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Unruhen in Karachi.
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Unruhen in Karachi.

Politische Gewalt

Krawalle in Karachi

  • Christine Möllhoff
    VonChristine Möllhoff
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Politbanden bekriegen sich in Pakistan mit Raketenwerfern. Mindestens 44 Menschen sind bei den Zusammenstößen in Karachi ums Leben gekommen.

Eine neue Welle ethnisch und politisch motivierter Gewalt hat Pakistans Wirtschaftsmetropole Karachi erschüttert. Binnen drei Tagen sind demnach bei blutigen Zusammenstößen erneut mindestens 44 Menschen in der 18-Millionen-Stadt ums Leben gekommen. Angehörige rivalisierender Parteien lieferten sich Straßenschlachten und Feuergefechte. In einzelnen Gebieten sollen sich die Gruppen sogar mit Raketenwerfern und Handgranaten attackiert haben.

Wer und was hinter dem neuerlichen Gewaltausbruch steckt, ist unklar. Die britische BBC meldete, die Partei Muttahida Qaumi Movement (MQM), die in der Regierung sitzt und ehemals aus Indien geflohene Muslime vertritt, sei mit ihrer abtrünnigen Splitterfraktion MQM (H) aneinandergeraten. Die MQM (H) hatte sich 1991 von der MQM getrennt. Viele Mitglieder der MQM (H) gingen laut BBC in den Untergrund, nachdem die regierende MQM mehrere ihrer Führer ins Gefängnis geworfen hatte. Seitdem kam es immer wieder zu blutigen Konflikten.

Einige der MQM(H)-Aktivisten wollten nun nach BBC-Angaben in ihre Häuser zurückkehren, nachdem ihr Parteichef Afaq Ahmad freigesprochen wurde. Daraufhin sollen MQM-Schläger sie attackiert haben. Dagegen machte der seit Jahren in London lebende Chef der MQM, Altaf Hussain, „kriminelle Elemente“ und „bewaffnete Terroristen“ für das „Blutbad“ verantwortlich. Andere Medien vermuteten dagegen Spannungen zwischen der MQM und der Awami National Party (ANP), die vor allem Paschtunen vertritt, hinter den Krawallen.

Karachi erlebt eine Eskalation der Gewalt. Allein im Juli starben mindestens 300 Menschen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres seien 1138 Menschen in Karachi getötet worden, berichte Pakistans Menschenrechtskommission.

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