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Gerhard Schröder: Verhandlungen sind bislang an Ukraine gescheitert – Scharfe Kritik an Altkanzler

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Von: Moritz Serif

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Altkanzler Schröder stellt Biografie über Olaf Scholz vor
Ex-Kanzler Gerhard Schröder äußert sich über seine Beziehung zu Wladimir Putin. (Archivfoto) © Christoph Soeder/dpa

Gerhard Schröder meldet sich einmal mehr zu Wort. Der Altkanzler wolle weiter mit Wladimir Putin im Gespräch bleiben.

Update vom 11.07.2022, 04.30 Uhr: Der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat mit Unverständnis auf die jüngsten Äußerungen von Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) über Kreml-Chef Wladimir Putin reagiert. „Grundsätzlich ist es natürlich immer besser, auch mit den Führungsspitzen von autoritären Staaten im Gespräch zu bleiben, und niemand kann dies dem Ex-Kanzler verwehren“, sagte der Bundestags-Vizepräsident den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

„Wer aber meint, Deutschland hätte eine diplomatische Bringschuld, um den Krieg in der Ukraine zu beenden, verdreht die Tatsachen. Das ist jedenfalls kein ernst zu nehmender Beitrag, der den Krieg beenden hilft“, sagte Kubicki. Ihm sei es „völlig egal“, ob Schröder glaube, dass mit Putin eine Verhandlungslösung erarbeitet werden könne. „Ich halte eine solche mittlerweile für ziemlich unrealistisch.“

Schröder über Ukraine-Krieg: Verhandlungen sind nicht an Putin gescheitert

Erstmeldung vom 10.07.2022: Hannover - Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) will weiterhin mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Kontakt bleiben - trotz des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine. „Ich werde meine Gesprächsmöglichkeiten mit Präsident Putin nicht aufgeben“, sagte Schröder der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Hinsichtlich weiterer Waffenlieferungen an die Ukraine fragte der ehemalige Kanzler: „Warum konzentriert man sich auf die Lieferung von Waffen?“ Er glaube nicht an eine militärische Lösung. „Der Krieg ist nur durch diplomatische Verhandlungen zu beenden. Das Schicksal der Soldaten und der ukrainischen Zivilbevölkerung ist nur über eine diplomatische Lösung zu erleichtern.“

Gerhard Schröder bleibt eng mit Wladimir Putin befreundet

Seit seiner Kanzlerschaft (1998 bis 2005) ist Gerhard Schröder eng mit Wladimir Putin befreundet. Rund zwei Wochen nach Beginn des Ukraine-Konflikts reiste der SPD-Politiker im März nach Moskau, um mit dem Kremlchef zu sprechen. „Soweit ich ihn in meinem Gespräch verstanden habe, gibt es bei ihm ein Interesse an einer Verhandlungslösung“, sagte Schröder.

„Wie eine solche Lösung aussieht, kann nur in einer Verhandlung geklärt werden.“ Schröder habe deutlich gemacht, dass Verhandlungen seiner Auffassung nach bislang an der Ukraine gescheitert seien. Der Altkanzler steht seit Jahren wegen seiner Russland-Nähe in der Kritik.

Lars Klingbeil kündigte Freundschaft: Gerhard Schröder ist enttäuscht

Bedröppelt zeigte sich der Altkanzler über SPD-Chef Lars Klingbeil. Dieser hatte seine Freundschaft zu Schröder für beendet erklärt. „Das ist enttäuschend. Das meint er wohl dem Amt schuldig zu sein“, sagte Schröder. Wie es Gerhard Schröder bei den Sozialdemokraten weitergeht, ist indes offen, es liegen nämlich mehrere Anträge auf Parteiausschluss vor.

Sein Anwalt selbst gibt sich locker. Der Jurist hält einen Rauswurf des 78-Jährigen für ausgeschlossen halte. „Es kommt nicht zum Parteiausschluss. Dafür gibt es keine tatsächliche und rechtliche Grundlage“, meint Michael Nagel. Der Jurist kündigte bereits an, dass Gerhard Schröder nicht zum Termin erscheinen werde - es gebe keine Gründe für eine Rechtfertigung. „Er war, ist und wird überzeugtes SPD-Mitglied bleiben“, sagte der Anwalt über den anstehenden Prozess. (mse/dpa)

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