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Ein Muslim im Gebet in einer Moschee in Berlin. Finanziert werden soll diese bald nicht mehr vom Ausland.

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Konsistent und richtig

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Moscheegemeinden in Deutschland müssen unabhängig von Ausland werden. Am eingeschlagenen Kurs führt deshalb kein Weg vorbei.

Es ist erst ein paar Tage her, dass die im Zuge der jüngsten Islamkonferenz geführte Debatte über die Einführung einer Moscheesteuer erneut Fahrt aufnahm – und zwar mit der grundsätzlichen Zustimmung der Bundesregierung.

Am Freitag nun machte ein Bericht die Runde, wonach dieselbe Bundesregierung Finanzspritzen aus dem Ausland für hiesige Moscheegemeinden schon seit dem Frühjahr zu kontrollieren versucht, vornehmlich solche aus Katar, Kuwait und Saudi-Arabien. Es solle demnach kein Geld mehr fließen, das extremistischen Zwecken dient, heißt es. Beides zusammengenommen mag sich für manche Ohren paradox anhören.

Hier will man Geld geben und da welches nehmen. Und doch ist der Ansatz konsistent und richtig. Denn um die Moscheegemeinden unabhängig zu machen von Zuwendungen aus dem Ausland, muss man ihnen eine Existenzgrundlage im Inland verschaffen. Insofern handelt es sich um zwei Seiten derselben Medaille. An dem eingeschlagenen Kurs führt kein Weg vorbei.

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