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Die Krim: Geschichte und Bedeutung der Halbinsel

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Von: Marie Ries

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Schiffe im Hafen von Sewastopol, Krim.
Sewastopol ist die größte Stadt auf der Halbinsel Krim und Hauptstandort der Schwarzmeerflotte Russlands. © imago/Denis Pomortsev

Die Krim spielt im Krieg zwischen Russland und der Ukraine eine bedeutende Rolle. Ein Überblick über Geschichte, Bevölkerung und Hintergründe.

Sewastopol - Die Halbinsel Krim kann auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Seit 2014 steht sie mehr denn je im Mittelpunkt internationaler Aufmerksamkeit: Im Frühjahr 2014 erzwang Russland die völkerrechtswidrige Annexion der Halbinsel und löste damit einen Konflikt aus, der sich später vom Ukraine-Konflikt zum Ukraine-Krieg entwickeln sollte. Die meisten Länder der Völkergemeinschaft erkannten Russlands Anspruch auf die Krim jedoch nicht an, wie aus einer UN-Resolution hervorging. Sie betrachteten die Halbinsel weiterhin als Teil der Ukraine.

BezeichnungKrim
Fläche26.844 km²
Einwohnerinnen und Einwohner2.416.856 (2021)
Größte StadtSewastopol
SprachenRussisch, Krimtatarisch und Ukrainisch
KlimaGemäßigt bis mediterran

Krim: Bewegte Geschichte der Halbinsel

Die Krim hat in ihrer Geschichte schon mehrfach Herrschaftswechsel erlebt. Im späten Mittelalter kontrollierten mongolische Herrscher die Halbinsel. Strategische Bedeutung besaß sie schon damals: Die günstige Lage am Schwarzen Meer ermöglichte lukrativen Handel.

Die Krim zeichnet sich durch eine geostrategisch günstige Lage am Schwarzen Meer aus.
Die Krim zeichnet sich durch eine geostrategisch günstige Lage am Schwarzen Meer aus. © IMAGO/Sergei Malgavko

Um 1500 gelangte die Krim unter die Kontrolle der Osmanen und wurde später zu einer Art Satellitenstaat des osmanischen Reichs. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts jedoch geriet die Krim zunehmend unter die Kontrolle des russischen Kaiserreichs und wurde schließlich 1783 zu einem Teil von Russland erklärt. Große Teile der krimtatarischen Bevölkerung flohen infolgedessen, wie auf der Webseite der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg zu lesen ist.

Später wurde die Krim in die Sowjetunion integriert. Nach dem Zerfall dieser erhielt der Großteil der Halbinsel den Status einer autonomen Republik innerhalb der Ukraine. Damit behielt sie einige Sonderrechte, unter anderem bezüglich Finanzen und Rechtsprechung. Ausgenommen von der Teilrepublik wurde Sewastopol, die größte Stadt der Krim. Sie wurde direkt der ukrainischen Regierung unterstellt.

Bevölkerung mit russischen, krimtatarischen und ukrainischen Wurzeln

Bewohnt wird die Halbinsel nach Angaben von russischen Behörden von über 2,4 Millionen Menschen (Stand 2021). Etwa 400.000 davon leben in Sewastopol. Ein mehrheitlicher Teil der Bevölkerung ist russischstämmig und spricht Russisch als Muttersprache. Aber auch viele ukrainische und krimtatarische Menschen bewohnen die Halbinsel im Schwarzen Meer. Zum Zeitpunkt der russischen Annexion machten diese jeweils etwa 15 Prozent beziehungsweise 12 Prozent der dortigen Bevölkerung aus.

Laut einem Bericht der Vereinten Nationen hat sich die Lage der Krimtataren seit der Annexion Russlands jedoch deutlich verschlechtert – trotz gegenteiliger Versprechungen vom russischen Präsidenten Wladimir Putin. Viele krimtatarische Menschen verließen die Halbinsel deshalb nach 2014. Die muslimische Minderheit war bereits zu Zeiten der Sowjetunion staatlicher Unterdrückung ausgesetzt gewesen.

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Die Krim: ein strategisch wertvoller Ankerpunkt an der Schwarzmeerküste

Militärstrategisch wichtig ist die Krim vor allem auch wegen ihrer Häfen. Schon im 19. Jahrhundert wurde Sewastopol auf der Krim erst Heimat der russischen Schwarzmeerflotte. Auch nach dem Ende der Sowjetunion hatte Russland durch ein Abkommen mit der Ukraine die Schiffe dort weiter stationieren können.

Das Klima der Halbinsel ist gemäßigt bis mediterran. Unter russischen Touristen ist die Krim gerade im Herbst als Urlaubsziel sehr beliebt. Viele andere Länder jedoch – darunter auch Deutschland – warnen vor Urlaub auf der völkerrechtswidrig annektierten Krim.

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