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Locker bleiben: Putin und Trump in Osaka.

Putin und Trump

Lächeln ist auch schon was

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Moskau sieht das Treffen Trump-Putin als Erfolg, auch ohne Resultate.

Laut russischen Medien war das Treffen grandios. „Der Andrang der Journalisten zeigt, dass sich das Zentrum des Gipfels in Richtung des Zimmers verschoben hat, wo das Gespräch zwischen Wladimir Putin und Donald Trump stattfindet“, berichtete die Internetzeitung gazeta.ru am Freitag. Und das Portal utro.ru titelte: „Die Welt steht still. Putin und Trump treffen sich beim G20-Gipfel.“

Das Gespräch zwischen den Staatschefs Russlands und der USA in Osaka, ihre bisher dritte offizielle Zusammenkunft, dauerte 80 Minuten. Das Weiße Haus meldete hinterher, Trump und Putin hätten in dieser Zeit den US-iranischen Konflikt sowie die Krisen in Syrien, Venezuela und der Ukraine besprochen. Außerdem hätten die Präsidenten vereinbart, die Diskussionen über die Rüstungskontrolle fortzusetzen, in die laut Trump auch China einbezogen werden muss. Und nach Angaben von Putins außenpolitischem Berater Juri Uschakow reagierte Trump „sehr positiv“ auf eine Einladung Putins, kommenden Mai an der 75. Parade zum Tag des Sieges in Moskau teilzunehmen.

Schon beim protokollarischen Fototermin vor den eigentlichen Gesprächen gaben sich Putin und Trump betont locker. Auf den Ruf eines Reporters, ob Trump Putin daran erinnern werde, dass der sich nicht in die US-Wahlen einmischen soll, drohte der Amerikaner seinem Kollegen grinsend mit dem Zeigefinger: „Mischen Sie sich bitte nicht in die Wahlen ein!“ Auch Putin lächelte.

Nach russischer Lesart ist allein das Treffen ein Erfolg Russlands. Vorher erinnerte Kremlsprecher Dmitri Peskow daran, Washington habe diesmal nicht auf der Freilassung der von Russland seit November 2018 festgehaltenen ukrainischen Seeleute als Vorbedingung bestanden. Wegen ihrer Gefangennahme hatte Trump noch im Dezember ein geplantes Treffen mit Putin beim G20-Gipfel in Argentinien abgesagt.

Bilateral wohlwollend

Aber konkrete Ergebnisse erwarteten auch russische Experten nicht. „Vielleicht hat Putin Trump im Gespräch zu verstehen gegeben, dass er im US-Handelskrieg mit China aufseiten Pekings steht“, vermutet Aschdar Kurtow, Chefredakteur der Zeitschrift „Problemy Nazianolnoi Strategii“, gegenüber der FR. Das könne ein Faktor für ein mögliches Einlenken Trumps werden, so wie die Unzufriedenheit Russlands und anderer Staaten angesichts seiner Vorliebe, Rüstungskontrollverträge zu kündigen.

Das persönliche Verhältnis Putins und Trumps ist laut Kurtow wohlwollend. Aber es bleibe offen, wann sich das auf die bilateralen Beziehungen auswirkt und die USA den Sanktionsdruck gegen Russland einstellen.

Die Zeitung „Kommersant“ schreibt, zurzeit forderten die Demokraten im Kongress von Trump, den Abgeordneten die Protokolle seiner Gespräche mit Putin offenzulegen. Es gilt in Moskau als Binsenweisheit, dass das böswillige US-Establishment eine wirkliche Annäherung Trumps und Putins mit allen Mitteln verhindern will. „Und nach jedem Treffen mit dem russischen Führer“, konstatiert der „Kommersant“ wenig optimistisch, „verschärft sich die Beziehungskrise zwischen Moskau und Washington nur noch mehr.“

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