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Ukraine-Krieg: Putin ändert seine Strategie - „Gibt nur einen Weg“

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Von: Daniel Dillmann

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Russlands Truppen scheinen sich rund um Kiew zurückzuziehen. Doch der Nato-Generalsekretär sieht im Ukraine-Krieg kein großes Zeichen der Entspannung.

Kiew – Noch immer wird im Ukraine-Krieg* rund um Kiew* gekämpft. Die Behörden der Ukraine* melden weiter Angriffe aus Russland auf Wohngebiete der Hauptstadt. Laut der städtischen Behörden stieg die Zahl der getöteten Zivilisten seit Beginn des Ukraine-Kriegs auf 89. Weitere 389 Menschen wurden verletzt. „Die Gefahr von Luftangriffen besteht weiter“, warnte der Stadtrat laut dem Nachrichtenportal Kyiv Independent.

Die Lage aber werde sicherer und das dürfte vor allem darin begründet sein, dass die Armee von Wladimir Putin* sich rund um Kiew auf dem Rückzug befindet. Darin sieht Nato-Generalsekretär* Jens Stoltenberg laut dem US-Nachrichtenportal CNN aber kein allzu großes Zeichen der Entspannung. „Russland* wird wieder aufrüsten, weil sie viel Munition verbraucht haben. Und sie werden mit Treibstoff, Nahrung und allem, was sie sonst noch brauchen, eine neue große Offensive starten.“

Ukraine: Was will Wladimir Putin wirklich?

Ob dieser Angriff wieder auf Kiew erfolgt, da ist sich aktuell niemand wirklich sicher. Das läge vor allem an den Langzeitzielen, die sich Russlands Präsident Wladimir Putin gesetzt habe, und die außerhalb des Kreml niemand vorhersagen könne – so die Einschätzung eines hochrangigen Beamten des Pentagons gegenüber der New York Times.

Zunächst liegt der Fokus der russischen Militärführung im Ukraine-Konflikt* jedoch auf der Sicherung der gewonnenen Gebiete in der Ostukraine. Der Schutz der abtrünnigen Republiken Luhansk und Donezk stehe für Wladimir Putin ganz oben auf der Agenda. Diese Einschätzung gab Jake Sullivan, nationaler Sicherheitsberater in der Regierung von US-Präsident Joe Biden*, am Montag gegenüber Reportern. „Doch um das Territorium, das es im Osten erobert, zu schützen, erwarten wir, dass Russland seine Präsenz tiefer in die Ukraine ausdehnt“, so Sullivan. Man erwarte in den USA* und der Nato außerdem, dass Moskau* die Raketenangriffe auf Städte wie Kiew, Odessa, Charkiw und Lwiw fortsetzen werden. „Russlands Ziel ist es am Ende, die Ukraine so weit wie möglich zu schwächen“, sagte Sullivan.

Das Z, wie hier an einem Museum in Kirovsk, ist in Russland zum Symbol für die Unterstützung des Ukraine-Kriegs geworden.
Das Z, wie hier an einem Museum in Kirovsk, ist in Russland zum Symbol für die Unterstützung des Ukraine-Kriegs geworden. © Olga Maltseva/afp

„Es gibt nur einen Weg“ aus dem Ukraine-Krieg

Weder in den USA noch bei der Nato oder der EU* scheint man noch wirklich daran zu glauben, den Krieg in der Ukraine am Verhandlungstisch lösen zu können. Die Verhandlungen über einen Frieden seien für Wladimir Putin und den Kreml nichts weiter als ein „Deckmantel“, während die Truppen neu formiert werden würden, so Sullivan am Dienstag in Washington DC. Ein EU-Beamter zog laut CNN ein besonders bitteres Fazit: „Es gibt nur einen Weg aus diesem Krieg, und der besteht darin, dass die Ukraine gewinnt.“ (Daniel Dillmann) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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