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Kriegsgegner sehen sich bestätigt

Blair in Not: Streit um Massenvernichtungswaffen in Irak

WARSCHAU, 30. Mai (ap/dpa). Blair hat nach eigenen Worten weiter keine Zweifel daran, dass noch Beweise für die Existenz von Massenvernichtungswaffen in Irak gefunden werden. Von seinen Kritiker forderte er noch ein wenig Geduld.

Gleichwohl bringen die fehlenden Waffen Blair in Erklärungsnot, nachdem die britischen Blätter in teils großer Aufmachung über die Äußerungen von Wolfowitz berichtet hatten. Der US-Politiker wurde in der britischen Zeitung Vanity Fair mit den Worten zitiert: "Aus bürokratischen Gründen haben wir uns auf eine Sache konzentriert - die Massenvernichtungswaffen." Als wesentlichen Kriegsgrund, der so gut wie nie publik gemacht worden sei, nennt Wolfowitz den Umstand, dass die USA nach der Entmachtung Saddam Husseins ihre Truppen aus Saudi-Arabien abziehen könnten. Damit verringere sich für die USA das Risiko von Terroranschlägen.

"Lügen, Lügen, Lügen", titelte am Freitag der Daily Mirror, und vom rechten Daily Telegraph bis zum linken Guardian sah die Presse eine "Glaubwürdigkeitskrise" des Premiers. Ein sichtlich verärgerter Blair, der am Donnerstag als erster ausländischer Regierungschef die Besatzungstruppen in Irak besucht hatte, bestritt am Freitag bei einem Kurzbesuch in Polen alle Vorwürfe als "völlig absurd". Kriegsgegner in Großbritannien sehen sich bestätigt. Sie hätten schon immer gesagt, die Bedrohung für den Weltfrieden durch Saddam Hussein sei übertrieben worden.

Dagegen sagte US-Verteidigungsminister Rumsfeld, der Krieg sei nicht unter falschem Vorwand geführt worden. Die USA gingen bis heute davon aus, dass Saddam Hussein biologische und chemische Waffen sowie ein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen besessen hätten.

Mit der Existenz von Massenvernichtungswaffen in Irak hatten die USA und Großbritannien den Angriff auf Irak gerechtfertigt. Gefunden wurde allerdings bislang nichts.

Dossier: Irak nach dem Krieg

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