Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Barack Obama steht wegen seines Drohnenkriegs in der Kritik.
+
Barack Obama steht wegen seines Drohnenkriegs in der Kritik.

Drohnenkrieg

Kritik an Obama

  • Damir Fras
    VonDamir Fras
    schließen

Ehemalige Vertraute des US-Präsidenten stellen den Einsatz von ferngesteuerten Flugobjekten im Kampf gegen Terrorverdächtige öffentlich infrage.

US-Präsident Barack Obama gerät wegen seines Drohnenkriegs gegen Terrorverdächtige im Ausland immer stärker unter Druck. Auch ehemalige Vertraute stellen die gezielte Tötung mit unbemannten Flugkörpern öffentlich infrage.

So warnte James Cartwright, stellvertretender US-Generalstabschef bis Herbst 2011, vor Rückschlägen im Kampf gegen den Extremismus. Der Einsatz von Drohnen könne sich als kontraproduktiv erweisen, sagte der pensionierte General während eines Vortrags in Chicago. Wer versuche, eine Lösung herbei zu töten, werde auch Menschen gegen sich aufbringen, die gar nicht Ziel der Einsätze seien.

Schon seit Monaten verurteilen Menschenrechtler, Vertreter der Vereinten Nationen (UN) und der ehemalige Afghanistan-Kommandeur Stanley McChrystal und der frühere CIA-Direktor Michael Hayden den Einsatz der unbemannten Flugkörper, dem oft auch Zivilisten zum Opfer fallen.

Angeblich mehr als 400 Zivilisten getötet

Nach Angaben des Bureau of Investigative Journalism in London, das die Zahl der Attacken mit Drohnen auflistet, sollen allein in Pakistan in den vergangenen Jahren mehr als 400 Zivilisten getötet worden sein. Die Gesamtzahl der Drohnenopfer im Nachbarland Afghanistans gibt das Büro mit 2200 an. Auch im Jemen und in Somalia gehen die USA mit unbemannten Flugkörpern gegen mutmaßliche Terroristen vor.

Obama hat den Drohnenkrieg von seinem Amtsvorgänger George W. Bush übernommen, ihn jedoch seit Beginn seiner Regierungszeit im Januar 2009 erheblich ausgeweitet. Experten in den USA gehen davon aus, dass der Drohneneinsatz gegen mutmaßliche Feinde ein zentraler Bestandteil der modernen Kriegsführung sein wird. Denn zeitgleich zur Ausweitung der computergesteuerten Drohnenangriffe hat Obama in den vergangenen Jahren den klassischen Einsatz des Militärs im Irak und in Afghanistan reduziert.

Der frühere Obama-Berater Cartwright äußerte sich auch skeptisch zu den Plänen, das Kommando über die Drohnen vom Geheimdienst CIA auf das US-Militär zu übertragen. Die wichtige Trennlinie zwischen Soldaten und Spionen werde verwischt, wenn Armeeangehörige außerhalb von Kriegsgebieten eingesetzt würden, sagte Cartwright.

Auf die Kompetenzverlagerung drängt vor allem der neue CIA-Direktor. John Brennan ist dagegen, dass der Geheimdienst die Spionagearbeit vernachlässigt, weil die Agenten so viele paramilitärische Aufgaben erledigen müssen.

Derzeit bestimmt das US-Verteidigungsministerium in Afghanistan, Somalia und im Jemen, welche Ziele mit Drohnen angegriffen werden. Im Jemen betreibt die CIA ein eigenes Drohnenprogramm. In Pakistan, wo die meisten Angriffe verzeichnet wurden, ist der US-Auslandsgeheimdienst alleine verantwortlich.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare