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Journalisten umgeben Kremlgegner Alexej Nawalny (M) in einem Flugzeug, mit dem er von Berlin Schönefeld aus nach Moskau fliegen will.
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Journalisten umgeben Kremlgegner Alexej Nawalny (M) in einem Flugzeug, mit dem er von Berlin Schönefeld aus nach Moskau fliegen will.

Nach Vergiftung

Kreml-Kritiker Alexej Nawalny nach Landung in Moskau festgenommen

  • Marvin Ziegele
    vonMarvin Ziegele
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Nach seiner Behandlung in Deutschland wegen eines Giftanschlags ist der prominente Kreml-Kritiker Alexej Nawalny am Sonntag nach Russland zurückgekehrt.

  • Der Kreml-Kritiker Alexej Nawalny kehrt nach Russland zurück.
  • Am Flughafen in Moskau wird er von der Polizei festgenommen.
  • Im August 2020 ist der 44-Jährige Opfer eines Mordanschlags geworden.

Moskau – Der Kreml-Gegner Alexej Nawalny ist nach seiner Landung in Moskau noch am Flughafen festgenommen worden. Der 44-Jährige sei an der Passkontrolle abgeführt worden, meldete der Telegram-Kanal des Oppositionellen am Sonntag. Russlands Strafvollzug hatte ihn zur Fahndung ausgeschrieben, weil er während seines Aufenthaltes in Deutschland gegen Bewährungsauflagen in einem früheren Strafverfahren verstoßen haben soll.

Die Maschine mit Nawalny war kurzfristig umgeleitet worden und steuerte schließlich den Flughafen Scheremetjewo im Nordwesten Moskaus an. Mehrere seiner Unterstützer wurden am Flughafen Wnukowo ebenfalls festgenommen.

Alexej Nawalny kehrt nach Russland zurück: Großes Polizeiaufgebot

Das Flugzeug mit Nawalny an Bord war am Nachmittag vom Berliner Flughafen BER in Richtung Moskau gestartet. Vor Journalisten sagte Nawalny vor dem Abheben, er habe keine Angst vor der Festnahme, da er unschuldig sei. Deshalb sei eine Festnahme „unmöglich“. Vielmehr habe er als russischer Bürger das Recht, in seine Heimat zurückzukehren. Nawalny dankte zudem der Bundesrepublik, wo er nach dem Giftanschlag behandelt worden war. Mit an Bord des Flugzeugs war seine Frau Julia.

Ursprünglich sollte die Maschine am Moskauer Flughafen Wnukowo landen. Dort war bereits Stunden zuvor ein großes Polizeiaufgebot postiert, vor dem Airport parkten zahlreiche Mannschaftswagen.

Alexej Nawalny hat in Russland zahlreiche Unterstützer

Die Behörden warnten davor, an einer nicht genehmigten „öffentlichen Veranstaltung“ am Flughafen Wnukowo teilzunehmen. Journalisten wurde der Zugang verwehrt. Zur Begründung verwies die Flughafenverwaltung auf die Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie.

Nawalny hatte seine Unterstützer dazu aufgerufen, ihn am Flughafen Wnukowo „abzuholen“. Mehr als 2000 Menschen kündigten im Online-Netzwerk Facebook an, trotz klirrender Kälte bei Temperaturen von minus 20 Grad zu kommen. Auch mehrere Oppositionsaktivisten aus St. Petersburg wollten nach Moskau reisen. Sie wurden nach eigenen Angaben aber am Bahnhof und am Flughafen der zweitgrößten russischen Stadt von der Polizei aufgehalten.

Mordanschlag auf Alexej Nawalny im August 2020

Im August war auf den 44-Jährigen ein Mordanschlag mit einem Nervengift verübt worden. Er wurde nach Deutschland ausgeflogen und in der Berliner Charité behandelt. Nach Analysen von Labors in Deutschland, Frankreich und Schweden sowie der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) wurde bei dem Anschlag der in der Sowjetunion entwickelte Nervenkampfstoff Nowitschok verwendet. (AFP/dpa)

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