Honduras

Land-Aktivistin ermordet

Miliz in Honduras greift Siedlung an.

Private bewaffnete Kräfte haben in Honduras eine Aktivistin getötet, die sich gegen die Nutzung von Land durch eine Agrarfirma gewehrt hatte. Die Männer hätten am Donnerstag (Ortszeit) bei der illegalen Räumung einer Ansiedlung wahllos auf Familien mit Kindern geschossen und dabei Iris Argentina Àlvarez ermordet, teilte das Netzwerk „Mesoamerikanische Initiative von Menschenrechtsverteidigerinnen“ mit.

Die während des Angriffs anwesenden Polizisten hätten nichts getan, um die Gewalt zu stoppen, erklärte das Netzwerk weiter. Die Mitglieder der Gemeinde hätten sich mit Stöcken und Steinen gewehrt.

Mehrere Bauernkooperativen hatten vor über einem Jahr in der Region Choluteca im Landessüden Ländereien besetzt, auf denen Unternehmen Zuckerrohr anbauen und Viehzucht betreiben. Die Bauern sehen sich im Recht, das Land zu kultivieren, da es dem Staat gehöre. Laut Amnesty International sind in Honduras Menschen, die Landrechte verteidigen, viel Gewalt ausgesetzt. (epd)

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