan Weil (SPD)

Erst- und Zweitstimme - Das bedeuten sie

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen hat jeder Wähler und jede Wählerin zwei Stimmen: mit der Direktstimme (Erststimme) wird der Wahlkreisabgeordnete, mit der Listenstimme (Zweitstimme) wird die Wahl der Landesliste einer Partei bestimmt. Bei der Listenstimme haben Wähler:innen keinen Einfluss auf die Bewerber:innen, da diese nach der durch die Landesliste vorgegebenen Reihenfolge verteilt werden.

Die beiden Stimmen können unabhängig voneinander abgegeben werden. Das heißt, dass Erst- und Zweitstimme nicht derselben Partei gegeben werden müssen (Stimmensplitting). Die Direktstimme wird auf der linken, schwarz gedruckten Seite, die Listenstimme auf der rechten, blau gedruckten Seite des Stimmzettels angekreuzt.

Wahlhelfer
Eine Wahlhelferin sortiert in einem Wahllokal die Stimmzettel für die Auszählung. © Hauke-Christian Dittrich/dpa/Symbolbild

Landtagswahl in Niedersachsen: Es gilt die Fünf-Prozent-Hürde

In Deutschland hat die Zweitstimme eine größere Bedeutung als die Erststimme. Die Zweitstimmen entscheiden schließlich auch in Niedersachsen darüber, wie viele Sitze eine Partei insgesamt im Landtag erhält. Davon hängt ab, welche Parteien eine Mehrheit holen und eine Regierung bilden können.

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen gilt die Fünf-Prozent-Hürde und es werden nur die Parteien berücksichtigt, die mindestens fünf Prozent der Stimmen erhalten haben. Nur sie sind danach im Parlament vertreten. Anhand dieser Verteilung entscheidet sich dann, wie viele der Kandidat:innen, die auf den Landeslisten stehen, neben den Direktkandidat:innen in den Landtag einziehen.

Der Landtag von Niedersachsen umfasst mindestens 135 Abgeordnete. Aktuell sind es 137. Grund dafür sind die sogenannten Überhangmandate und Ausgleichsmandate. Durch sie kann die Anzahl der Abgeordneten im Landtag steigen. (Joshua Schößler)

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