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Im Osten von Oslo haben Spezialeinheiten ein Haus abgeriegelt.
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Im Osten von Oslo haben Spezialeinheiten ein Haus abgeriegelt.

Newsticker: Anschläge in Norwegen

Kurzzeitige Festnahmen bei Polizeieinsatz in Oslo

Polizeiaktion beendet: Kein Sprengstoff gefunden +++ Spezialeinheiten riegeln Haus in Oslo ab +++ Noch vier bis fünf Teilnehmer des Jugendsommercamps vermisst +++ Todesschütze behauptet, allein gehandelt zu haben

Polizeiaktion beendet: Kein Sprengstoff gefunden +++ Spezialeinheiten riegeln Haus in Oslo ab +++ Noch vier bis fünf Teilnehmer des Jugendsommercamps vermisst +++ Todesschütze behauptet, allein gehandelt zu haben

24. Juli, 14:22:

Bei einem Polizeieinsatz im Zusammenhang mit den Anschlägen in Norwegen haben die Ermittler kurzzeitig mehrere Menschen festgenommen. „Es wurde kein Sprengstoff an dem Ort gefunden und die Festgenommenen wurden wieder freigelassen“, erklärte die Polizei in Oslo am Sonntag. „Die Polizei verfügt über nichts, dass diese Leute mit Terrorakten in Verbindung bringen könnte.“ Anwohner hatten zuvor erklärt, die Polizei habe sechs Verdächtige abgeführt. Bei zwei Anschlägen in Oslo und auf der nahegelegenen Insel Utöya waren am Freitag mindestens 92 Menschen getötet und 97 weitere verletzt worden.

Die Polizei hatte seit dem Vormittag ein Grundstück im Osten der Hauptstadt durchsucht. Laut Anwohnern wurden die zunächst Verdächtigten dabei „in Unterwäsche“ abgeführt, wie ein AFP-Journalist berichtete. Laut dem britischen Sender Sky News untersuchte die Polizei zwei Container, in denen Chemikalien vermutet wurden. Dies wurde von offizieller Seite nicht bestätigt. An dem Einsatz waren zahlreiche Polizisten beteiligt, wie der AFP-Journalist berichtete. Das Viertel wurde aber nicht evakuiert. Rund um den Einsatzort versammelten sich viele Schaulustige.

24. Juli, 13:06:

Spezialeinheiten der norwegischen Polizei führen im Zusammenhang mit den Anschlägen vom Freitag einen Einsatz im Osten der Hauptstadt Oslo durch. Das berichteten die Nachrichtenagentur NTB und weitere Medien am Sonntagmittag. Starke Einsatzkräfte in schusssicheren Westen und mit Helmen riegelten demnach ein Haus im östlichen Oslo hermetisch ab.

Der Einsatzleiter wollte Journalisten keine Angaben über den Hintergrund und das Ziel machen. Als unsicher gilt immer noch, ob der rechtsradikale Norweger Anders Behring Breivik die beiden Anschläge mit fast hundert Toten alleine ausgeführt hat. Er behauptet dies.

Die Polizeiaktion wurde in Gang gesetzt, während sich im Osloer Dom Überlebende der Anschläge, Angehörige von Opfern und die Königsfamilie sowie die norwegische Regierung zu einem Trauergottesdienst versammelten.

24. Juli, 11:23:

Zwei Tage nach dem Massaker auf der norwegischen Insel Utøya werden noch immer vier bis fünf Teilnehmer des Jugendsommercamps vermisst. Das teilte der Polizeisprecher Dag Gjaerum am Sonntag in Sundvollen mit.

In dem Ort sind weiterhin zahlreiche Überlebende des Massakers mit ihren Angehörigen untergebracht. „Sie haben hier einen sicheren Ort und können mit Seelsorgern und Psychologen sprechen“, sagte der Polizeisprecher.

In dem Sommercamp waren am Freitagabend mindestens 85 Menschen kaltblütig ermordet worden, bevor Antiterror-Spezialisten der Polizei den rechtsradikalen Attentäter festnehmen konnten.

In den Krankenhäusern wurden am Sonntag noch 37 Verletzte behandelt. Die Sprecherin des Hospitals Ringerike, Birgitte Boeen, sagte der Nachrichtenagentur dpa, in ihrer Klinik würden noch fünf Patienten mit Schuss- und anderen Verletzungen behandelt.

