1. Startseite
  2. Politik

Wirtschaftskrise in Kuba: Regierung wirbt um ausländische Investitionen

Erstellt:

Von: Ares Abasi

Kommentare

Eine kubanische Flagge vor blauem Himmel und Sonnnenschein.
Schwere Wirtschaftskrise in Kuba: Das Land benötigt Hilfe. © Fernando Oduber/IMAGO

Kuba steht vor seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit 30 Jahren. Nun möchte die Regierung den Mangel an Ware beheben, indem andere Länder investieren.

Havanna – Kuba will zum ersten Mal seit 60 Jahren ausländische Investoren im Groß- und Einzelhandel zulassen. Dieser Schritt stellt für die kommunistische Regierung des Inselstaates eine bedeutende Veränderung dar und hebt die Politik Fidel Castros aus den 1960er Jahren auf, den Einzelhandel zu verstaatlichen.

Doch Kuba befindet sich derzeit in der schwersten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten, mit steigenden Preisen und öffentlicher Unzufriedenheit, das berichtet der Nachrichtensender BBC. Die Politik zielt darauf ab, Engpässe bei grundlegenden Gütern wie Lebensmitteln und Medikamenten zu beseitigen - eine vollständige Öffnung des Handels ist jedoch nicht vorgesehen.

Wirtschaftskrise in Kuba: „Ausweitung der Versorgung der Bevölkerung“ soll ermöglicht werden

Regierungsbeamte erklärten, dass ausländische Investoren ganz oder teilweise Eigentümer von in Kuba ansässigen Großhändlern werden können. Der Einzelhandel werde jedoch nicht ohne Kontrolle für internationale Investoren zugänglich sein, da „ein staatlicher Markt vorherrschen muss“, sagte Außenhandelsministerin Betsy Díaz Velázquez.

Wirtschaftsminister Alejandro Gil sagte, der Schritt werde die „Ausweitung und Diversifizierung der Versorgung der Bevölkerung ermöglichen und zur Erholung der heimischen Industrie beitragen“.

Wirtschaftskrise in Kuba: Fidel Castros Politik wird abgelöst

1969 verstaatlichte Fidel Castro den privaten Groß- und Einzelhandel in Kuba. Mit dem neuen Gesetz über ausländische Investitionen wird jedoch anerkannt, dass die zentralistische Regierung des Landes den Mangel an lebenswichtigen Gütern nicht ohne Investitionen aus dem Ausland beheben kann.

Im Rahmen der neuen Politik werden Unternehmen, die bereits seit mehreren Jahren in Kuba ansässig sind, bevorzugt behandelt. Regierungsbeamte erklärten, sie würden vorrangig Geschäfte mit Unternehmen abschließen, die grüne Energietechnologien und Ausrüstungen verkaufen, die die einheimische Produktion ankurbeln könnten. Sie fügte hinzu, dass es zunächst keinen Wettbewerb auf dem Markt geben werde. (Ares Abasi)

Auch interessant

Kommentare