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Trump holt in Weihnachtsansprache zum Rundumschlag aus

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Von: Daniel Dillmann

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Weihnachten als Zeit der Gnade und Besinnlichkeit? Nicht für Donald Trump, der stattdessen das FBI beschimpft und der USA den Tod voraussagt.

Mar-a-Lago - Donald Trump hat die Weihnachtszeit genutzt, um wortgewaltig gegen alle seine Gegner auszuteilen. Am Heiligabend (24.12.2024) schrieb der ehemalige Präsident der USA auf seiner Social-Media-Plattform „Truth Social“ Weihnachtsgrüße, die es in sich hatten.

Nahezu im Wortlaut klang Donald Trumps Weihnachtsansage wie folgt: „Frohe Weihnachten an ALLE, einschließlich der radikal linken Marxisten, die versuchen, unser Land zu zerstören, und an das FBI, das [die Medien] zwingt und bezahlt, einen geistig behinderten Demokraten zu fördern, statt eines brillanten, hellseherischen und die USA liebenden Donald Trump. Natürlich auch an das [Justizministerium], das einen speziellen Staatsanwalt benannt hat, der wie seine Frau und seine Familie Trump mehr HASST als jede andere Person.“ Seine Nachricht beendete Trump mit einem „LIEBE AN ALLE!“

Donald Trump hat von Mar-a-Lago pünktlich zum Rundumschlag ausgeholt. (Archivbild)
Donald Trump hat von Mar-a-Lago pünktlich zum Rundumschlag ausgeholt. (Archivbild) © IMAGO/Jim Rassol

Donald Trump teilt an Weihnachten aus

Und selbst das reichte Donald Trump nicht aus. Einen Tag später, am Morgen des 25.12., wenn in den USA alle ihre Geschenke auspacken und Zeit mit ihren Liebsten verbringen, schrieb der ehemalige Präsident der Staaten: „Die USA sterben von innen!“

Donald Trump schaffte es also in seinem weihnachtlichen Wutausbruch, neben den Behörden wie dem FBI und dem Justizministerium auch US-Präsident Joe Biden zu integrieren. Der Seitenhieb auf die Familie von Spezialermittler Jack Smith zum Fest der Liebe hat folgenden Hintergrund. Die Frau des erfahrenen Staatsanwalts hatte 2020 eine Dokumentation über Michelle Obama gedreht und sich öffentlich als Unterstützerin des Wahlkampfs von Biden gezeigt.

An Weihnachten ist es einsam um Donald Trump

Für den amtierenden US-Präsidenten klingt mit 2022 ein Jahr aus, das dank des Sieges der Demokraten in den Midterms ein versöhnliches Ende genommen hatte. Ganz anders für Donald Trump. Seine Ankündigung, noch einmal zur US-Wahl 2024 antreten zu wollen, verpuffte im Wind von Washington DC. Der Verkauf seiner digitalen Sammelkarten brachte ihm zwar Geld ein, doch kostete ihn noch mehr politisches Kapital. Zu guter Letzt empfahl der Ausschuss des Kongresses zum Kapitolsturm Ermittlungen gegen Trump und seine Steuererklärung wurde nach jahrelangem Streit schließlich öffentlich.

Und so berichten mehrere US-Medien rund um Weihnachten von einem Donald Trump, der nur noch ein Schatten seiner selbst sein soll. „Die Magie ist weg“, zitiert der Intelligenter Report eine anonyme Quelle aus Mar-a-Lago. Trump würde sein Anwesen kaum noch verlassen. Das ebenfalls stark kritisierte Treffen Trumps mit dem notorischen Antisemiten Kanye West erklärte die Quelle folgendermaßen: „Er hat einfach nichts Besseres zu tun.“ (Daniel Dillmann)

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