Ein weiterer schwer verletzter Patient befinde sich in stabilem Zustand im Krankenhaus Drammen. Im Universitätskrankenhaus in Oslo wurden am Sonntag nach ihren Angaben noch 31 Patienten versorgt.

24. Juli, 10:40 Uhr:

Der Todesschütze von Norwegen hat nach Angaben der Polizei ausgesagt, allein gehandelt zu haben. „Er hat den Bombenanschlag und die Schüsse gestanden“, sagte der amtierende Polizeichef Sveinung Sponheim am Sonntag auf einer Pressekonferenz. „Er habe sich aber nicht eines Verbrechens für schuldig bekannt“, fügte er hinzu.

Der Täter Anders Behring Breivik habe ausgesagt, die Anschläge alleine verübt zu haben, führte die Polizei weiter aus. „Wir müssen aber alles überprüfen, was er gesagt hat.“ Zeugenaussagen hätten Unsicherheit aufkommen lassen, ob es einen oder mehrere Schützen gab. Weitere Tatverdächtige gebe es aber nicht. Bei dem Bombenanschlag auf ein Regierungsgebäude in Oslo und dem Massaker auf der Insel Utöya kamen am Freitag 92 Menschen ums Leben. Da noch mehrere Personen vermisst werden, könnte die Zahl der Opfer noch steigen.

24. Juli, 9 Uhr:

Der norwegische Attentäter Anders B. hat seine Anschläge mit mindestens 92 Toten bei Verhören als «grausam, aber notwendig» bezeichnet.

Kurz vor der Bombenexplosion im Osloer Regierungsviertel und dem Massaker in einem sozialdemokratischen Jugendferienlager hatte er in einem 1500 Seiten starken «Manifest» Terroraktionen zur «Rettung Europas vor dem Kulturmarxismus und der Islamisierung» angekündigt, berichtete der TV-Sender NRK in Oslo.

Der Verteidiger des 32-Jährigen, Geir Lippestad, sagte am Sonntag im Sender TV2, die Äußerungen des Attentäters in dem mehrstündigen Polizeiverhör seien zum Teil unverständlich gewesen. «Es ist ausgesprochen schwer für mich, eine vernünftige Zusammenfassung von dem zu geben, was er in dem Verhör gesagt hat.»

Der Attentäter hatte am Samstag die Täterschaft bei beiden Anschlägen zugegeben.

24. Juli, 8:45 Uhr:

Der norwegische Terrorverdächtige hat die ihm zur Last gelegten Taten offenbar schon seit fast zwei Jahren geplant. Das geht aus einem im Internet veröffentlichten Manifest hervor, das dem 32-Jährigen zugeschrieben wird. Das Dokument wurde teilweise als Tagebuch geführt, teils gibt es Anleitungen zum Bombenbau oder beschreibt die Islamfeindlichkeit des Autors. „Ich werde als das größte (Nazi-)Monster beschrieben werden, das es seit dem Zweiten Weltkrieg gegeben hat“, heißt es in dem Manifest. Der Text ist mit einem Pseudonym unterschrieben, dessen Herkunft der Autor aus seinem eigenen Namen - Anders B. - ableitet.

Der Anwalt des am Freitag festgenommenen Verdächtigen hatte dem norwegischen Fernsehsender NRK am Samstagabend gesagt, der 32-Jährige habe die Tat „wahrscheinlich seit langem geplant“. Sein Mandant habe sein Handeln als „grausam“ beschrieben. Er habe aber „diese Taten zu Ende bringen müssen“. Anders B. wird zur Last gelegt, am Freitag im Osloer Regierungsviertel eine Bombe gezündet und wenig später auf Teilnehmer eines Jugendlagers der regierenden Arbeiterpartei auf der Insel Utöya geschossen zu haben. Durch beide Taten starben mindestens 92 Menschen.

23. Juli, 00:40 Uhr

Der wegen der beiden Anschläge mit 92 Toten in Norwegen beschuldigte 32-Jährige hat die Attacken zugegeben. Sein Mandant habe den „Sachverhalt eingestanden“, sagte der Verteidiger des Norwegers, Geir Lippestad, am späten Samstagabend dem Sender NRK. Am Montag werde der 32-Jährige bei einem Gerichtstermin weitere Einzelheiten nennen.

23. Juli, 20:46 Uhr:

Der mutmaßliche Massenmörder von Norwegen hat in ersten Vernehmungen ein Teilgeständnis abgelegt. Nach Polizeiangaben vom Samstagabend hat der 32-Jährige eingeräumt, dass er auf der Insel Utøya gewesen ist und Schüsse abgegeben hat.

Er habe zwei Waffen dabei gehabt. Er habe aber keine Angaben über sein Motiv gemacht. Es gibt laut Polizei noch keine Hinweise, ob er alleine gehandelt habe. Mehrere Jugendliche aus dem Feriencamp würden noch vermisst. Bei einem Bombenattentat in Oslo und dem Blutbad im Lager waren am Freitag mindestens 92 Menschen ums Leben gekommen.

23. Juli, 18:24 Uhr:

Bei dem Doppelanschlag in Norwegen sind möglicherweise insgesamt 98 Menschen ums Leben gekommen. Dies erklärte die norwegische Polizei am Samstag. Bislang war die Polizei von 92 Toten ausgegangen. Es sei auch weiterhin nicht klar, ob der Mann allein gehandelt habe. Der Massenmord auf dem Feriencamp habe etwa anderthalb Stunden angehalten. Der Täter habe sich sofort ergeben, als er von der Polizei dazu aufgefordert worden sei. Der 32-jahre alte Mann sei geständig, erklärte die Polizei weiter.

23. Juli, 17:37 Uhr:

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat nach dem Doppelanschlag von Norwegen zur Solidarität gegen Ausländerfeindlichkeit und Hass aufgerufen. Offenbar sei der Hass auf anders Aussehende und vermeintlich Fremde Motiv der Tat gewesen, sagte Merkel am Samstag in Berlin. „Dieser Hass ist unser gemeinsamer Feind. Wir alle, die wir an die Freiheit, den Respekt und das friedliche Zusammenleben glauben, wir alle müssen diesem Hass entgegentreten“, sagte die Kanzlerin. Außenminister Guido Westerwelle bot Norwegen Hilfe bei der Bewältigung der Folgen des Anschlags an.

Parteiübergreifend löste der Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel und der anschließende Massenmord auf einer Ferieninsel Entsetzen und Mitgefühl aus. Dringend tatverdächtig ist ein 32 Jahre alter Norweger, der nach neuesten Angaben 92 Menschen getötet haben soll. Er soll ein christlicher Fundamentalist mit rechtsextremistischem Gedankengut sein.

23. Juli, 16:22 Uhr:

Der mutmaßliche norwegische Attentäter ist nach offiziell unbestätigten Angaben von Antiterror-Spezialisten aus der Luft angegriffen und mit Tränengas betäubt worden. Der TV-Sender NRK berief sich am Samstag auf „Polizeikreise“ mit entsprechenden Angaben.

Die Spezialeinheit soll am Vortag sofort nach den ersten Meldungen über Schüsse per Hubschrauber zu der 40 Kilometer entfernten Insel Utøya geflogen sein. Die Polizei wollte nichts über die Umstände der Festnahme des als rechtsradikal eingestuften Norwegers mitteilen. Er wurde festgenommen und nach Oslo gebracht.

Im Sender NRK wurden Videobilder mit dem als Polizisten verkleideten 32-Jährigen gezeigt, wie er vor der Festnahme eine Pistole auf einen am Boden liegenden Jugendlichen richtet. Daneben liegen direkt am Wasser mehrere Verletzte oder Tote.

23. Juli, 16:15 Uhr:

Die Zahl der Todesopfer beim Massaker in einem norwegischen Sommerlager für Jugendliche auf der Insel Utøya ist auf 85 gestiegen. Das berichtete der TV-Sender NRK am Samstag unter Berufung auf die Polizei. Zusammen mit den sieben Toten der Bombenexplosion am Freitag in Oslo sind damit mindestens 92 Menschen bei den Anschlägen ums Leben gekommen. Die Polizei schließt weitere Opfer nicht aus.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB wurden am Samstag 28 Verletzte im Osloer Ullevål-Krankenhaus behandelt. 17 von ihnen waren durch Schüsse auf der Fjordinsel Utøya, 11 durch die Bombenexplosion im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt verletzt. Die meisten der Patienten hätten schwere oder lebensgefährliche Verletzungen erlitten, hieß es in dem NTB-Bericht.

23. Juli, 13:28 Uhr:

Nach den beiden Anschlägen auf das Osloer Regierungsviertel und ein Jugendcamp auf der Insel Utöya ist in der Nähe des norwegischen Ministerpräsidenten Jens Stoltenberg laut einem Medienbericht ein Mann mit einem Messer festgenommen worden. Der junge Mann sei auf dem Gelände, auf dem die Überlebenden des Angriffs von Utöya versammelt waren, mit einem Messer in der Tasche gefasst worden, berichtete der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NRK am Samstag. Kurz zuvor sei Regierungschef Stoltenberg dort zu einem Besuch eingetroffen.

Der Festgenommene habe angegeben, er habe das Messer bei sich getragen, weil er sich nicht sicher gefühlt habe, berichtete eine NRK-Journalistin, die in der Nähe des Hotels war, in dem sich die Jugendcamp-Teilnehmer aufhielten. Außerdem habe er versichert, dass er der Arbeiterjugend angehöre, die das Camp veranstaltete. Die Polizei war zunächst nicht zu einer Stellungnahme zu erreichen.

Am Freitag hatte die Polizei einen 32-jährigen Norweger festgenommen, der zunächst den Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel verübt haben soll, bei dem sieben Menschen ums Leben kamen. Außerdem soll er in dem politischen Jugendferiencamp auf der Insel Utöya 84 Menschen erschossen haben. Auch auf Utöya entdeckten die Ermittler Sprengstoff.

23. Juli, 13:01 Uhr:

Die norwegische Polizei sucht nach einem möglichen zweiten Täter der Anschläge vom Freitag. Das bestätigten Fahndungssprecher am Samstag in Oslo. Als Hintergrund wurden die Angaben von Augenzeugen genannt. Kriposprecher Einar Aas sagte der Online-Ausgabe der Zeitung „Verdens Gang“: „Wir haben mehrere übereinstimmende Zeugenaussagen, wonach es einen zweiten Täter geben soll. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, das aufzuklären.“

Nach den Medienangaben erklärten die Zeugen, dass der mögliche zweite Täter nicht wie der am Freitag nach dem Massaker Festgenommene eine Polizeiuniform getragen habe. Weitere Einzelheiten wurden nicht genannt. In ihren bisherigen Erklärungen war die Polizei von einem Einzeltäter ausgegangen.

23. Juli, 12:43 Uhr:

Der mutmaßlich norwegische Attentäter hat nach Augenzeugenberichten mehr als 45 Minuten auf Jugendliche im Ferienlager auf der Insel Utøya geschossen. Das berichtete die 22- jährige Nicoline Bjerge Schie am Samstag in der Online-Ausgabe der Zeitung „Dagbladet“. „Die Schüsse kamen mit etwa zehn Sekunden Zwischenraum und über etwa eine Dreiviertelstunde.“

Die junge Frau hatte sich selbst mit Freunden hinter einem Felsen am Wasser versteckt. Über ihre Eindrücke berichtete sie: „Ich hab ihn nicht gesehen, aber gehört. Er schrie und jubelte und gab mehrere Siegesrufe von sich.“

In der Zeitung „Verdens Gang“ sagte der sozialdemokratische Jugendfunktionär Adrian Pracon, dass der Täter mehrfach schrie: „Ich bringe auch alle um. Alle müssen sterben.“ Er selbst habe nur überlebt, weil er sich tot gestellt hatte, berichtete der Norweger. „Er zielte mit der Pistole auf mich, aber er hat nicht abgedrückt.“

Im TV-Sender NRK berichtete der ebenfalls überlebende Ali al Hatem, dass zuerst eine Gruppe Jugendlicher auf den Mann zulief, der als Polizist verkleidet auf die kleine Insel Utøya gekommen war. „Er hat direkt auf alle geschossen, die auf ihn zuliefen“, sagte der junge Mann weiter. Er selbst sei sofort in die andere Richtung gelaufen und habe sich am Wasser versteckt.

23. Juli, 10:18 Uhr:

Die Polizei von Oslo hat Hinweise auf eine rechtsextreme Orientierung des mutmaßlichen Doppel-Attentäters. Die Internetseite des Tatverdächtigen lasse eine rechtsextreme, christlich-fundamentalistische Haltung erkennen, erklärte die Polizei am Samstag.

23. Juli, 09:57 Uhr:

Am Tag nach den beiden Terroranschlägen in Norwegen mit mindestens 91 Toten sichert Militär die Osloer Innenstadt. Wie Ministerpräsident Jens Stoltenberg am Samstagmorgen bestätigte, sollen die Einheiten vor allem die Ermittlungsarbeit der Polizei im Regierungsviertel absichern. Die Fahndungsleitung nahm unterdessen ihre Aufforderung an alle Bürger zurück, sich aus der Innenstadt fernzuhalten. „Natürlich wirkt das sehr massiv mit dem Militär. Aber es ist eine normale Hilfeleistung für uns“, sagte Polizeichef Øystein Mæland im TV-Sender NRK. Über die Gefahr weiterer Anschläge sagte er: „Oslo ist heute wieder eine sichere Stadt.“ Bei der Explosion einer Bombe im Regierungsviertel waren am Freitagnachmittag sieben Menschen getötet worden.

Nach Überzeugung der Polizei fuhr der mutmaßliche Attentäter danach mit dem Auto zur 40 Kilometer entfernten Insel Utøya, wo er bei einem Massaker in einem Jugend-Sommerlager mindestens 84 Menschen tötete.

23. Juli, 09:46 Uhr:

Die Angaben des festgenommenen Mannes über sich selbst deuteten auf einen „christlich-fundamentalistischen“ Standpunkt hin, sagte Fahndungschef Øystein Mæland bei der Pressekonferenz im Polizeihauptquartier. Der 32-Jährige sei bereit zur Aussage. Man stehe aber vor „äußerst umfassenden und langfristigen Ermittlungen“. Deshalb wolle man vorerst keine Details über die beiden Anschläge veröffentlichen.

23. Juli, 09:28 Uhr:

Der festgenommene 32-jährige Norweger gilt für die Osloer Polizei als Täter beider Anschläge vom Freitag. Das sagte Fahndungschef Øystein Mæland bei der Pressekonferenz im Polizeihauptquartier am Samstagvormittag. Er wollte aber keine Einzelheiten über den Ablauf, mögliche Hintergründe und die bisherigen Aussagen des mutmaßlichen Täters nennen. „Es deutet einiges darauf hin, dass er sich erklären wird“, sagte Mæland weiter. Die Angaben des Mannes über sich selbst deuteten auf einen „christlich-fundamentalistischen“ Standpunkt hin. Er sei bisher nicht im Blickfeld der Polizei gewesen.

23. Juli, 09:21 Uhr:

Gegen den nach dem Massaker in dem Ferienlager festgenommenen Norweger wird unter anderem auch wegen Verdachts auf eine terroristische Handlung ermittelt. Wie die Osloer Polizei mitteilte, ist der 32-Jährige bereit zur Aussage. Man stehe aber vor „äußerst umfassenden und langfristigen Ermittlungen“. Deshalb wolle man vorerst keine Details über die beiden Anschläge veröffentlichen.

23. Juli, 09:11 Uhr:

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat nach den beiden Anschlägen in Oslo und auf der Insel Utøya in der Nacht zum Samstag Verletzte besucht. Stoltenberg sagte im Ullevål-Krankenhaus der Hauptstadt zu den wahrscheinlich von einem Einzeltäter verübten Anschlägen: „Sie werden Norwegen verändern.“ Die Antwort des Landes müssten „noch mehr Demokratie und Offenheit“ sein.

König Harald V. forderte seine Landsleute auf, in der „schlimmsten nationalen Krise seit dem Zweiten Weltkrieg“ zusammenzustehen und einander zu stützen. Justizminister Knut Storberget sprach im TV-Sender NRK von einer „unfassbaren nationalen Katastrophe“.

23. Juli, 09:01 Uhr:

Bei dem Anschlag auf das Jugendsommerlager auf der Insel Utøya sind mindestens 84 Menschen ums Leben gekommen. Das teilte ein Polizeisprecher in Oslo am Samstagmorgen mit. Bei der Bombenexplosion im Osloer Regierungsviertel starben sieben Menschen.

22. Juli, 23:01 Uhr: Keine Ankündigung im Vorfeld

Der norwegische Justizminister Knut Storberget sagte, es habe im Vorfeld keine Drohungen im Zusammenhang mit den Terroranschlägen gegeben. Ob der auf der Ferieninsel festgenommene Mann bei beiden Anschlägen alleine arbeitete, wollte Storberget nicht kommentieren.

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22. Juli, 22:53 Uhr: Stoltenberg beschwört Nation zum Zusammenhalt / Verdächtiger ist Norweger

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat nach den Terrorangriffen den Zusammenhalt im Land beschworen. Er habe eine Botschaft an die Täter: „Ihr werdet unsere Demokratie und unser Engagement für eine bessere Welt nicht zerstören“, kündigte er in einer Pressekonferenz an. Niemand könne Norwegen „zum Schweigen schießen“, das Land werde nicht aufhören, zu seinen Werten zu stehen. Justizminister Knut Storberget erklärte, der auf der Ferieninsel Utøya festgenommene Mann sei ein Norweger. +++

22. Juli, 22:19 Uhr: Täter womöglich für beide Angriffe verantwortlich

Die norwegische Polizei vermutet, dass der nach der Schießerei auf der Insel verhaftete Mann auch für den Bombenanschlag in Oslo verantwortlich ist. Das sagte der Osloer Polizeichef am Abend.

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22. Juli, 22:08 Uhr: Zehn Tote auf Utøya

Die norwegische Polizei hat die Zahl der Opfer der Schießerei im Jugendlager konkretisiert. Zehn Menschen wurden getötet und mehrere verletzt, sagte der Osloer Polizeichef am späten Freitag. Die Lage auf der Insel Utøya sei unter Kontrolle. Der mutmaßliche Täter wird auch mit dem Bombenanschlag in Oslo in Verbindung gebracht.

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22. Juli, 21:59 Uhr: Osloer Polizei sieht in Anschlägen lokale Täter am Werk Oslo

Die Osloer Polizei glaubt im Zusammenhang mit den beiden Anschlägen in Norwegen nicht an internationalen Terrorismus. wahrscheinlicher sei eine lokale Variante, die sich gegen das derzeitige politische System wende, meldete die Nachrichtenagentur NTB am Freitagabend. Die Polizei kenne das Milieu, in dem sich der auf der Ferieninsel festgenommene Mann aufhalte.

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22. Juli, 21:51 Uhr: Polizei hat Täter identifiziert

Die norwegische Polizei hat den vermutlichen Täter in der Schießerei in einem Jugendcamp auf der Insel Utoya identifiziert. Wie die norwegische Nachrichtenagentur NTB am späten Freitag berichtete, würde der Mann in Oslo verhört. Die Osloer Polizei glaubt, dass der auf der norwegischen Ferieninsel festgenommene Mann am Nachmittag in Oslo gesehen wurde. Es sei noch nicht sicher, welche Waffen er genutzt oder ob er bei den Anschlägen alleine gehandelt habe, sagte Polizist Sverre Sponheim der Nachrichtenagentur NTB. +++

22. Juli, 21:43 Uhr: Neun oder zehn Tote im Feriencamp bei Oslo

Bei den Schüssen im Ferienlager auf der norwegischen Insel Utøya sind am Freitag neun oder zehn Menschen getötet worden. Das sagte ein Polizeisprecher in Oslo. Die Polizei gehe davon aus, dass der Schütze auch mit den Anschlägen im Osloer Regierungsviertel zu tun habe.

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22. Juli, 21:01 Uhr: Verstärkte Grenzkontrollen

Die norwegische Polizei hat nach den Anschlägen vom Freitag die Grenzkontrollen verstärkt. Reisende von und nach Norwegen sollen strenger kontrolliert werden. Der Flugverkehr am Flughafen Oslo verlaufe normal, jedoch sollten Reisende mehr Zeit für Sicherheitskontrollen einplanen.

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22. Juli, 20:40 Uhr: Norwegen kündigt „entschlossene Reaktion“ auf Anschläge an

Norwegens Ministerpräsident Jens Stoltenberg hat eine entschlossene Reaktion der Behörden auf die Anschläge vom Freitag mit mindestens sieben Toten angekündigt. „Wir werden alle verfügbaren Kräfte einsetzen, um uns zu schützen“, sagte der Regierungschef am Abend im Fernsehsender TV2. Stoltenberg, dessen Kanzlei bei der Bombenexplosion im Regierungsviertel von Oslo beschädigt wurde, sagte: „Es war eine sehr ernste Explosion.“ Auch den Amoklauf eines als Polizist verkleideten Mannes in einem Ferienlager für Jugendliche stufte er als „sehr, sehr ernst“ ein. Der Ministerpräsident bestätigte, dass er die Explosion im Regierungsgebäude mit seinem Büro in der obersten Etage selbst gehört habe. Weitere Einzelheiten über seinen Aufenthaltsort wollte er nicht mitteilen.

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22. Juli, 19:46 Uhr: Außenamt: Keine Erkenntnisse über deutsche Opfer Das Auswärtige Amt hat bislang keine Hinweise auf mögliche deutsche Opfer bei den Terrorattacken in Norwegen. Das sagte ein Sprecher am Abend auf dpa-Anfrage in Berlin. Die deutsche Botschaft in Oslo stehe in engem Kontakt mit den norwegischen Behörden.

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22. Juli, 19:46 Uhr: Polizei: Sieben Tote bei Anschlag in Oslo

Die Zahl der Todesopfer in Oslo ist nach Angaben der Polizei auf sieben gestiegen. Das meldete die norwegische Nachrichtenagentur NTB nach dem Bombenanschlag am Freitag im Regierungsviertel der norwegischen Hauptstadt.

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22. Juli, 19:36 Uhr: Vier Tote bei Schießerei in Partei-Jugendcamp nahe Oslo

Bei der Schießerei in einem Jugendcamp der Arbeiterpartei nahe der norwegischen Hauptstadt Oslo sind einem Medienbericht zufolge am Freitag mindestens vier Menschen getötet worden. „Mindestens vier Personen sind getroffen und getötet worden“, zitierte die Zeitung „Varden“ einen Teilnehmer. Zuvor hatte der TV-Sender NRK berichtet, ein Mann in Polizeiuniform habe bei dem Treffen auf der Fjordinsel Utoya das Feuer eröffnet.

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22. Juli, 19:32 Uhr: Polizei: Anschlag und Schießerei in Norwegen hängen zusammen

Zwischen dem Bombenanschlag in Oslo und der Schießerei in einem Ferienlager auf einer norwegischen Insel besteht ein Zusammenhang. Das teilte die norwegische Polizei am Freitagabend nach Angaben des staatlichen Rundfunksenders NRK mit. dpa im xxzz n1 bi

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22. Juli, 19:19 Uhr: Verdächtiger nach Schießerei festgenommen

Die Polizei hat nach der Schießerei in einem Jugendlager auf der Insel Utoya in Norwegen einen Verdächtigen festgenommen, wie der staatliche Rundfunksender NRK am Freitagabend berichtete. Fünf Menschen wurden nach Medienangaben verletzt.

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22. Juli, 19:11 Uhr: Bevölkerung soll Stadtzentrum meiden

Die norwegische Polizei hat die Bevölkerung in Oslo gebeten, ihre Mobiletelefone nicht zu benutzen, um eine Überlastung der Netze zu vermeiden. Das meldet der staatliche Rundfunksender NRK. Die Menschen sollten außerdem das Stadtzentrum meiden.

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22. Juli, 18:51 Uhr: Mehrere Leichen auf der Straße

Unklar ist die Zahl der Toten nach dem Anschlag. Laut Polizei liegen mehrere Leichen auf der Straße. Der Sender NRK berichtet von Toten im Regierungsgebäude. +++

22. Juli, 18:44 Uhr: Hauptbahnhof und weitere Gebäude evakuiert

In Oslo wurden nach Angaben des staatlichen Rundfunks NRK der Hauptbahnhof, die Einkaufszentren Oslo City und Byporten sowie die Büros der Medien „VG“, „NTB“, „Aftenposten“ und „TV2“ evakuiert. Die Polizei rief die Bevölkerung nach der schweren Explosion dazu auf, das Zentrum Oslos und große Menschenansammlungen zu meiden. +++

22. Juli, 18:39 Uhr: Offenbar Schüsse auf Jugendlager bei Oslo

Unbekannte haben ein Jugendlager der norwegischen Sozialdemokraten beschossen. Das berichtete die Zeitung „VG“ unter Berufung auf Augenzeugen. Ministerpräsident Jens Stoltenberg sagte im Sender TV2, es gebe in dem Ferienlager der sozialdemokratischen Jugendorganisation AUF auf der Insel Utøya im Bezirk Buskerud mit 700 Personen „eine ernste Lage“.

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22. Juli, 18:38 Uhr: BKA: Keine konkreten Hinweise auf Anschläge in Deutschland

Die Sicherheitsbehörden in Deutschland sind nach der Bombenexplosion in Oslo alarmiert. Eine Erhöhung des Sicherheitsniveaus gebe es aber nicht, da nach wie vor von einer „hohen Gefährdungslage“ ausgegangen werde, sagte eine Sprecherin des Bundeskriminalamtes am Freitag auf dapd-Anfrage in Wiesbaden. Konkrete Hinweise auf mögliche Anschläge in Deutschland lägen nicht vor. Am Nachmittag hatte eine heftige Explosion die norwegische Hauptstadt erschüttert. Dabei kamen nach ersten Angaben zwei Menschen ums Leben, weitere 15 wurden verletzt. Die Polizei schloss einen Anschlag nicht aus.

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22. Juli, 18:21 Uhr: Regierungschef hält Lage für "sehr ernst"

Nach dem verheerenden Bombenanschlag in der norwegischen Hauptstadt Oslo hält Regierungschef Jens Stoltenberg seinen Aufenthaltsort geheim. „Das ist sehr ernst“, beschrieb Stoltenberg in einem Telefonat mit dem Fernsehsender TV2 die Lage. Zugleich nannte er es zu früh, um zu sagen, ob es sich um einen Terroranschlag gehandelt habe. Auf Anraten der Polizei wollte der Regierungschef nicht mitteilen, wo er sich aufhält. Er versicherte, alle Minister seines Kabinetts seien nach dem Anschlag auf einen Gebäudekomplex mit Regierungsbüros unversehrt. Auch Stoltenbergs Büro befand sich in dem Komplex. Die Polizei forderte die Bevölkerung unterdessen zum Verlassen der Innenstadt von Oslo auf. Bei dem Bombenanschlag im Regierungsviertel sind am Nachmittag ersten Mitteilungen zufolge mindestens zwei Menschen getötet worden.

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22. Juli, 18:15 Uhr: Vier Gebäude wurden schwer beschädigt.

Ob es mehr als eine Bombe war, war zunächst unklar. Laut Polizei wollen Zeugen mehrere Explosionen gehört haben. Vier Gebäude wurden schwer beschädigt.

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22. Juli, 18:12 Uhr: Polizei fordert auf, das Osloer Zentrum zu verlassen

Die Polizei sprach von einer unklaren Situation. Sie rief dazu auf, große Menschenansammlungen zu meiden und das Osloer Zentrum zu verlassen. Ein Motiv für den Anschlag sei noch nicht bekannt.

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22. Juli, 18:07 Uhr: Mindestens 15 Verletzte

Neben den zwei Toten wurden bei dem Anschlag in Oslo auch mindestens 15 Menschen verletzt. Das teilte die Polizei auf einer Pressekonferenz mit.

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22. Juli, 18:05 Uhr: Bewaffnete kontrollieren Fahrzeuge am Flughafen

Am Osloer Flughafen Gardermoen kontrollieren bewaffnete Polizisten alle ankommenden und abfahrenden Autos. Das berichtet die norwegische Zeitung aftenposten.no. Demnach sagte die Einsatzleiterin der Polizei am Flughafen, Marianne Huseby, es herrsche erhöhte Bereitschaft auf dem Flugplatz in Verbindung mit der Bombenexplosion im Zentrum. Der Flugbetrieb laufe jedoch normal weiter, sagte ein Sprecher des Flughafens.

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(dpa/rtr/dapd/afp)

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