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Österreichs ehemaliger Kanzler Sebastian Kurz.
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Sebastian Kurz musste als Österreichs Kanzler zurücktreten. Im Rahmen des Korruptionsskandals kommt es nun zu einer Festnahme.

Österreich

Korruptionsskandal um Sebastian Kurz: Meinungsforscherin festgenommen

  • VonMax Schäfer
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Im Zuge des Korruptionsskandals um Sebastian Kurz kommt es zu ener Festnahme einer Meinungsforscherin. Sie soll Umfragen manipuliert haben. Chatverläufe legen Verbindungen zum ehemaligen Kanzler offen.

Wien – Im Zusammenhang mit dem Skandal um geschönte Umfragen und Korruption um Österreichs ehemaligen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) ist die Meinungsforscherin Sabine B. festgenommen worden. Die Festnahme soll am Dienstag (12.10.2021) erfolgt sein, weil B. vor der Hausdurchsuchung am 6. Oktober 2021 die Festplatte ihres Computers gelöscht haben soll, wie der Standard berichtet. Demnach soll Verdunkelungsgefahr der Grund für die Festnahme sein.

Der Meinungsforscherin werde von der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft als Beschuldigte im Korruptionsfall um Sebastian Kurz und Thomas Schmid geführt, so der Standard. Ihr wird vorgeworfen, diese zugunsten von Sebastian Kurz manipuliert zu haben. Sie wird auch in Chatverläufen des ehemaligen Generalsekretärs im Finanzministerium, Thomas Schmid, erwähnt, die am Freitag (8.10.2021) öffentlich wurden und von welchen unter anderem der ORF und der Falter berichten.

Korruptionsskandal in Österreich: Kurz-Vertrauter wollte in Meinungsforschungsinstitut einsteigen

In einem Chat besprachen Thomas Schmid und Johannes Frischmann, der Sprecher von Sebastian Kurz, die Beteiligung am Meinungsforschungsinstitut von Sabine B., das der ÖVP und der Mediengruppe Österreich die manipulierten Umfragen geliefert haben soll. „Ich meine das ernst. Die kriegt bald orf Vertrag. Und Fellner hat sie jetzt fix übernommen. Werde mit ihr im neuen Jahr essen gehen und das klar stellen (sic!). Sonst bekommt sie ein Problem. Mit mir! Sophie ist damit einverstanden.“, schrieb Schmid. Das werde ein lustiges Projekt, schrieb Schmid außerdem. Frischmann teilte diese Einschätzung. Anschließend diskutierten sie, ob sie sich mit 30 Prozent oder 50 Prozent beteiligen sollten.

Umgesetzt wurde der Plan jedoch nicht, wie der Falter berichtet. Aus dem Firmenbuch seien keine offiziellen Beteiligungen von Schmid und Frischmann ersichtlich, schreibt der Falter.

Österreich: Meinungsforscherin soll Umfragen mit Thomas Schmid besprochen haben

Sabine B. stand jedoch auch in direkten Austausch mit Thomas Schmid. Der ORF berichtet von einem ausführlichen Chat zwischen ihr und dem ehemaligen Generalsekretär. Schmid schrieb ihr über den SPÖ-Kandidaten Christian Kern: „Ich hasse Kern.“ Sie antwortete: „Ich mag ihn auch nicht, er ist so ein typischer Wiener.“ Zwei Tage nach der Nationalratswahl 2017 schrieb sie Schmid, dass sie wieder ins Feld ziehe. Anschließend besprach sie mit Schmid „Umfragen mit beliebten Koalitionsvarianten“, wie der ORF berichtet. Demnach machte Schmid Vorschläge, wie diese Umfragen aussehen sollten. (Max Schäfer)

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