Hohenschönhausen

Kurzes Comeback von Hubertus Knabe

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Der Ex-Direktor der Stasi-Gedenkstätte in Berlin Hubertus Knabe erzielt einen juristischen Zwischenerfolg.

Am Montagmorgen war das Aufsehen in der Stasiopfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen groß. Da erschien der bisherige und zuletzt abberufene Direktor Hubertus Knabe, um wieder seiner Arbeit nachzugehen. Zuvor hatte Knabe via Twitter seine Freude kundgetan, sich ab Montag erneut seiner „Lebensaufgabe“ widmen zu können. Doch am Nachmittag war die Rückkehr schon wieder vorüber. Da setzte das Berliner Landgericht eine zuvor erlassene einstweilige Verfügung außer Vollzug. Es hieß, die Lage sei „ein wenig unübersichtlich“.

Am 25. September war Knabe vom Stiftungsrat der Einrichtung zum 31. März 2019 entlassen und bis dahin freigestellt worden. Grund waren Vorwürfe ehemaliger Mitarbeiterinnen über „strukturellen Sexismus aus der Führungsetage“. Diese richteten sich im Wesentlichen gegen Knabes Stellvertreter Helmuth Frauendorfer. Knabe wurde vom Stiftungsrat unter Vorsitz des Berliner Kultursenators Klaus Lederer (Linke) einstimmig der Vorwurf gemacht, gegen die Belästigungen nicht eingeschritten zu sein.

Knabe erwirkte gegen die Entscheidung eine einstweilige Verfügung. Demnach sollte er mit sofortiger Wirkung wieder als Gedenkstättendirektor tätig werden können. Daraufhin wiederum berief der Stiftungsrat den Ex-Direktor am Sonntagabend mit sofortiger Wirkung als Vorstand und Direktor der Gedenkstätte mit dem Verweis auf „diverse Rechtsverstöße“, Pflichtverletzungen und ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis ab. Grundlage der Abberufung war ein Bericht der früheren Stasi-Unterlagen-Beauftragten Marianne Birthler. In mehr als 40 Gesprächen habe ihr gegenüber keine der Frauen die Vorwürfe angezweifelt. Zugleich legte der Stiftungsrat beim Landgericht Widerspruch gegen die einstweilige Verfügung ein. Das Gericht setzte sie nun im Eilverfahren außer Vollzug, bis über den Widerspruch in der Sache entschieden ist.

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