Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Wahl in Rheinland-Pfalz

Landtagswahl Rheinland-Pfalz: Wie ging die Wahl 2016 aus?

  • Joshua Schößler
    vonJoshua Schößler
    schließen

Am 14. März 2021 wird in Rheinland-Pfalz ein neuer Landtag gewählt. Doch was kam bei der letzten Landtagswahl 2016 heraus?

  • Am 14. März 2021 findet in Rheinland-Pfalz die Landtagswahl statt.
  • Bei der letzten Wahl 2016 wurde die SPD stärkste Kraft.
  • Alles zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz 2021 im Überblick.

Mainz – Bis zur Wahl am 13. März 2016 war Rheinland-Pfalz das einzige Bundesland, in dessen Landtag lediglich drei Parteien vertreten waren. Jahrzehnte lang hatte die CDU die Regierung in Rheinland-Pfalz gestellt, Anfang der 1990er Jahre wurden sie beinahe 25 Jahre lang von der SPD abgelöst.

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: 2016 gelang der AfD der Einzug in den Landtag

Besonders an der Wahl 2016 war, dass die Situation um die Geflüchteten alle landespolitischen Themen in den Hintergrund rücken ließ. Diese konnten den Parteien daher nicht zur politischen Profilierung nutzen. Davon profitierte insbesondere die AfD, die mit 12,6 Prozent den Einzug in den Landtag schaffte. Rheinland-Pfalz, das über lange Phasen hinweg von drei, maximal vier Parteien regiert worden war, galt politisch immer als gemäßigtes Bundesland. Mit der AfD sitzt nun mit vielen Wählerstimmen eine Partei von rechten Rand im Landtag in Mainz.

Ergebnisse der Landtagswahl 2016 in Rheinland-Pfalz

SPDCDUAfDFDPGrüne
36,2 Prozent31,8 Prozent12,6 Prozent6,2 Prozent5,3 Prozent

Die SPD konnte lediglich um 0,5 Prozent zulegen, blieb jedoch stärkste Kraft und widersprach damit dem Abwärtstrend in Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt. Dieses Ergebnis wird vor allem der Beliebtheit ihrer Spitzenkandidatin Malu Dreyer zugesprochen. Bereits vor ihrem Amtsantritt als Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz konnte sie als Sozialministerin bei den Wähler:innen Sympathiepunkte holen. Die Wahlkampfstrategie der SPD bestand darin, auf die Popularität von Malu Dreyer zu setzen.

Obwohl Julia Klöckner von der CDU anfänglich mit Rückenwind in den Wahlkampf startete, gelang es ihr nicht, einen Machtwechsel im Landtag zu bewerkstelligen. Julia Klöckner hatte bereits im Herbst 2015 ein „Integrationspflichtgesetz“ für Geflüchtete gefordert. Immer wieder kritisierte sie die Maßnahmen der Bundesregierung und forderte Kontingente und Grenzzentren. Dieser Kurs stieß in den eigenen Reihen auf Widerstand.

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz: Der CDU gelang der Machtwechsel 2016 nicht

Die Grünen rutschten von 15,4 Prozent auf 5,3 Prozent und galten als die großen Wahlverlierer. Allerdings waren die 15,4 Prozent, die die Grünen bei der Landtagswahl 2011 geholt hatten, stark von den Ereignissen um das Atomreaktorunglück Fukushima beeinflusst. Im Durchschnitt erreichten die Grünen bei den Wahlen von 1983 bis 2006 nur 5,6 Prozent.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer gewann mit der SPD bei der Wahl 2016

Der unten stehenden Tabelle können sie entnehmen, welche Partei wie viel Prozent der Stimmen holte. Die Wahlbeteiligung lag bei 70,4 Prozent. Derzeit regiert in Rheinland-Pfalz eine Ampelkoalition bestehend aus SPD, FDP und Grünen. Die Ministerpräsidentin ist Malu Dreyer von der SPD.

ParteiWahlkreisstimmenDirektmandateLandesstimmenSitze
SPD36,1 Prozent2736,2 Prozent39
CDU34,8 Prozent2431,8 Prozent35
AfD7,0 Prozent012,6 Prozent14
FDP6,8 Prozent06,2 Prozent7
Grüne6,4 Prozent05,3 Prozent6
Linke3,7 Prozent02,8 Prozent0
Freie Wähler4,0 Prozent02,2 Prozent0
Piraten0,3 Prozent00,8 Prozent0
ALFA0,3 Prozent00,6 Prozent0
NPD0,1 Prozent00,5 Prozent0
ÖDP0,4 Prozent00,4 Prozent0

(Joshua Schößler)

Rubriklistenbild: © Thomas Frey/dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare