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Ivanka Trump als FBI-Informantin? Ankündigung schlägt Wellen

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Von: Daniel Dillmann

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Donald Trump will wieder Präsident werden, doch seine Tochter wird ihm dabei nicht helfen. Ivanka Trumps Ankündigung heizt in den USA die Gerüchteküche an.

Washington, D. C. - Wenn Donald Trump 2024 zum Wahlkampf bläst, wird er nicht länger auf Tochter Ivanka Trump bauen können. Die 41 Jahre alte ehemalige Beraterin im Weißen Haus will sich aus der Politik zurückziehen. Das kündigte Ivanka via Instagram an - und dominierte damit vorübergehend die Schlagzeilen der USA.

Seit ihrer Ankündigung ist Ivanka Trump wieder aktiver in den sozialen Medien, aus denen sie sich seit dem 6. Januar 2021 großteils zurückgezogen hatte. Nun postet sie wieder regelmäßig Urlaubsfotos und Eindrücke aus dem Leben einer superreichen Mutter in Florida. Doch in den USA wird weiter über die Gründe für ihr politisches Karriereende debattiert.

Ivanka Trump und Jared Kushner - mit dem FBI gegen Donald Trump?

Eine andere ehemalige Beraterin Donald Trumps meint, genau diese zu kennen. Laut Omarosa Manigault Newman wollte Ivanka Trump mit ihrem Statement ihrem Vater die Show stehlen. „Ivanka ist sehr strategisch. Sie ist [Donald Trumps] Lieblingskind. Die Tatsache, dass sie zu diesem Zeitpunkt verkündet, ihren Vater nicht unterstützen zu wollen, lässt sie ins Rampenlicht treten“, so Manigault beim US-Fernsehsender MSNBC. Dabei habe Ivanka auch in Kauf genommen, Donald Trump „zu schaden“.

Ivanka Trump war nicht in Mar-a-Lago anwesend, als Donald Trump verkündete, 2024 erneut zur Präsidentschaftswahl antreten zu wollen. Dafür im Saal war Ivankas Ehemann, Jared Kushner. Ob er Teil einer Wiederwahlkampagne seines Schwiegervaters wird, ist bislang nicht bekannt. Kushner war wie Ivanka während Trumps Zeit im Weißen Haus dort als einer von Trumps Beratern angestellt.

Einen ganz anderen Grund für die plötzliche Distanz Ivankas zu Donald Trump bringt dessen ehemaliger Anwalt ins Spiel. Laut Michael Cohen könnte das Ehepaar die Ermittlungsbehörde FBI mit Informationen versorgen. „Ich glaube, Ivanka und Jared könnten die Maulwürfe sein“, die das FBI vor der Razzia in Mar-a-Lago über die dort gelagerten Geheimdokumente informiert hatten. „Und es wäre sehr interessant, wenn der Schwiegersohn und die Tochter als FBI-Informaten hochrangige Mitglieder einer Wahlkampagne wären“, so Cohen bei MSNBC.

Ivanka Trump hat alles, was sie von der Politik wollte

Ein weiterer Grund für das Ende der politischen Karriere Ivanka Trumps und Jared Kushner liege dagegen auf der Hand. Sie hätten bereits alles von der Politik, was sie gewollt hätten. Cohen erwähnte in diesem Zusammenhang die Begnadigung von Charles Kushner, dem Vater Jareds, durch Donald Trump. Das Paar habe daneben über 640 Millionen US-Dollar in seiner Zeit in Washington, D. C., verdient.

Ivanka Trump mit ihrem Bruder Donald Trump Jr. bei einer Veranstaltung in Prag, der Heimatstadt ihrer Mutter Ivana.
Ivanka Trump mit ihrem Bruder Donald Trump Jr. bei einer Veranstaltung in Prag, der Heimatstadt ihrer Mutter Ivana. © IMAGO/Ondrej Deml

Es ist kaum zu erwarten, dass Ivanka Trump oder Jared Kushner auf die Aussagen von Cohen und Manigault eingehen werden. Beide haben längst mit der Familie Trump gebrochen. Cohen trat bereits mehrfach als Zeuge gegen Donald Trump in Prozessen und vor dem US-Kongress auf. Manigault machte Ivanka Trump zuletzt schwere Rassismus-Vorwürfe. (Daniel Dillmann)

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