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Putins Freunde wenden sich ab 

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Von: Marvin Ziegele

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Wladimir Putin
Streetart in Anlehnung an Lord Voldemort aus Harry Potter, fotografiert im polnischen Posen. © Lukasz Gdak/Imago Images

Wegen des andauernden Kriegs in der Ukraine leiden langjährige Freundschaften von Präsident Wladimir Putin. 

Moskau – Der Krieg gegen die Ukraine hat die westliche Welt erschüttert. Geschlossen distanzieren sich Poltiker von Russlands Überfall auf sein Nachbarland. Auch viele Prominente haben sich gegen den Krieg ausgesprochen – Unterstützer hat Wladimir Putin* nur wenige.

Einer davon ist aber der Schauspieler Steven Seagal. Nach Informationen des Guardian feierte Seagal am Sonntag (10.04.2022) seinen 70. Geburtstag in Moskau* mit einer imposanten Party. Dabei sparte Seagal nicht mit Worten der Unterstützung für den Ukraine-Konflikt*. Er bezeichnete Putins Annexion der Krim in der Ukraine als „sehr vernünftig“ und bezeichnete ihn als „einen der größten lebenden Führer weltweit.“

Wladimir Putin: Steven Seagal unterstützt russischen Präsidenten

Seit dem Beginn der russischen Invasion in der Ukraine* hat er seine Unterstützung für Putin verdoppelt und sagte kürzlich in einem Interview, dass eine „externe Instanz“ daran schuld sei, dass die beiden Länder gegeneinander ausgespielt werden. Der Schauspieler hat seit langem eine enge Beziehung zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und erhielt 2016 die russische Staatsbürgerschaft.

Auch der Schauspieler Gérard Depardieu ist für seine enge Freundschaft mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin bekannt. Er war allerdings einer der ersten unter seinen Unterstützern, der den Angriffskrieg gegen die Ukraine verurteilte, so der Guardian. Er prangerte „die verrückten, inakzeptablen Exzesse ihrer Führer wie Wladimir Putin“ in der Ukraine an und forderte Russland* auf, „die Waffen niederzulegen und zu verhandeln.“ Depardieu besitzt seit 2013 die russische Staatsbürgerschaft.

Wladimir Putin: Gérard Depardieu wendet sich gegen Russland

Depardieus Äußerungen stießen in Russland auf Verärgerung, und Putins Sprecher Dmitri Peskow erklärte, der Schauspieler habe die Lage in der Ukraine „nicht ganz verstanden“. Einige russische Beamte haben Putin aufgefordert, Depardieu die russische Staatsbürgerschaft abzuerkennen.

Einstige Einigkeit: Gérard Depardieu und Wladimir Putin im Jahr 2013. (Archivbild)
Einstige Einigkeit: Gérard Depardieu und Wladimir Putin im Jahr 2013. (Archivfoto) © Imago Images

Am Samstag (09.04.2022) zeigte sich der ehemalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi tief enttäuscht von seinem einstigen Freund Wladimir Putin*. Russland sei verantwortlich für „das Grauen der Massaker an der Zivilbevölkerung in Butscha und anderen Orten, echte Kriegsverbrechen“. Im Jahr 2014 soll Berlusconi, kurz nach der Annexion der Halbinsel Krim, zusammen mit Wladimir Putin einen Weinberg vor Ort besucht haben. (marv) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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