Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Baden-Württemberg/Rheinland-Pfalz

Debakel bei Landtagswahlen: CDU macht Schuldige aus

  • Teresa Toth
    VonTeresa Toth
    schließen

Die CDU schneidet bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beachtlich schlecht ab. Grund dafür sollen jüngste Korruptions-Vorwürfe in der Partei sein.

Mainz/Stuttgart – „Für uns ist das ein bitterer Abend, wir haben uns ein besseres Ergebnis gewünscht“, gestand der rheinland-pfälzische CDU-Kandidat Christian Baldauf. Die ersten Ergebnisse der Landtagswahlen in den Bundesländern Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz zeigen eine klare Niederlage für die Partei. Über den Grund des schlechten Abschneidens sind sich die CDU-Politiker:innen einig.

Landtagswahl Baden-Württemberg: CDU-Debakel – Maskenaffäre habe „Wahlkampf sehr belastet“

Der Partei wurde im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie Korruption und Lobbyismus vorgeworfen. Die mittlerweile aus den Parteien ausgeschiedenen Abgeordneten Georg Nüßlein (bisher CSU) und Nikolas Löbel (bisher CDU) sollen finanzielle Vorteile aus dem Verkauf von Medizinprodukten wie etwa Masken gezogen haben.

Die Landtagswahl in Baden-Württemberg endete für die CDU in einem Debakel. (Archivfoto)

Baldauf ist sich sicher, dass die Affäre mit dem schlechten Wahlergebnis der Partei von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Zusammenhang steht. Er habe sich während dieser „extrem schwierigen Zeiten“ bekannt machen müssen. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak verurteilt die Geschäfte seiner ehemaligen Kollegen scharf. Das „wirklich unanständige Verhalten und die Schamlosigkeit einzelner Abgeordneter“ habe den „Wahlkampf sehr belastet.“, so Ziemiak.

Niederlage der CDU bei der Landtagswahl Baden-Württemberg: Eisenmann übernimmt die Verantwortung

Ziemiak dulde ein solches Verhalten von Abgeordneten nicht – sie haben in der Partei nichts verloren: „Hier gilt eine Null-Toleranz-Politik.“, mahnt der Generalsekretär. Dennoch appellierte er an die anderen Parteien: „Es geht nicht darum, mit dem Finger auf andere zu zeigen, sondern jeden Tag daran zu arbeiten, besser zu werden.“ Vor allem in Hinblick auf wachsenden Unmut in der Bevölkerung gelte es, das Corona-Krisenmanagament zu verbessern.

Paul Ziemiak verurteilt die Verantwortlichen der Maskenaffäre scharf – sie seien für die schlechten Ergebnisse der Landtagswahl verantwortlich.

Trotz Maskenaffäre sieht sich die baden-württembergische CDU-Kandidatin Susanne Eisenmann in der Pflicht, Verantwortung für die Niederlage zu übernehmen. Es sei für sie ein „enttäuschendes und desaströses Wahlergebnis“, dennoch übernehme sie die Verantwortung, „das ist für mich selbstverständlich“, so die Kultusministerin. (Teresa Toth)

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare