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Festnahmen nach Protesten

Kuba: „Nieder mit der Diktatur“ – Landesweite Proteste gegen Regierung

Kuba steckt mitten in einer Wirtschaftskrise. Bei Protesten in mehreren Städten leisten tausende Menschen Widerstand gegen die autoritäre Regierung.

Havanna – In Kuba sind tausende Menschen gegen die kommunistische Regierung auf die Straße gegangen. Bei Demonstrationen am Sonntag (11.07.2021) protestierten sie gegen die Ein-Parteien-Regierung der Kommunistischen Partei (PCC).

„Nieder mit der Diktatur“, skandierten die Menschen.

Kuba: Wirtschaftskrise ist Auslöser der Proteste gegen Regierung

In der Hauptstadt Havanna versammelten sich die Menschen vor dem Kapitol. „Wir wollen Freiheit“, riefen die Demonstrierenden. Die Polizei setzte Tränengas ein und nahm mindestens zehn Menschen fest. Die Sicherheitskräfte schlugen außerdem mit Plastikrohren auf die Menschen ein, beobachteten AFP-Reporter. Auch in der etwa 30 Kilometer von Havanna entfernten Stadt San Antonio de los Baños gingen Menschen auf die Straße. In den sozialen Netzwerken kursieren Videos und Bilder von Protesten in weiteren Städten, obwohl am Sonntag der Zugang zum Internet kaum möglich war.

Tausende Menschen in Kuba protestieren gegen die Regierung.

Mit den Protesten brachten die Demonstrierenden ihren Unmut über die aktuelle Wirtschaftskrise und die Strom- und Lebensmittelknappheit zum Ausdruck. Auch die Corona-Politik ist Anlass für Unmut im Inselstaat.

Kuba: Präsident Díaz-Canel fordert „Revolutionäre“ zum Widerstand gegen Proteste auf

Kubas Präsident Miguel Díaz-Canel fuhr nach San Antonio de los Baños. In einer Ansprache im Staatsfernsehen wandte er sich an die Bevölkerung. „Wir werden die Souveränität und Unabhängigkeit dieser Nation nicht aufgeben“, Díaz-Canel. Er forderte die Kubaner:innen auf, sich den Protesten entgegenzustellen. „Wenn sie die Revolution bezwingen wollen, müssen sie über unsere Leichen gehen“, sagte der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei.

Die USA warnten die kubanische Regierung vor einem gewaltsamen Vorgehen gegen die Proteste. „Wir stehen zum Recht des kubanischen Volkes, sich friedlich zu versammeln“, so Julie Chung, die im amerikanischen Außenministerium für den amerikanischen Kontinent zuständig ist. Die Vereinigten Staaten unterstützen die Meinungs- und Versammlungsfreiheit in Kuba und würden jede Gewalt oder Vorgehen gegen friedliche Demonstranten, die ihre universellen Rechte ausüben, scharf verurteilen“, schrieb Joe Bidens Sicherheitsberater Jake Sullivan auf Twitter.

Kuba: Seltene Proteste gegen autoritäre Regierung

Proteste gegen die Regierung in Kuba sind selten. Zuletzt kritisierte allerdings eine Bewegung von Künstler:innen und Intellektuellen die Regierung. Sie hatten die demokratische Öffnung des Systems gefordert. Die Bewegung hatte zahlreiche Menschen auf die Straße gebracht und auch international für Aufmerksamkeit gesorgt.

Präsident Miguel Díaz-Canel hatte erst im April 2021 die Führung der Kommunistischen Partei Kubas von von Raúl Castro übernommen. Erstmals seit 1959 ist damit auf der sozialistischen Karibikinsel kein Castro mehr in einer Führungsposition. (Max Schäfer mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Pedro Portal/dpa

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