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Kretschmann gegen Eisenmann

Landtagswahl in Baden-Württemberg: CDU-Wähler:innen wollen eigene Kandidatin nicht

  • Teresa Toth
    VonTeresa Toth
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Für die CDU-Kandidatin Susanne Eisenmann sieht es bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg schlecht aus – selbst aus den eigenen Reihen erhält sie nur wenige Stimmen.

  • In Baden-Württemberg wählen Bürger:innen bei der Landtagswahl 2021 eine neue Regierung.
  • Statt ihrer eigenen Kandidatin wählen CDU-Anhänger:innen den derzeitigen Landesvater.
  • Damit droht der Partei ein Debakel.

Stuttgart – Für ihre Kampagne zur Landtagswahl in Baden-Württemberg erntete Susanne Eisenmann (CDU), amtierende Kultusministerin, bereits viel Kritik. Grund dafür waren neben misslungenen Werbeplakaten etwa ihre Forderung, die Schulen trotz Corona-Pandemie so schnell wie möglich zu öffnen. Das wirkt sich deutlich auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg aus – und könnte ein Debakel für die CDU bedeuten.

Landtagswahl in Baden-Württemberg: Wähler:innen manövrieren eigene Partei ins Aus

Nur etwa jede:r Zehnte der CDU-Wähler:innen in Baden-Württemberg – der einstigen CDU-Hochburg – möchte, dass die eigene Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann – ehemalige Bürgermeisterin für Kultur, Schule und Sport der Landeshauptstadt Stuttgart – Regierungschefin will, berichtet „Focus“. Stattdessen seien zwei Drittel dafür, dass der derzeitige Landeschef Winfried Kretschmann (Die Grünen) bleibt. Damit manövrieren die Wähler:innen ihre eigene Partei ins Aus.

Wie die Lanstagswahl in Baden-Württemberg zeigt, ist Susanne Eisenmann selbst unter Wähler:innen aus den eigenen Reihen wenig beliebt.

Für Matthias Jung, Chef der Forschungsgruppe Wahlen, sei dies nicht besonders überraschend. Für ihn stand bereits vor der Landtagswahl am Sonntag (14.03.2021) fest: Die Grünen werden die Wahl deutlich gewinnen. „Nach dem aktuellen Meinungsbild ist mit sehr großer Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die Grünen stärkste Partei bleiben“, sagte er gegenüber der Deutschen Presseagentur.

Landtagswahl Baden-Württemberg: CDU reagierte nicht auf gesellschaftliche Veränderungen

Dass sogar CDU-Wähler:innen den Grünen-Politiker der eigenen Kandidatin vorziehen und damit einen Minusrekord der Union riskieren, habe laut dem Experten zwei Gründe: „Kretschmann füllt wie kein anderer Ministerpräsident in Deutschland die Rolle des Landesvaters aus.“ Außerdem mache es die CDU in Baden-Württemberg dem 72-Jährigen „besonders leicht, ihm bürgerliche Wählerinnen und Wähler abspenstig zu machen.“

Die CDU habe sich in den letzten Jahren nur widerwillig gesellschaftlichen Veränderungen gestellt und damit zunehmend an Beliebtheit verloren. Dass Susanne Eisenmann daran kaum etwas ändern könnte, sei nicht zu erwarten, da sie nicht dafür bekannt sei „sich für eine Modernisierung der CDU stark gemacht zu haben“. Sollte der Grünen-Politiker Kretschmann die Wahl in Baden-Württemberg gewinnen, könnte ein Ampel-Bündnis mit SPD und FDP eingehen. (Teresa Toth)

Den aktuellen Stand zur Landtagswahl in Baden-Württemberg finden Sie in unterem News-Ticker.

Rubriklistenbild: © Sebastian Gollnow/dpa

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