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Tor zu Europa Lampedusa
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Das Denkmal „Tor zu Europa“ auf Lampedusa erinnert an die vielen auf der Flucht ertrunkenen Menschen.

Bootsmigration

Hunderte Migranten vor Lampedusa - Italien setzt Rettungsschiff von Sea-Watch fest

  • VonMirko Schmid
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Erneut hindert Italien mehrere Rettungsschiffe daran, Geflüchtete auf europäischem Boden an Land gehen zu lassen. Sea-Watch kritisiert „absurde Anschuldigungen“.

Lampedusa - Die italienischen Behörden haben erneut ein Rettungsschiff der Hilfsorganisation Sea-Watch wenige Kilometer vor der Insel Lampedusa festgesetzt. Offiziell habe eine Kontrolle des Schiffes „Sea-Watch 4“ ergeben, dass zu viele Rettungswesten an Bord seien, das Abwassersystem des Schiffes sei für eine solche Zahl von Geretteten nicht ausgelegt.

Sea-Watch Italien kritisiert die Inspektion als einen Vorwand: „Wir hoffen, dass die Behörden uns nicht mit absurden Anschuldigungen, an die wir uns bereits gewöhnen mussten, an der Ausfahrt ins zentrale Mittelmeer hindern werden.“ Bereits im März hatten die italienischen Behörden auf Verstöße gegen Sicherheitsbestimmungen verwiesen, als sie das Schiff „Sea-Watch 3“ an der Einfahrt in italienische Häfen hinderten.

Ex-Innenminister Salvini meldet sich trotz Verfahren gegen ihn zu Wort

Unterdessen hat sich der ehemalige Innenminister Matteo Salvini zu Wort gemeldet. Der Chef der rechtspopulistischen Partei „Lega Salvini Premier“ verlangte öffentlich ein Gespräch mit Italiens Ministerpräsident Mario Draghi. Angesichts „von Millionen Italienern in Schwierigkeiten“ könne Italien „nicht an tausende illegale Einwanderer“ denken.

NameMatteo Salvini
PositionenParteichef Lega Salvini Premier (ehem. Lega Nord)
Mitglied des italienischen Senats
Alter48 Jahre (9. März 1973)
GeburtsortMailand, Italien

Selbst steht Salvini derzeit vor Gericht, weil er dem italienischen Schiff der Küstenwache „Gregoretti“ mit 116 Geflüchteten an Bord im Sommer 2019 über Tage die Einfahrt in einen italienischen Hafen verweigert hatte; ihm werden Amtsmissbrauchs und Freiheitsberaubung vorgeworfen.

Italien: Mehr als tausend Geflüchtete vor Lampedusa

Alleine am Sonntag (9. Mai 2021) waren mehr als tausend Geflüchtete an Bord von Booten und Schiffen vor Lampedusa angekommen. Laut Angaben italienischer Nachrichtenagenturen handelt es sich dabei um zwei Schiffe mit rund 400 respektive 325 Menschen, zusätzlich sollen hunderte Geflüchtete Lampedusa in kleineren Booten angesteuert haben.

Auch in den Gewässern vor Malta sollen sich drei Boote mit Geflüchteten aufhalten. Die Hilfsorganisation Alarm Phone appelliert, den Geflüchteten zur Hilfe zu kommen. Eine Rettungsaktion, so Alarm Phone, könne rund 230 Menschen „vor der Gefahr des Ertrinkens retten“. (Mirko Schmid)

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