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Wahl in Baden-Württemberg

Landtagswahl Baden-Württemberg 2016: Wie die AfD in den Landtag einzog

  • Joshua Schößler
    VonJoshua Schößler
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Am 14. März wird in Baden-Württemberg ein neuer Landtag gewählt. Doch was kam bei der letzten Landtagswahl 2016 heraus?

Stuttgart – Rund 7,7 Millionen Bürger:innen wurden am 13. März 2016 dazu aufgerufen, einen neuen Landtag zu wählen. Wahlberechtigt waren insgesamt 7.683.464 Personen. Davon gaben 5.411.945 am Wahltag einen Stimmzettel ab. Demnach lag die Wahlbeteiligung bei 70,4 Prozent. 0,9 Prozent der abgegebenen Stimmen waren ungültig.

Landtagswahl Baden-Württemberg: Das sind die Ergebnisse der Landtagswahl 2016

Bei der Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg gelang vier Parteien der Einzug in den Landtag: Den Grünen, der CDU, der AfD und der SPD. Insgesamt wuchs der Landtag von 138 auf 142 Sitze.

ParteiProzent der Wähler:innenstimmenSitze im Landtag
Grüne30,3 Prozent47
CDU27,0 Prozent42
AfD15,1 Prozent23
SPD12,7 Prozent19
FDP/DVP8,3 Prozent12
Linke2,9 Prozent0
ALFA1,0 Prozent0
Sonstige2,7 Prozent0

Die AfD schaffte mit 15,1 Prozent erstmals den Einzug in den baden-württembergischen Landtag und wurde auf Anhieb drittstärkste Fraktion. Sie hatte unter anderem eine Verschärfung des Asylrechts und eine Aufstockung des Polizeipersonals gefordert.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: AfD gelingt mit 15,1 Prozent Einzug in Landtag

Besonders viele Stimmen verlor die CDU, die um zwölf Prozent fiel. Sie hatte sich für eine Rückgängigmachung der Zusammenlegung von Wirtschafts- und Finanzministerium stark gemacht und eine schnellere Abschiebung bei einem abgelehnten Asylantrag gefordert.

Auch die SPD musste starke Verluste hinnehmen. Ganze 10,4 Prozent der Stimmen verlor sie im Vergleich zur Landtagswahl 2011. Die SPD setzte sich für Schuldenabbau, die Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren und die Durchsetzung des Mindestlohns ein.

Landtagswahl 2016 in Baden-Württemberg: Grüne erstmals stärkste Fraktion auf Landesebene

Die FDP/DVP konnte 3,0 Prozent der Stimmen zulegen und schaffte mit insgesamt 8,3 den Einzug in den Landtag. Traditionellerweise gilt Baden-Württemberg als Stammland der FDP/DVP. Im Wahlkampf trat sie für eine Stärkung des Verfassungsschutzes ein, stellte sich gegen eine Ausweitung der Videoüberwachung und kritisierte das Tariftreue- und Mindestlohngesetz.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Wahlparty der Grünen

Erstmals in der deutschen Geschichte wurden die Grünen stärkste Fraktion auf Landesebene: Mit 6,1 Prozent Stimmenzuwachs kamen sie auf 30,3 Prozent. Im Mittelpunkt ihrer Forderungen standen die Einführung einer Gesundheitskarte für Geflüchtete, eine Begrenzung der Videoüberwachung und ein reformiertes Wahlrecht.

In Folge der Wahlergebnisse verlor das bisherige rot-grüne Regierungsbündnis die Mehrheit. Stattdessen bildete sich eine Regierung aus den Grünen und der CDU. Dies ist neben dem Kabinett Bouffier II in Hessen das einzige schwarz-grüne Regierungsbündnis auf Landesebene. Der bisherige grüne Ministerpräsident Winfried Kretschmann blieb gegen seinen CDU-Herausforderer Guido Wolf und weitere Kandidaten bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg in seinem Amt bestätigt. (Joshua Schößler)

Rubriklistenbild: © Marijan Murat/dpa

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