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Proteste in Bogotá.
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Proteste in Bogotá.

Gewalt

Kolumbien: Gewalt eskaliert - Demonstrierende stürzen Kolumbus-Statue

  • Sonja Thomaser
    VonSonja Thomaser
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Gewerkschafter:innen, Indigene und Studierende demonstrieren für grundlegende Reformen in Kolumbien. Die Lage bleibt nicht überall friedlich.

Bogotá - Demonstrant:innen und die Polizei haben sich in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá heftige Auseinandersetzungen geliefert. Die Protestierenden schleuderten Steine auf die Beamten. Die Einsatzkräfte setzten im Gegenzug Wasserwerfer und Tränengas ein.

Im Süden der Millionenmetropole Kolumbiens bedrohten Demonstrant:innen mehrere Busfahrer mit Messern und kaperten schließlich fünf Busse. Das berichtet unter anderem der Fernsehsender Caracol. Bogotás grüne Bürgermeisterin Claudia López warf der linken Partei Colombia Humana vor, die Demonstrant:innen zur Gewalt anzustacheln und so Chaos zu stiften. „Weder Bogotá noch Kolumbien haben diese Art von destruktivem Wahlkampf verdient, um die Präsidentschaft zu erlangen“, schrieb sie auf Twitter. „Respektiert die Bürger und die öffentlichen Güter.“

Kolumbien: Statue von Christoph Kolumbus vom Sockel gerissen

Auch in anderen Regionen Kolumbiens ist die Stimmung aufgeheizt. In der Küstenstadt Barranquilla wurde eine Statue des portugiesischen Seefahrers Christoph Kolumbus vom Sockel gerissen. Über den Vorfall am Montag (28.06.2021) berichtet die Tageszeitung „El Espectador“. Der indigene Politiker Feliciano Valencia kommentierte auf Twitter, auch in der Hauptstadt der Provinz Atlantik werde darum gekämpft, das historische Gedächtnis des Landes neu zu definieren.

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Kolumbien leidet unter Gewalt, Armut und großer sozialer Ungleichheit

In Kolumbien gibt es seit Ende April Proteste gegen die Regierung des rechtsgerichteten Präsidenten Ivan Duque. Zunächst waren die Demonstrationen als Reaktion auf eine Steuerreform entstanden. Diese wurde aber aber wieder zurückgenommen. Nun richten sich die Demonstrationen gegen Polizeigewalt in Kolumbien. Die rechtsgerichtete Regierung wirft der Protestbewegung urbanen Terrorismus und Vandalismus vor. Die Polizei geht mitunter brutal gegen die Protestierenden vor. Mindestens zwei Dutzend Menschen kamen bei den Ausschreitungen bislang ums Leben.

Gewerkschafter:innen, Indigene und Studierende demonstrieren für grundlegende Reformen in dem südamerikanischen Land. Kolumbien leidet unter Gewalt, Armut und großer sozialer Ungleichheit. (sot mit kna/dpa)

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